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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Bekannter im Heim
22.07.2020 | 18:28
Ziska

Hallo Herr Hamborg
Jetzt hätte das
Kompetenzzentrum ihn auch für eine kurzzeitpflege in Betracht gezogen, damit man sehen kann ob es passt.
Nur er möchte nicht rein auf einmal. In dem Punkt ist die Vergesslichkeit wie weggeblasen. Er brabbelt immer wieder vor sich hin da komm ich nicht mehr raus.
Steigert sich da richtig rein und glaubt auch nicht dass er dann wieder heim darf. Wir wollen ihn abschieben etc.
Gestern meinte er Henkersmahlzeit. Wir hatten Angst dass er durchgeht. Und wieder psychotisch reagiert.
Eigentlich möchte ich den Termin am 4. 8. NIcht absagen, denn dann krieg ich so schnell nix mehr.
Ich meine so verschlechtert sich sein Zustand. Am 27. hat er Termin beim Neurologen.
Der sozialpsychiatrische Dienst im Krankenhaus meinte wenn ich diesen Platz nicht nehme krieg ich nie mehr einen. Aber gegen seinen Willen in den offenen Bereich?
Das kann doch auch nicht gut gehen.
Das Heim meinte ich solle ihm was von Urlaub erzählen aber er ist ja immer dabei. Das glaubt er nicht. Mit den Hausarzt habe ich besprochen dass wir kleine Schritte gehen vielleicht bis Weihnachten schauen nur die Kurzzeitpflege wäre eine Entlastung und
Für ihn vielleicht gar nicht so schlimm.
Gestern kam im Fernsehen ein Beitrag über Demenzkranke und Musik.
Seine Aussage dazu war " da sind nur alte Leute".
Oh je

25.07.2020 | 10:50
martinhamborg

Hallo Ziska, es ist eine sehr schwierige Situation, da sich Ihr Bekannter immer mehr in seine Sorgen hineinsteigert und die Entscheidung ja auch richtig ist.
Wenn es irgend geht, bleiben Sie bitte klar und überfordern ihn nicht mit zu vielen Argumenten.
Die Demenz macht es erforderlich, dass Sie es immer wiederholen müssen und die Psychose braucht die gleiche freundliche Reaktion in einer guten Beziehung.

Vielleicht helfen folgenden Sätze:
"Ich nehme Deine Sorgen ernst, ich habe sie wirklich gehört .... Alles hat seine Zeit ... Wir alle wollen, dass wir hier gut zusammenleben ... die Klinik hat ganz klar gesagt, dass es Dir dafür besser gehen muss ... der Aufenthalt ist wie eine Kur für ältere Menschen ... Du hast es in der Hand ... wenn Du gut mitmachst hast Du eine Chance ... wir stehen Dir immer bei, aber Du muss Deinen Teil leisten ... Du bist uns immer ein willkommener Gast - aber Du weißt auch Gäste haben Pflichten..."

Vielleicht ist etwas dabei, was für diese schwere Zeit passt. Ihr Martin Hamborg



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