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20 Frauen und fünf Männer stehen zu einem Gruppenbild im Garten.

„Internationales Engagement Chemnitz“ e. V.

Theaterstraße 76
09111 Chemnitz

Nehmen Sie Kontakt auf

Ansprechperson: Jana Rauch

Telefon: 0371 2673872

Beschreibung des Projektträgers

Unser Verein wurde im Jahre 2008 in Chemnitz von Migrantinnen und Migranten gegründet. Unser Ziel ist es, Migranten und Migrantinnen zu betreuen und in das Arbeitsleben zu integrieren. Wir engagieren uns außerdem auch im sozialen und kulturellen Bereich. Wir führen gemeinsam mit regionalen Partnern aus Wirtschaft, Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsförderung, Verwaltung und  beruflicher Bildung verschiedene Projekte zur Verbesserung der Integration von Personen mit Zuwanderungsgeschichte durch.

Unsere Ziele und Aufgaben:

  • Förderung der Integration von Migrantinnen und Migranten  durch ehrenamtliches Engagement
  • Sozial-ökonomische, interkulturelle und gesellschaftliche Fragen
  • die Förderung von Kontakten, Bürgerbegegnungen und Bildung der Partnerschaftsnetze, freundschaftliche und sachlich-informative Begegnungen und Verbindungen mit Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Institutionen Osteuropas
  • Durchführung von Seminarreihen und Veranstaltungen unter dem Aspekt „Integration statt Isolation“ für Migrantinnen und Migranten sowie Personen mit besonderen Befindlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens.

Seit 2009 engagieren wir uns für ältere Menschen und ihre Familienangehörigen aus der ehemaligen Sowjetunion, die schwerwiegende Probleme sowohl mit der Gesundheit als auch mit der deutschen Sprache haben. Wir erarbeiten die Projekte und Angebote für Seniorinnen und Senioren. Nun werden zusätzlich Beratungs- und Unterstützungsangebote zur Sicherung eines selbstbestimmten Lebens für ältere Menschen entwickelt und aufgebaut sowie die Aktivierung der Bürgerinnen und Bürger zu zivilgesellschaftlichem Engagement in ihrem unmittelbaren Sozialraum verfolgt.

