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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Stundenweise Verhinderungspflege
12.06.2018 | 20:14
DerSchwapau

Sehr geehrte Frau Spengemann,
vielen Dank für die nochmalige Antwort...

Ich finde es einfach traurig und auch absolut fahrlässig, wie gerade die Barmer das Thema private Pflege und Unterstützung der Pflegepersonen mit einem Widerspruch sowas von missbraucht.
Es geht eigentlich hier auch um keine großen Summen, denn meine Frau kommt ja auch schnell auf den max. Betrag von 817,50 € - also nach Regelung der Barmer nach 42 Einsatztagen - im Schnitt unterstützt mich meine Frau an 6 Tagen im Monat, so wäre theoretisch nach 6 -7 Monaten das Budget erreicht. Natürlich hilft sie auch noch weiterhin, aber halt ohne Bezahlung.

Gestern war das Thema bei "Hart aber Fair", gerade die private Pflege und deren Anerkennung von Kindern und sonstigen Personen.

Die Barmer bzw. die Rechtsvorgängerin der Deutschen BKK hat diese Vorgehensweise auch schon gezeigt, dort hatte ich dann aber dann später einen Sachbearbeiter, der das dann korrekterweise wie Sie es auch sehen abgerechnet hat - nach einem langen und steinigen Weg der Anrufe, Schreiben, E-Mails usw...

Ist es auch nicht so, dass man in 2016 gerade wegen dem Verhalten der Deutschen BKK, in diesem Jahr die VH-Pflege für zwei komplette Jahre, also 2015 und 2016, beantragen konnte...?
Anscheinend weil die Deutsche BKK hier rechtsmissbräuchlich die Antrage abgelehnt hatte...

Dies führt die Barmer jetzt weiter und "demütigt" die wichtigen Pflegepersonen aus dem nähren Verwandtenverhältnis mit einem Tagessatz von 19,46 € (817,50:42 Tage) !!!

Ich werde die Klage einreichen oder ggf. einen Anwalt hinzuziehen - das muss ich noch für mich entscheiden. Traurig ist aber, dass in diesem Falle mit Sicherheit mehr als 90 % der Fälle ggf. noch einen Widerspruch aber niemals eine Klage durchführen würden.

Die Vorgehensweise der Barmer gehört verboten und hier müssten einmal diese Personen auch bei nachgewiesener Rechtswidrigkeit und negativer Auslegung des Gesetzes hart bestraft werden - ersatzweise der Vorstand der Kranken- bzw. Pflegekassen...

Herr Spahn redet zwar viel und versucht Dinge auf den Weg zu geben, aber in der Praxis wird sich leider nicht viel ändern...
Bei Hart aber Fair kam auch der Hinweis, dass Pflegebedürftige ohne eine Rechtsbeistand keine notwendigen Leistungen erhalten - jedenfalls nur wenig, bei denen die Pflegekasse Zugeständnisse macht...

Schöne Grüße

10.01.2019 | 22:08
rvs3000

Guten Tag Herr Schwapau,

Ich mache jetzt genau das gleiche mit der Barmer durch, wie Sie. Barmer will einfach die stundenweise Verhinderungspflege nicht anerkennen und rechnet knallhart 1/42 weiter ab (egal was man einreicjt).

Waren Sie mit der Klage gegen Barmer erfolgreich? Hat die Barmer gfs. nachgelassen und doch nachgezahlt?

Mit freundlichem Gruß
Daniel

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 10.01.2019 um 22:10.]

10.01.2019 | 22:46
DerSchwapau

Hallo Daniel,
ich habe nicht geklagt und das obwohl die Regelung eindeutig ist, also dass der vereinbarte Stundensatz bei einer VH-Pflege (unter 8 Stunden) gezahlt werden muss.
Die Barmer ist da stur geblieben...
Da ich aber sowieso über den 1,5 fachen Satz gekommen bin, war es mir auch egal.
Ich habe mich dann bei BVamt noch beschwert - aber die haben überhaupt keine Ahnung und argumentieren frei der Schnauze der Barmer nach.

Man könnte hier klagen, aber das bringt außer Nerven und Zeit nicht viel.

Bei mir war es ja dann auch so, dass ich mit den Stunden auch nach der Berechnung der Barmer nach ca. 9 Monaten auf die Höchstsumme gekommen bin - mit der Berechnung nach dem Stundensatz, wäre die Höchstgrenze halt früher erreicht worden...

Ich hoffe ich konnte helfen ?

MfG
Der Schwapau

10.01.2019 | 23:07
Dementus

Hallo Herr Schwapau,

das was die Barmer mit Ihnen macht ist hanebüchen. Meine AOK führt das Verfahren der Verhinderungspflege durch Angehörige so wie von Frau Spengemann beschrieben einwandfrei und ohne Probleme durch. Auch mit 11 € die Stunde. Im Gegenteil, habe sogar noch den Rat erhalten, wie ich es richtig machen soll.

Wenn´s Ihnen hilft, denken Sie über einen Kassenwechsel bei nächster Gelegenheit nach.

Liebe Grüße

Dementus



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