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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Fahrten zum Arzt
24.04.2011 | 19:31
birgitspengemann

Liebe Leserinnen und Leser,
neulich rief mich die Tochter einer an Demenz erkrankten Dame an, die wegen weiterer Erkrankungen bei verschiedenen Fachärzten in Behandlung ist. Es würde immer komplizierter, die Arzttermine wahrzunehmen, weil ihre Mutter die Fahrt in öffentlichen Verkehrsmitteln weder körperlich noch seelisch verkraften könne und sie selber hätte kein Auto.
Eine mögliche Lösung wäre die Inanspruchnahme von Krankentransporten, bei denen die Betroffenen von zu Hause abgeholt, in die Arztpraxis gebracht und später wieder abgeholt werden.
Bei Personen, die eine Pflegestufe 2 oder 3 haben oder einen Schwerbehindertenausweis mit den Merkzeichen aG (außergewöhnlich gehbehindert), Bl (blind ) oder H (hilflos) haben, übernehmen die Krankenkassen grundsätzlich die Kosten für Fahrten zum Arzt. Bei fortgeschrittener Demenzerkrankung und damit einhergehender Orientierungslosigkeit und Zunahme der Pflegebedürftigkeit können die Voraussetzungen für das Merkzeichen „H" im Schwerbehindertenausweis gegeben sein.
Wichtig: Vor Fahrtantritt muss die medizinische Notwendigkeit und die Art des Transportmittels (Krankentransport, Rettungswagen oder Taxi) vom behandelnden Arzt bescheinigt werden. Der Arzt stellt eine entsprechende Verordnung für den Transport aus, die an die Krankenkasse geschickt wird. Die Krankenkasse muss die Kostenübernahme vorab schriftlich bestätigten, erst dann kann der Krankentransport in Anspruch genommen werden.
Sprechen Sie den Arzt schon bei der Terminvereinbarung auf die Notwendigkeit eines Krankentransportes an.




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