Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Passwort anfordern

Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Ursache von frühem Alzheimer
06.06.2019 | 21:20
Daniel825

Guten Tag, meine Oma ist mit 54 Jahren an einer wahrscheinlichen Alzheimer Demenz erkrankt das ganze liegt mittlerweile bereits 10 Jahre zurück und ich hab letztens von der erblichen( autosomal dominanten Form) gehört welche ja Leute betrifft die unter 60 erkranken. Meine Oma ist allerdings die einzige aus der Familie mit der Krankheit weder Eltern noch Geschwister hatten bzw. Haben Alzheimer. In unserer Familie werden auch Krankheiten die als Risikofaktoren gelten vererbt, wie zb. Bluthochdruck, Diabetes Typ 2, hohe Cholesterin werde und auch Gefäßverkalkungen. Könnte es sein das aufgrund dieser Vorerkrankungen die Krankheit ausgebrochen ist oder könnte eventuell auch meine neumutation der Grund für das ausbrechen der Krankheit ist was doch eugentlich immer vor dem 50 Lebensjahr passiert oder nicht.

07.06.2019 | 10:17
elmarkaiser

Sehr geehrter Fragensteller,

da bisher nur ein einziges Familienmitglied betroffen ist spricht diese Tatsache mit hoher Wahrscheinlichkeit gegen eine familiäre genetische Komponente einer vererbten frühen Alzheimerdemenz. Allerdings sind die von Ihnen geschilderten kardiovaskulären Risikofaktoren Ihrer Verwandtschaft ein Hinweis darauf, dass dadurch relativ frühzeitig Gefäßveränderungen entstehen können, die ihrerseits Folgeerkrankungen auslösen können. Manchmal wird auch eine "klassische" Alzheimer-Demenz diagnostiziert, obwohl eine Mischform aus einer gefäßbedingten (vaskulären) Demenz und einer möglichen Alzheimer-Demenz vorliegt. Auch rein vaskuläre Demenzen kommen vor, deren Ursachen nichts mit der Alzheimer-Demenz zu tun hat. In jedem Fall sollten Sie persönlich Ihr individuelles kardiovaskuläres Risikoprofil abklären lassen (z.B. internistisch / kardiologisch), um frühzeitig Risikofaktoren zu minimieren.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser

07.06.2019 | 21:17
Daniel825

Ich habe mir nochmal das Dokument vom damals angeschaut beim Neurologen. Damals konnte nur eine Demenz festgestellt werden man wusste aber nicht welche, da meine Oma nicht mehr kooperieren wollte und viele Tests wie zb. Der Uhren Test nicht geklappt haben, da meine Oma kein deutsch konnte. Bei dem EKG der kardialen Diagnostik stand: sinusrythmus und kein Inhalt für eine frische Ischämie. Bedeutet dass, das eine Vaskuläre Demenz oder eine Mischform ausgeschlossen ist, weil soweit ich weiß entsteht eine Vaskuläre Demenz doch durch ischämoische Schlaganfälle oder nicht?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 09.06.2019 um 15:02.]

13.06.2019 | 15:08
elmarkaiser

Nein, leider läßt sich das aufgrund des Befundes nicht sicher ausschließen. Erstens kann es zeitlich gesehen nach der Befundung zu vaskulären Veränderungen gekommen sein und zweitens können auch kleinere ischämische Veränderungen (Durchblutungsstörungen des Gehirns) zu einer vaskulären Demenz führen, ohne, dass immer ein deutlich sichtbarer Schlaganfall vorliegen muss. Ein PET-CT des Gehirns wäre eine diagnostische Möglichkeit, um eine vaskuläre Demenz besser von einer Mischform oder einer reinen Alzheimer-Demenz abzugrenzen. Diese Untersuchung wird meist nur im Rahmen einer Demenzabklärung an universitären Gedächtnisambulanzen angeboten und ist bisher kein Standard.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser

08.07.2019 | 19:21
Teuteburger

Oftmals entstehen frühe Demenzen auch durch zu hohen Gehirnwasserdruck oder durch langanhaltende Vitamin- und Mineralstoffmängel oder vielleicht ein Mischmasch aus beidem. Zu nennen wären hier B12 und Vit. D, aber auch andere können sich negativ auf den Gehirnstoffwechsel auswirken.
Ist Ihre Oma auf den Hirndruck untersucht worden. Hinweise dazu findet man im Internet.



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker