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ALFA Alten- und Familienservice e. V. Demenzberatungsstelle

Schaffhauser Str. 9
78224 Singen

Kontaktdaten
Frau Gabriele Glocker
07731 83505-255
07731 83505-256
pflegeberatung.glocker(at)web.de
www.alten-familienberatung.de

 

Einen demenzkranken Menschen zu Hause zu pflegen und zu betreuen, ist eine Aufgabe, die es erfordert, seine Kräfte einzuteilen. Neben der körperlichen Anstrengung ist es vor allem die emotionale Belastung, wenn man erleben muss, wie der geliebte Mensch langsam in eine Welt eintaucht, in die wir ihm nicht folgen können. Die eigene Hilflosigkeit, der Gedanke nichts tun zu können und das Schwinden der Persönlichkeit des erkrankten Familienmitgliedes zu sehen, ist wohl das schlimmste an dieser Krankheit. Als pflegender Angehöriger dabei gesund zu bleiben, benötigt Wissen über die Demenz und Begründungen für das Verhalten eines demenzkranken Menschen. Pflegende, die als Laien mit einer Situation konfrontiert werden, von der sie nicht wissen, was auf sie zukommt, brauchen Aufklärung und Unterstützung, um dem Demenzkranken und auch sich selbst helfen zu können.

ALFA e. V. trägt hierzu einen erheblichen Teil bei, indem wir im persönlichen Gespräch beraten, aus unserer Erfahrung heraus unterstützen und Ihnen Mut machen. Wir wollen zudem auch über öffentliche Informationsveranstaltungen erreichen, dass das Wissen über den Umgang mit der Demenz, den Pflegealltag erleichtert. Die Aufklärung über die Krankheit Demenz ist einer unserer Hauptanliegen, nicht nur in den einzelnen betroffenen Familien, sondern auch in der Öffentlichkeit; denn in einer alternden Gesellschaft geht die Demenz uns alle an. Wir wollen, dass sich niemand mit dieser Krankheit verstecken muss und wir wollen, dass die „Demenz“ ein gesellschaftliches Verständnis erwirbt und eine Akzeptanz erhält, vergleichbar mit jeder anderen Krankheit auch.

Der Gesetzgeber hat mit der Pflegereform in 2008 vor allem diejenigen gestärkt, die sich als pflegende Angehörige zu Hause um einen erkrankten Menschen kümmern. Deshalb wollen wir, dass Betroffene darüber informiert sind, welche Leistungen und Ansprüche aus der Pflegeversicherung bestehen und welche sie im individuellen Fall optimal ausschöpfen können. ALFA hilft bei der persönlichen Gestaltung und Verbesserung der Pflegesituation, ebenso wie bei der Antragstellung von Pflegestufen und ist gerne behilflich bei der Vermittlung von Dienstleistern, die in Ihrem Fall sinnvoll sind.

 

Angebote

Wenn eine Pflege rund um die Uhr zu Hause nicht mehr möglich ist, können Demenzkranke in Pflegeheimen versorgt werden. Die Qualität ist sehr unterschiedlich. Angehörige sollten sich gut informieren und verschiedene Angebote vergleichen.

Eine Wohnberatung hilft Demenzkranken und ihren Angehörigen dabei, die beste Wohnform zu wählen. Außerdem informieren diese Stellen über notwendige Maßnahmen, um den privaten Haushalt demenzgerecht zu gestalten.

Zahlreiche Einrichtungen öffentlicher und privater Träger sowie Alzheimer Gesellschaften bieten betreute Reisen mit bedarfsgerechter Unterbringung an. Die Angebote richten sich an Demenzkranke und ihre pflegenden Angehörigen.

Tages- oder Nachtpflege bedeutet: Ein pflegebedürftiger Mensch lebt grundsätzlich zu Hause, verbringt den Tag oder die Nacht aber in einer Pflegeeinrichtung. Das entlastet die Angehörigen.

In Selbsthilfegruppen von Vereinen, Kirchen und Kommunen treffen sich Demenzkranke im frühen Stadium und ihre Angehörigen zum Gespräch. Sie tauschen Erfahrungen und Informationen aus und unterstützen sich so gegenseitig.

