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Lokale Allianzen unterstützen Menschen mit Demenz vor Ort

Etwa 1,6 Millionen Menschen sind heute in Deutschland an Demenz erkrankt. Ihre Zahl wird bis zum Jahr 2050 voraussichtlich auf etwa 2,8 Millionen Menschen ansteigen. Ihre Versorgung stellt vor dem Hintergrund einer ständig steigenden Lebenserwartung eine immer wichtigere Aufgabe für das Gesundheits- und Sozialwesen dar.

Um die Verbreitung von Hilfenetzwerken vor Ort zu unterstützen, hat das Bundesfamilienministerium das Bundesprogramm "Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz" ins Leben gerufen. 2020 geht die Förderung lokaler "Allianzen für Menschen mit Demenz"  in eine neue Runde. In fünf Förderwellen werden in ganz Deutschland neue Allianzen und Netzwerke im Aufbau unterstützt. Ziel ist ein flächendeckendes Angebot auf regionaler Ebene. Bewerben können sich ab sofort Allianzen und Netzwerke aus Landkreisen und kreisfreien Städten, die im bisherigen Bundesprogramm keine Förderung erhalten haben.

In fünf Förderwellen wurden bis September 2018 vielfältige Projekte für jeweils zwei Jahre mit einmalig 10.000 Euro gefördert.

Zwischen 2012 und 2018 wurden in fünf Förderwellen rund 500 lokale Allianzen gefördert.  Wie eine Wirkungsanalyse zeigt, bestehen die meisten lokalen Allianzen auch nach der Förderung weiter. Sie tragen dazu bei, dass Menschen mit Demenz nicht ausgegrenzt, sondern akzeptiert werden, so dass sie so lange wie möglich in ihrem sozialen Umfeld verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Die pflegenden Angehörigen sollen zugleich möglichst umfassende Unterstützung erhalten. Seit 2018 werden sie zudem durch eine vom Bundesfamilienministerium geförderte Netzwerkstelle bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen e. V. fachlich begleitet.

Die einzelnen Bewerbungsrunden hatten unterschiedliche thematische Schwerpunkte: Mehrgenerationenhäuser, Netzwerke in Kommunen und im ländlichen Raum, Menschen mit Migrationshintergrund, Menschen mit Demenz im mittleren Lebensalter, generationenübergreifende Maßnahmen und Einbindung von Vereinen, Unternehmen, von Ärztinnen und Ärzten sowie von Krankenhäusern als Netzwerkpartner.

Die Lokalen Allianzen sensibilisieren die Bevölkerung für das Thema Demenz und bündeln Potentiale. Sie erreichen die verschiedensten mit dem Thema befassten Akteurinnen und Akteure auf kommunaler Ebene und nehmen an Netzwerktreffen mit anderen Lokalen Allianzen teil. Sie schaffen wohnortnahe Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Entlastung von Pflegenden, gewinnen Ehrenamtliche und ergänzen damit die Angebote der Kommune.

Die Unterstützung der an Demenz erkrankten Menschen und ihrer Angehörigen gehört in Zukunft zu den vorrangigen Herausforderungen für unsere Gesellschaft. Denn mit fortschreitendem Grad der demenziellen Veränderungen benötigen Menschen mit Demenz zunehmend Unterstützung im Alltag und eine gute gesundheitliche und pflegerische Versorgung. Aber auch die Angehörigen haben häufig Unterstützungsbedarf.  An den Wohnorten der Betroffenen werden Strukturen benötigt, die ihnen und ihren Familien helfen, im Alltag möglichst unbeeinträchtigt im gewohnten Umfeld weiter leben zu können. Deshalb erarbeitet die Bundesregierung aktuell eine Nationale Demenzstrategie

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