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Stadtbibliothek Bergheim

Bethlehemer Straße 9 - 11
50126 Bergheim

Nehmen Sie Kontakt auf

Ansprechperson: Werner Wieczorek

Telefon: 02271 89–368

Hier kommen Sie zur Internetseite

Beschreibung des Projektträgers

Die Kreisstadt Bergheim (Einwohnerzahl: 62.787) stellt sich der Herausforderung einer immer älter werdenden Gesellschaft und schmiedet eine Lokale Allianz für Menschen mit Demenz. Ziel des vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderten Programms ist es, den Alltag von Demenzkranken und ihren Angehörigen dauerhaft zu verbessern. Im Zentrum des Netzwerks steht die STADT.BIBLIOTHEK.BERGHEIM im MEDIO.RHEIN.ERFT. Als Anlaufstelle mitten im Herzen der Kreisstadt stellt sie unterschiedliche Medien, Informationen und Materialien zum Thema Demenz bereit und bietet Akteuren und Betroffenen ein Dach für Aktionen, Austausch und niederschwellige Angebote. In den nächsten 15 Jahren wird die Zahl der über 80-Jährigen in Bergheim im Vergleich zu anderen Kommunen um 123 % ansteigen. Das bedeutet auch einen deutlich höheren Anteil an demenziell erkrankten Menschen. „Bergheim stellt sich auf diesen erhöhten Bedarf an guter Infrastruktur ein und will die Teilhabemöglichkeiten nachhaltig verbessern“, erläutert Werner Wieczorek, Leiter der Stadtbibliothek. Schon jetzt bietet die Bibliothek Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen, sozialen Schichten und Altersgruppen Orientierung inmitten wachsender Informationsflut sowie zielgruppengerechte Medienangebote wie Großdruckbuch, Hörbücher und eBooks zur Ausleihe. Barrierefreiheit wird in allen Räumen groß geschrieben.

Projektbeschreibung

Tabu „Demenz“ brechen in Bergheim gibt es bereits jetzt zahlreiche Initiativen für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen. Die „Lokale Allianz“ hat sich zum Ziel gesetzt, das Thema in den Blickpunkt zu rücken und die bestehenden Angebote besser zu vernetzen. Herzstück des Konzepts ist der regelmäßige Erfahrungsaustausch von Menschen aus der Betreuungspraxis und den Betroffenen. Akteure aus der Verwaltung und dem Rhein-Erft-Kreis, der Besuchs- und Begleitdienst, die Alzheimer-Gesellschaft, Seniorenzentren, Gesundheitseinrichtungen und Freiwillig Engagierte treffen sich regelmäßig am Runden Tisch. Das „Fachforum Seniorenarbeit“ der Stadt Bergheim dient dabei als Online-Plattform des neuen Netzwerks und bündelt Informationen und Veranstaltungstipps für die breite Öffentlichkeit. In einem passwortgeschützten Raum können die Akteure direkt miteinander kommunizieren und haben Zugriff auf eine umfassende Materialsammlung. Während mit der Leseförderung für Kinder und Jugendliche bereits gute Erfahrungen gemacht wurden, sind demenziell Erkrankte bisher die Ausnahme am Konrad-Adenauer-Platz. Sie und ihre Angehörigen sollen künftig ganz selbstverständlich die Angebote der Bibliothek nutzen und sich willkommen fühlen – ausdrücklich auch ältere Menschen mit Zuwanderergeschichte. „Der Umgang mit demenziell veränderten Menschen, ihren Einschränkungen, aber auch ihren besonderen Ressourcen erfordert besondere Kenntnisse und fachliche Begleitung“, so Werner Wieczorek. Das Bibliothekspersonal und die ehrenamtlichen Vorleser werden deshalb speziell geschult. Vorlesen im klassischen Sinne funktioniert beispielsweise nur unter bestimmten Voraussetzungen – die Konzentrationsspanne mancher Zuhörer ist kurz und viele können sich nicht mehr in der Handlung und Sprache orientieren. Kleine Geschichten, Gedichte, Lieder und Bilder mit „Wiedererkennungswert“ sind gefragt, alles was Erinnerungen weckt und biografische Bezüge ermöglicht. Praxisbücher und Beschäftigungsanregungen erlauben neben der verbalen Kommunikation auch die sinnliche Ansprache. So stehen z. B. „Erinnerungskoffer“ zur Ausleihe zur Verfügung. Lesungen und Veranstaltungen wie eine für November geplante Ausstellung rücken das Thema „Demenz“ in den Mittelpunkt der Gesellschaft. Mit dem Projekt will die Stadtbibliothek einen Beitrag zur Förderung des bürgerschaftlichen  Engagements und eines guten sozialen Miteinanders der Generationen leisten. „Menschen mit Demenz haben der Gesellschaft viel zu geben“, wirbt Wieczorek für mehr Akzeptanz. Barrieren, Unsicherheiten und Hindernisse sollen auf die Dauer einem selbstverständlichen Miteinander weichen.

Netzwerkpartner

  • Stadt Bergheim
    • Stadtbibliothek
    • Fachstelle Älterwerden
    • Integrationsbeauftragte
    • Kontaktstelle für Freiwilliges Engagement und Selbsthilfe
    • Pflegeberatung
    • Online-Fachforum Seniorenarbeit

  • Rhein-Erft-Kreis, Frau Angelika Vosen, Amt für Familien, Generationen und Soziales Abteilung  50/5 - Pflege und Leben im Alter
  • Demenz-Servicezentrum Region Köln und das südliche Rheinland, Herr Stefan Kleinstück
  • Träger der Altenhilfe
    • DRK Alten- & Pflegeheim
    • AWO Seniorenzentrum Kenten
    • St. Lazarus-Haus
    • Haus Sandberg

  • Initiativen und Vereine
    • Alzheimer Gesellschaft Bergheim
    • Kreissportbund
    • Musikschule La Musica
    • Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfegruppen Rhein-Erft-Kreis
    • Selbsthilfegruppe Handicap
    • Besuchs- und Begleitdienst
    • Grüne Damen
    • Café am Vogelwäldchen
    • DEUTSCHES ROTES KREUZ (Kreisverband Rhein-Erft e. V.)

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