In Schulungsangeboten von Kranken- und Pflegekassen, Wohlfahrtsverbänden sowie anderen Dienstleistern lernen Angehörige demenzkranker Menschen, wie sie sich die Pflege und Versorgung erleichtern können. Geschult werden sie von Fachkräften.

Pflegestützpunkte beraten über alle möglichen pflegerischen, medizinischen und sozialen Leistungen. Betroffene erhalten hier wichtige Antragsformulare, Informationen und konkrete Hilfestellungen. In den Stützpunkten arbeiten Fachkräfte von Pflege- und Krankenkassen, der Altenhilfe oder der Sozialhilfeträger unter einem Dach. Das beschleunigt die Abstimmung untereinander und ermöglicht Beratung und Hilfe aus einer Hand.

Sachverständige einer Pflegeberatung helfen Angehörigen bei allen Fragen zu Pflege und Betreuung. Sie beraten über Leistungen der Krankenkassen und Pflegeversicherungen und helfen bei Anträgen.

Demenzkranke können vorübergehend die Pflege in einer vollstationären Einrichtung in Anspruch nehmen. Diese Kurzzeitpflege dient dazu, pflegende Angehörige zu entlasten oder einen pflegebedürftigen Menschen nach dem Klinikaufenthalt auf die Rückkehr in den eigenen Haushalt vorzubereiten.

Gedächtnissprechstunden sind Anlaufstellen für alle, die Probleme mit ihrem Gedächtnis haben. Ärztinnen und Ärzte untersuchen, welche Ursache die Beschwerden haben könnten. Diagnostizieren sie eine Demenz, verweisen sie an helfende Institutionen.

Ehrenamtliche unterstützen Angehörige und professionelle Helfer, Demenzkranke zu betreuen. Institutionen, die Ehrenamtliche vermitteln, sind vor allem freie Träger der Altenpflege, aber auch die Kommunen oder die Kirchen.

Betreutes Wohnen, ambulante Pflege oder Tagespflege – es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten, Demenzkranke zu betreuen. Wie viele dieser Angebote Betroffene und ihre Angehörigen jeweils finden, ist von Region zu Region unterschiedlich. Großstädte verfügen in der Regel über eine höhere Angebotsdichte als dünn besiedelte Gebiete.

Kommunen, Kirchen, Verbände und Vereine betreiben vielerorts Beratungsstellen, in denen Fachkräfte, aber auch ehrenamtliche Betroffene dabei unterstützen, das Leben mit einer Demenzerkrankung neu zu organisieren. Das Beratungsangebot ist je nach Institution unterschiedlich und kann von der reinen Sachberatung bis hin zur psychosozialen Krisenintervention reichen.

Die Angebote für Senioren, in Fachkreisen auch bekannt als "offene Altenhilfe", beschränken sich nicht auf die Pflege. Hier geht es unter anderem auch um Beratungsleistungen, Veranstaltungen, Nachbarschaftshilfen und Besuchsdienste. Zu den Anbietern zählen zum Beispiel Seniorenbegegnungsstätten.

Viele Demenzkranke und andere Pflegebedürftige werden zu Hause versorgt und gepflegt. Häufig unterstützen Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes oder einer Sozialstation die Angehörigen dabei. Die Kosten für die professionelle Hilfe, die anerkannte öffentliche oder gewerbliche Träger leisten, übernimmt die Kranken- oder Pflegeversicherung der Demenzkranken, manchmal auch die Sozialämter.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. und ihre regionalen Mitgliedsgesellschaften sind Selbsthilfeorganisationen, die sich für die Interessen von Demenzkranken und deren Familien einsetzen. Sie beraten Betroffene und bieten ein umfassendes Forum für den Informations- und Erfahrungsaustausch.

Eine Alternative zum Pflegeheim ist die Wohngemeinschaft mit anderen demenzkranken Menschen. Die nötige Unterstützung im Alltag bekommen die WG-Mitglieder von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ambulanter Pflegedienste.

Letzte Änderung: 29.11.2019 - 03:30:01

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