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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Sinn einer neurologischen Untersuchung
14.06.2019 | 08:14
Andydreas

Guten Morgen,
ich habe schon mehrfach in diesem Forum mitgewirkt. Eine kurze Frage. Ich habe mir für die kommende Woche einen Termin bei einem Neurologen für meine Mutter besorgt.
Mir wurde geraten die Demenz meiner Mutter näher untersuchen zu lassen. Mein Problem ist die fehlende Einsicht meiner Mutter für die Notwendigkeit dieser Untersuchung. Ich habe nun mit der Praxis vereinbart, dass ich diesen Termin meiner Mutter gegenüber als "meinen" Termin deklariere und quasi ein Vorgespräch mit der Ärztin erfolgen soll. Nichtsdestotrotz wird es sicher zu Konflikten kommen. Nun möchte ich kurz wissen, ob dieser Demenztest überhaupt sinnvoll ist oder ob ich mir und meiner Mutter diesen Stress ersparen soll. Mein Hausarzt hatte bisher auf diesen Test verzichtet, da er keinen Sin darin sieht. Ich habe zu diesem Thema bereits einige unterschiedliche Meinungen gehört.
Was meinen Sie ?

Vielen Dank

14.06.2019 | 10:43
hanne63

Guten Morgen Andydreas,
ich habe da selbst inzwischen eine sehr zwiespältige Meinung.
Meine beiden Eltern haben den Test beim Neurologen vor etlichen Jahren machen lassen (aber vor mir geheim gehalten). Sie haben dann auch jahrelang Medikamente bekommen (Antidementiva), die die Demenz verzögern sollen....

Für die Pflegegradeinstufung ist es evtl sinnvoll, eine Diagnose vom Neurologen zu haben.....die Antidementiva kann auch der Hausarzt verordnen...wenn man sie überhaupt nehmen möchte.....und auch um selbst ein klares Bild und nicht nur einen Verdacht zu haben, kann der Besuch beim Neurologen sinnvoll sein...

Ansonsten ist der Hausarzt Ihrer Mutter vielleicht ein weiser Mann....

[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 14.06.2019 um 11:26.]

17.06.2019 | 10:53
marclaesser

Sehr geehrter Fragensteller,

auch wenn diese Thema immer etwas kontrovers diskutiert wird, macht eine ausführliche Abklärung rein aus therapeutischer Sicht eigentlich immer Sinn. Es gibt ja durchaus auch behandelbare Ursachen demenzähnlicher Verhaltensauffälligkeiten und auch bei einer diagnostizierten Demenz sind die therapeutischen Optionen von der Eingrenzung einer konkreten Demenzform abhängig.

Alles Gute und freundliche Grüsse,

Marc M . Lässer



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