Projektbeschreibung

Trotz guter wirtschaftlicher, infrastruktureller, kulturhistorischer und naturräumlicher Potenziale sind die Stadt Chemnitz und das Umland gekennzeichnet durch Entvölkerung und Überalterung. 
Mehr als zwei Drittel der Seniorinnen und Senioren werden zu Hause versorgt. Chemnitz ist auf dem besten Weg, die „älteste“ Stadt Europas zu werden. Zur Bewältigung des demographischen Wandels in Chemnitz sind innovative Konzepte und Projekte in der Seniorenarbeit erforderlich. So gilt es zum einen, Kostenexplosionen in den Unterstützungssystemen entgegenzuwirken und zum anderen, die Wünsche der Menschen nach einer selbstbestimmten Lebensführung und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu berücksichtigen. Die Anzahl der Demenzerkrankten in Chemnitz wird zukünftig weiter zunehmen, denn in der aktuellen Bevölkerungsprognose wird davon ausgegangen, dass sich der Anteil der Bevölkerung im Alter von 65 Jahren und älter von heute 25 % auf  30 % erhöhen wird. Der demographische Wandel und die Verschiebungen in der Altersstruktur der Bevölkerung haben enorme Auswirkungen. Damit sind Herausforderungen für das Leben von Menschen mit Altersdemenz bei uns in der Region verbunden.
Das Gesundheitswesen ist einem enormen Kostendruck ausgesetzt und zusätzlich leidet die Pflegebranche seit Jahren an Personal- und Fachkräftemangel. Somit treten die Entwicklung, die Durchführung und die Förderung von ambulanten niedrigschwelligen Versorgungskonzepten und nachbarschaftlichen Modellen in den Vordergrund, welche die notwendigen Rahmenbedingungen vor Ort und die individuellen Wünsche und Bedürfnisse der Betroffenen berücksichtigen. Dafür ist es wichtig, ein Netzwerk an Unterstützungsmöglichkeiten mit niedrigschwelligem Zugang zu schaffen, um die häusliche Pflege möglichst lange aufrechtzuerhalten und die Lebensqualität zu erhalten und/oder zu steigern.
Die häusliche Pflege ist häufig durch die Nichtinanspruchnahme von Hilfen Dritter gekennzeichnet. Dadurch haben die pflegenden Angehörigen selten freie Ressourcen.
Für eine möglichst lange Aufrechterhaltung der häuslichen Pflegesituation sollten Möglichkeiten der Entlastung mit niedrigschwelligem Zugang geschaffen werden, denn häufig leisten die fachkundigen ambulanten Pflegedienste lediglich Unterstützung bei der Grundpflege und der Hauswirtschaft.
Im Rahmen unserer Vereinsarbeit in den Bereichen der sozialen Beratung, der Alltagsbegleitung für Seniorinnen sowie Senioren und beim Auf- und Ausbau einer ehrenamtlichen Struktur gemäß §45 d SGB XI stellten wir immer wieder fest, dass eine Unter- und Fehlversorgung  bei der sozialen Betreuung und Beratung demenzkranker älterer Migranteninnen und Migranten und ihrer Angehörigen vorliegt (wir arbeiten vorwiegend mit russischsprachigen Migranteninnen und Migranten). Es ist zu beobachten, dass die Wissenslücken über das Pflege-, Gesundheits- und Rehabilitationswesen in Deutschland besonders bei dieser Zielgruppe auffällig sind. Dazu kommen noch unzureichende Sprachkenntnisse und Schwierigkeiten in der Interaktion aufgrund einer unterschiedlichen Wahrnehmung der Symptomatik, welche zusätzlich den Zugang zu den Angeboten der Pflegehilfe und der sozialen Betreuung erschweren.
Des Weiteren kommt es zunehmend zu einem Verlust der eventuell vorher vorhandenen deutschen Sprachkenntnisse. Die Kommunikation über die deutsche Sprache ist mit den erkrankten Migranteninnen und Migranten schwer möglich. Der Umgang mit demenzerkrankten Migrantinnen und Migranten erfordert eine hohe transkulturelle Sensibilität. Demenzerkrankte Frauen und Männer können häufig bis zur Endphase der Erkrankung durch Musik, Gerüche, Farben und Essen angeregt werden, vorausgesetzt, dass diese Stimulationen an ihre Lebensgeschichte anknüpfen.
Unser Projekt wird Angehörige und Pflegebedürftige gleichermaßen unterstützen. Die Teilhabe am kulturellen und sozialen Leben wird gewährleistet und bestehende Aufgaben werden gemeinsam gemeistert.

In der Stadt gibt es vereinzelt demenzspezifische Angebote. Hierzu zählen die Betreuungsgruppe für Demenzkranke, Beratungsangebote, Einzelbetreuung im häuslichen Bereich und Tagesbetreuung, die jeweils von der AWO, Caritas  bzw. von Pflegeeinrichtungen angeboten werden. Im Rahmen des Projekts „Lokale Allianz für Menschen mit Demenz“ sollen nun unter anderem die Träger dieser Angebote besser vernetzt und somit Synergieeffekte genutzt werden.

Netzwerkpartner

  • Sozialamt Chemnitz, Senioren Sozialdienst
  • Selbsthilfegruppe von Angehörigen Demenzkranker
  • Deutsche Alzheimer Gesellschaft Chemnitz und Umgebung e. V.
  • Praxis für Ergotherapie Irina Batjuta
  • Ambulanter Pflegedienst “Pflegemeister”
  • Pflegedienst “BlagoVita”
  • Kulturverein “Kolorit” e. V.
  • Sport-und Integrationsverein “Globus” e. V.
  • Integrationsnetzwerk Sachsen e. V.
  • Pflegeheim “ProSeniore”.
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