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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Bezuschussung oder Übernahme der Kosten für Herdüberwachungssystem der Pflgekasse
23.03.2019 | 13:19
Ohlmannv

Guten Tag,
Meine Mutter ist an Alzheimer Demenz erkrankt und hat einen PG 3.
Sie lebt in Ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus und hat tagüsber eine Alltagsbetreuung und geht auch in die Tagespflege.
Abends und nachts ist sie allein.
Aus Schutz für sie selbst und für die Hausbewohner haben wir einen Herdüberwachungssystem einbauen lassen. Sie ist zeitlich nicht mehr orientiert und verlässt durchaus die Wohnung und es kann etwas auf dem Herd sein.
Der Medizinische Dienst der Pflegekasse hat die Kostenübernahme abgelehnt.
Laut §40SGB XIAbsatz 4 sei es keine Maßnahme zur Besserung des Wohnumfelds.
Wie kann ich mein Widerspruch verfassen um eine individuelle zustimmende Entscheidung versuchen zu erhalten?
Herzlichen Dank für Ihren Ratschlag


25.03.2019 | 08:14
martinhamborg

Hallo Ohlmannv, vermutlich haben Sie die Kostenübernahme nach § 40 Abs. 4 (SGB XI) für finanzielle Zuschüsse zu Maßnahmen zur Verbesserung des individuellen Wohnumfeldes beantragt und den Rahmen noch nicht ausgeschöpft. Da wir hier keine rechtliche Beratung durchführen können, werde ich veranlassen, dass Ihr Beitrag in das Forum "Gesetzliche Leistungen" verschoben wird. Die Kolleginnen haben mehr Erfahrungen mit diesen Fragestellungen und können aktuelle Informationen geben.
Ihnen viel Erfolg, Ihr Martin Hamborg

26.03.2019 | 21:12
renategascho

Guten Abend,

ein Herdüberwachungssystem bzw. eine Herdsicherung sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr und fallen weder in den Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherung noch in das Leistungsspektrum der Pflegeversicherung. Manche Kassen bzw. dortige Mitarbeiter können aber aus Gründen der Kulanz über solche Anträge positiv entscheiden.

Beschreiben Sie in einem Widerspruch die zunehmende Vergesslichkeit Ihrer Mutter und das damit verbundene Eintreten gefährlicher Situationen. Ein Küchenbrand würde eine große Gefahr für Ihre Mutter und deren Nachbarn darstellen. Mit einer automatischen Herdabsicherung könnte die betroffene Person weiterhin in der eigenen Wohnung verbleiben und gefahrlos ihren Herd benutzen. Ein längeres eigenständiges Leben in der Wohnung wäre somit möglich. Untermauern Sie den Widerspruch mit einem ärztlichen Attest aus dem die Diagnosen Ihrer Mutter und eine wohlwollende Befürwortung des Arztes für solch ein Überwachungssystem hervorgeht.

Mit freundlichen Grüßen
R. Gascho



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