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Hände berühren ein buntes Kunstwerk

Fragen und Antworten zum Thema "Betreuung und Pflege"

Ich habe Demenz. Muss ich jetzt in ein Pflegeheim umziehen?

Im frühen Krankheitsstadium finden sich viele Menschen noch jahrelang in der gewohnten Umgebung zurecht. Meist genügt es, wenn jemand bei Tätigkeiten, die viel Konzentration verlangen, hilft. Auch später ist ein Umzug nicht zwangsläufig nötig, wenn Angehörige oder andere Helfer öfter am Tag nach dem Rechten sehen. Je mehr jedoch das Gedächtnis und die körperlichen Fähigkeiten nachlassen, desto mehr ganztägige Pflege und Betreuung brauchen Menschen mit Demenz. Mehr zum Leben in der eigenen Wohnung, zur familiären Pflege finden Sie im Themenbereich.

Ich weiß nicht, ob ich mir die häusliche Pflege meines demenzkranken Partners bzw. Elternteils zutrauen kann.

Viele pflegende Angehörige stehen dieser neuen Aufgabe erst einmal hilflos gegenüber. Deshalb bieten Pflegeversicherungen und Wohlfahrtsverbände kostenlose Kurse an. Außerdem können Sie die professionelle Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes nutzen, der z. B. beim Waschen, beim Aufstehen und beim Gang zur Toilette hilft. Allerdings muss der Dienstleister von der Pflegekasse anerkannt sein. Der Umfang der ambulanten Hilfe hängt vom Pflegegrad

Ab 2017 ersetzen fünf Pflegegrade die bisherigen Pflegestufen. Geringe Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten entsprechen Pflegegrad 1, bei schwersten Beeinträchtigungen der Selbständigkeit oder der Fähigkeiten, die mit besonderen Anforderungen an die pflegerische Versorgung einhergehen, wird Pflegegrad 5 erreicht.
Pflegegrad
ab.

Was passiert, wenn ich demenzkranke Angehörige zu Hause versorge und selbst mal krank bin?

Wenn Sie wegen einer Krankheit, eines Erholungsurlaubes oder aus anderen Gründen die häusliche Pflege vorübergehend nicht leisten können, kann die Pflegeversicherung die Kosten einer kurzzeitigen Ersatzpflege für maximal vier Wochen pro Jahr übernehmen. Voraussetzung ist, dass Sie die demenzkranke Person bereits mindestens zwölf Monate lang in Ihrer häuslichen Umgebung gepflegt haben.

Wann sollte ich demenzkranke Verwandte nicht mehr zu Hause pflegen?

Der richtige Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn Ihnen die Betreuung und Pflege dauerhaft über den Kopf wächst – und das, obwohl Sie schon entlastende Angebote wie beispielsweise ambulante Pflegedienste oder Betreuungsgruppen nutzen. Es muss aber nicht immer ein Pflegeheim sein. Mittlerweile haben sich auch alternative Wohnformen wie Wohngemeinschaften für Demenzkranke und Betreutes Wohnen bewährt.

Wie finde ich bei fortschreitender Demenz das richtige Betreuungsangebot?

Es gibt zahlreiche Organisationen, wie beispielsweise die Alzheimer Gesellschaften, Wohlfahrtsverbände oder regionale Beratungsstellen für Angehörige, die Sie hier unterstützen. Außerdem hilft es weiter, sich die infrage kommenden Wohnformen vor Ort genau anzuschauen. Abhängig vom regionalen Angebot und vom Geld, das Demenzkranken und ihren Familien zur Verfügung steht, kann dann die individuell beste Entscheidung getroffen werden.

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