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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Einzel- oder Zweibettzimmer im Pflegeheim
07.01.2019 | 09:34
TochtereinesKranken

Mein Vater ist schwer dement, nicht mehr orientiert, erkennt teilweise Angehörige nicht, sitzt im Rollstuhl. Seit kurzem ist er im Pflegeheim, derzeit noch in Kurzzeitpflege. Meine Mutter wünscht sich für ihn ein Einzelzimmer, damit sie mit ihm alleine sein kann, wenn sie ihn besucht. Ich bin mir nicht sicher, ob es für ihn nicht beruhigend ist, eine zweite Person im Raum zu hören oder spüren, wenn er orientierungslos ist - vor allem mit der Perspektive, dass er vielleicht bald nicht mehr am Geschehen im Aufenthaltsraum teilnehmen kann. Was raten Fachleute?

07.01.2019 | 14:57
klauspawletko

Hallo TochtereinesKranken,
das låsst sich leider nicht pauschal beantworten. Ein Mitbewohner kann im Glücksfall viele gute Auswirkungen auf den Zustand und das Empfinden eines Demenzkranken haben. Die Wahrscheinlichkeit, dass es die Lebenssituation verschlimmert, ist aber mindestens genau so groß- zumal der/die Mitbewohnerin auch an Demenz erkrankt sein wird. Zudem ist die Gefahr eines Wechsels (Auch mehrfach!) Immer gegeben.
Ein gutes Heim hat ein tagesstrukturierendes Angebot fūr Demenzkranke, so dass die Gefahr der Isolation eigentlich nicht bestehen dürfte.
Die Möglichkeit für Ihre Mutter, mit Ihrem Vater eine intime Atmosphäre haben zu können, ist meines Erachtens höher einzuschätzen als mögliche Vorteile eines Doppelzimmers.
Beste Grüße von Klaus Pawletko

07.01.2019 | 15:13
TochtereinesKranken

Danke für die differenzierte Antwort!



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