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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Alltagsbegleiterin
20.06.2011 | 13:07
Monika1

Sehr geehrtes Moderatorenteam!Ich bin seit dem 4.6.11 zertifizierte Alltagsbegleiterin und möchte/muß mich selbständig machen, indem ich Senioren mit eingeschränkter Gesundheit und deren Angehörigen meine Unterstützung anbiete. Dabei habe ich natürlich den fin. Ramen im Auge, damit wir alle zurecht kommen.
Wie und in welchem Umfang kann meine Leistung von den Angehörigen oder Betroffenen bei der Pflegekasse eingereicht werden? Ich wäre Ihnen sehr dankbar für eine Antwort. Viele Grüße Monika

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 20.06.2011 um 13:33.]

20.06.2011 | 14:23
renategascho

Sehr geehrte Monika1,
mit Alltagsbegleitungen haben wir noch gar keine Erfahrungen gesammelt. Wir bitten daher um etwas Geduld, da wir uns selbst noch fachkundig machen müssen.
Mit freundlichen Grüßen
R. Gascho

22.06.2011 | 13:53
birgitspengemann

Sehr geehrte Monika1,
damit die Angehörigen Demenzkranker die von Ihnen erbrachten Betreuungsleistungen von der jeweiligen Pflegekasse erstattet bekommen, muss Ihr Angebot als niedrigschwellige Betreuungsleistung anerkannt sein.

Die Anerkennung bewirkt die Aufnahme in das Verzeichnis der anerkannten niedrigschwelligen Angebote und ermöglicht die Erbringung von Betreuungsleistung nach §45b, Absatz 1, Satz 6, Nr. 4 SGB XI.

Seit April 2011 ist für das Anerkennungsverfahren jedes einzelne Bundesland verantwortlich, das bedeutet, dass es regionale Unterschiede bei den Voraussetzungen für die Anerkennung geben kann. In Berlin zum Beispiel wird das Anerkennungsverfahren durch die Pflegebetreuungsverordnung (PBetreuVO) geregelt oder in Niedersachsen durch die Verordnung zur Anerkennung von niedrigschwelligen Betreuungsangeboten nach § 45 SGB XI (AnerkVO-SGB XI).
Soweit ich weiß, gibt es noch nicht in allen Bundesländern entsprechende Verordnungen.

Grundsätzlich sollen vorrangig Projekte gefördert werden, die das ehrenamtliche Engagement unterstützen, also Helfer/innen einsetzen, die unter fachlicher Anleitung und kontinuierlicher Begleitung tätig sind. In einigen Bundesländern ist in der jeweiligen Verordnung für die Anerkennung des Betreuungsangebotes auch „Einzelbetreuung durch anerkannte Helfer“ aufgeführt.

Die Anerkennung ist schriftlich unter Angabe einer Konzeptgliederung bei der für das Sozialwesen zuständigen Verwaltung zu beantragen. In Berlin zum Beispiel ist das die Senatsverwaltung für Integration, Arbeit und Soziales oder in Niedersachsen die Landesvereinigung für Gesundheit.

Sie müssten sich bei der zuständigen Sozialverwaltung Ihres Bundeslandes oder Landeskreises danach erkundigen, wie dort das Anerkennungsverfahren geregelt ist und ob Sie mit Ihrem Angebot dort eine Anerkennung bekommen können. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg für die Umsetzung Ihrer Berufswünsche.


Mit freundlichem Gruß
Birgit Spengemann



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