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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Demenz
08.02.2019 | 09:36
Liane123

Guten Tag!

Wir haben in den letzten Wochen Schreckliches erlebt. Mein Vater, 80 Jahre alt, hatte einen plötzlichen leichten Herzinfarkt, mit welchem er ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Dort sollte ihm ein Herzkatheter gemacht werden. Ihm gings sehr gut, war normal ansprechbar und wir dachten, dass er schnell wieder zu Hause sein wird. Er blieb über Nacht im Krankenhaus, wo ich ihm an nächsten Vormittag noch besuchte, wir unterhielten uns normal und ich ging mit guten Gefühl nach Hause.
Am Nachmittag erhielt ich den Anruf, dass sich mein Vater sehr unruhig verhält, woraufhin ich ins Krankenhaus fuhr. Seit diesem Tag ist mein Vater nicht mehr richtig ansprechbar, wurde am Bett fixiert und die Ärzte meinen es wäre ein Demenzschub. Er wird jetzt sediert, bis er sich beruhigt hat und man ihm einen Katheter legen kann. Dieser Zustand dauert aber mittlerweile eine Woche an. Die Ärzte meinen, wir sollen uns keine Sorgen machen, aber natürlich ist das leichter gesagt als getan. Ist es möglich, dass eine so heftige Demenz so schnell eintreten kann?

11.02.2019 | 07:36
Jutta60

Hallo Liane,
manches in Ihrem Bereicht kommt mir bekannt vor. Bei meiner Mutter verschlechterte sich die Demenz bei jedem Krankenhausaufenthalt massiv. Was mich aber nicht recht überzeugt ist, dass die Ärzte eine so schnelle Diagnose stellen können. Es gibt doch andere Krankheitsbilder, z.B. ein Delir, das die beschriebenen Symptome zeigt. Ist denn bei Ihrem Vater bereits im Vorfeld eine Demenz festgestellt worden, die sich nun verschlechtert hat? Auch die Aussage: machen sie sich keine Sorgen ... was soll das denn? Ich habe bei meiner Mutter im Krankenhaus immer versucht, dass wenigstens ein Neurologe hinzugezogen wurde. Auch wenn sie mit gebrochenem Arm auf einer normalen Station lag. Ist das bei Ihrem Vater so geschehen? Ansonsten würde ich darauf dringen. Ich bin kein Arzt, nur Angehörige und ich möchte auch nicht Ihr Vertrauen irgendwie mindern. Aber wenn Sie sich mit solchen Floskeln abspeisen lassen müssen, dann macht mich das wütend, weil ich es auch so erleben musste. Wir wissen ja, dass wir alte u kranke Eltern haben. Aber wenn man später das Gefühl haben muss, dass man nicht genug getan hat, nicht genug gefragt hat, das tut mir heute noch weh. Versuchen Sie, eine fundierte Diagnose zu bekommen. Wahrscheinlich ist das im KH leichter, als wenn Sie erst einen niedergelassenen Neurologen suchen müssen. Eine solche Diagnose bedeutet nicht nur für Ihren Vater einen großen Einschnitt. Ich wünsche Ihnen und Ihrem Vater alles Gute!

12.02.2019 | 17:11
elmarkaiser

Sehr geehrte Fragenstellerin,

Vieles spricht für ein sogenanntes Delir. Das ist ein Zustandsbild, das mit unterschiedlichsten kognitiven Störungen und Symptomen bis hin zu Wahnphänomenen einhergehen kann. Definitionsgemäß ist ein Delir zeitlich begrenzt und lässt sich meist medikamentös gut behandeln. Ältere Menschen - auch ohne Demenzerkrankung - erleiden häufig nach Operationen, durch Medikamentenüberdosierungen oder im Rahmen von Infekten und Streß ein solches Delir. Die meisten Kliniken verfügen über einen Konsilpsychiater / Neurologen, dessen Aufgabe darin besteht, in nicht - psychiatrischen Abteilungen Vorschläge zur adäquaten Therapie eines solchen Delirs zu machen (z.B. für Patienten in der Chirurgie). Fragen Sie den behandelnden Arzt nach dieser Option.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser

15.02.2019 | 16:20
Liane123

Vielen Dank für eure Antworten! In den letzten Tagen ist viel passiert. Mein Vater wurde aufgrund einer Blutung in den Tiefschlaf versetzt und wird seit vorgestern wieder aufgeweckt. Er reagiert mittlerweile auf Ansprache ist aber noch nicht ganz wach bzw. öffnet die Augen noch nicht.
Aufgrund des Tiefschlafes wurde er auf eine andere Station verlegt, wo uns die Ärzte bessere Auskunft geben.

Wir vermuten auch ein Delir, da zuvor keine Demenz diagnostiziert wurde. Ich denke, man muss sich selbst viel informieren, um den ganzen Vorgang im Krankenhaus überblicken zu können.

Interessant war auch, dass das Sedierungsmittel letzten Freitag ausgetauscht wurde und mein Vater plötzlich wieder ansprechbar war bzw. auf Fragen reagiert hat (kurz bevor die Blutung begann). Ich denke, dass auch dieses Mittel dazu beigetragen hat.

Auf der neuen Station wurde jetzt auch ein zwischenzeitlicher Schlaganfall ausgeschlossen. Körperliche Werte sind alle in Ordnung.

Jetzt heißt es einmal abwarten, die Ärzte haben uns aber gewarnt, dass er wahrscheinlich in den nächsten Tagen sehr verwirrt sein wird und eventuell wieder in diesen Zustand verfällt. Wir hoffen das Beste!!

Liebe Grüße



17.03.2019 | 08:50
Pablo

Meine Frau ist 54 Jahre alt und hat Alzheimer se ist alles sehr traurig kruz gedächtnis ist komplett weg ich bin alleine hier die Familie kumer sich nicht und ich ich will bei ihr sein habe immer schlechte gewissen wenn ich sie alleine lasse es tut mir sehr leid das alles.
Verzeihung ich schreibe sehr schlecht Deutsch
Liebe Grüße
Pablo aus Hamburg

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 17.03.2019 um 08:52.]



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