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Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte"

Bild: Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte" Im Laufe einer Demenz ändern sich Kommunikationsfähigkeit und Verhaltensweisen. Das ist für alle Beteiligten oft belastend. Der Wegweiser Demenz hat zwei Experten auf diesem Gebiet als Moderatoren für das Internetforum gewonnen: Jochen Gust hat als Altenpfleger Menschen mit Demenz betreut. Heute schult er unter anderem Klinikpersonal im Umgang mit Demenzkranken, berät Angehörige und schreibt Bücher. Dr. Svenja Sachweh bietet Kommunikationstrainings für Pflegepersonen an und ist Autorin diverser Lehr- und Ratgeberbücher zur Verständigung mit Demenzkranken.

Autor Lügen und vertuschen
07.01.2019 | 15:25
Bennod

Hallo zusammen, mein Vater (87)hat Pflegegrad 3 - Kam nach Klinik (Nierenversagen/Blutvergiftung) in die REHA -Von dort in eine Kurzzeitpflege - In einem Seniorenheim stehen beide an 1. Stelle, wenn etwas frei wird - Beide waren damit einverstanden - Auf drängen beider ging es von der Kurzzeitpflege zurück ins eigene Haus - Mit Pflegekasse, Krankenkasse, Sozialdienst wurde alles abgesprochen und schnell noch einen Treppenlift einbauen lassen - Vater wird zunehmend verwirrter und die Mutter (84) lügt und vertuscht wie es um ihn steht - Jetzt hat sie uns eröffnet, dass sie, wenn etwas frei wird nicht mehr in die Seniorenwohnung einziehen, da sie ihn ja pflegt - Die Wohnsituation war und ist nicht mehr gegeben - Altes Haus, Wohnung oben und Bad unten - Sie selbst ist zunehmend verwirrt, vergisst Sachen und fängt an, alles willkürlich ändern zu wollen - Sie verdreht uns das Wort im Mund - Vater ist auf Betreuung angewiesen, es geht ihr nicht in den Kopf was ist wenn sie krank wird - Wir alle arbeiten - Hoffe auf Rat.

09.01.2019 | 09:01
jochengust

Hallo Bennod,

eine zunehmende Verwirrtheit gehört zunächst in die Hände eines Arztes zu entsprechenden Untersuchungen, was diese auslöst. Oder ist / sind bei beiden eine Demenz bereits diagnostiziert?

Grundsätzlich ist der Wille Ihres Vaters und Ihrer Frau Mutter ernst zu nehmen. Sie können natürlich versuchen zu überzeugen, dass sie im Pflegeheim besser aufgehoben und umsorgt sind. Es ist ratsam, die Vorteile (immer wieder) aufzuzeigen. Manchmal hilft auch der "Auftritt" einer "Autoritätsperson" wie z.B. der eindringliche Rat des Hausarztes. Aber gegen den ausdrücklichen Willen kann man erst einmal nicht einfach jemanden ins Pflegeheim bringen. Auch nicht im Hinblick darauf, "was ist wenn....?". Da muss schon etwas Konkretes vorliegen.
Anders verhält es sich, wenn Sie die rechtliche Betreuung inklusive dem Aufenthaltsbestimmungsrecht inne haben. Dann können Sie anders vorgehen. Falls keine Betreuung geregelt ist, können Sie dies beim örtlichen Gericht (am Amtsgericht angesiedelt) initiieren.
Problematisch ist im Rahmen einer Demenz, wenn der / die Betroffene nicht (mehr) ausreichend einsichtsfähig ist in seine eigene Situation. Einen Ratgeber zum Thema finden Sie z.B. hier: https://www.eva-stuttgart.de/fileadmin/Redaktion/2_unsere_angebote/im_alter/alzheimer_beratung/Umzug_ins_Pflegeheim.pdf

In unserem "Nachbarforum" (Wohnen, Betreuung und Pflege) hier im Wegweiser finden Sie auch beispielsweise einen entsprechenden Thread: https://www.wegweiser-demenz.de/weblog-und-forum/rat-im-internetforum.html?tx_mmforum_pi1%5Baction%5D=list_post&tx_mmforum_pi1%5Btid%5D=694&tx_mmforum_pi1%5Bfid%5D=4&tx_mmforum_pi1%5Bpid%5D=seite

Es grüßt Sie

Jochen Gust



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