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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor MDK
19.02.2019 | 07:37
Andydreas

Hallo zusammen,
ich habe mal eine kurze fachliche Frage. Ist ein MDK-Gutachten, das die Pflegestufe, bzw. den Pflegegrad festlegt einer ärztlichen Untersuchung durch einen Facharzt gleichzusetzen ?
Es war ja eine sehr ausführliche Untersuchung durch die Mitarbeiterin des MDK. Erst bekamen wir die Pflegstufe 0, dann automatisch den Pflegegrad 2.
Als ich vor ca. 2 Jahren eine Erhöhung des Pflegegrades beantragt habe wurde wieder eine genaue Befragung vorgenommen. Die Mitarbeiterin signalisierte zwar während der Befragung einen positiven Bescheid, dieser war dann jedoch schlussendlich negativ. Ich hatte dann Widerspruch eingelegt, der aber nach einer erneuten ausführlichen Befragung abgelehnt wurde. Es fehlten wenige Punkte. Ich hatte mich kurz an den SOVN vor Ort mit der Bitte um rechtliche Beratung gewandt. Die Anwältin hat mir jedoch von einer Klage abgeraten, da das für meine Mutter zu belastend sein.
Es geht mir vor allem um die Feststellung und ggf. Diagnose der Demenz.
Der finanzielle Aspekt bezieht sich mehr auf meine Rentenversicherung, da ich für die Betreuung meiner Mutter meine Arbeitszeit reduziert habe.

Vielen Dank

21.02.2019 | 14:15
birgitspengemann

Hallo Andydreas,

die Gutachter des MDK sind in der Regel Pflegefachkräfte mit einer Zusatzqualifikation für die Begutachtung nach dem Pflegeversicherungsgesetz. Selten werden die Begutachtungen noch von Ärzten vorgenommen. Die Begutachtung dient nicht der Diagnostik von Krankheiten, sondern der Feststellung einer Pflegebedürftigkeit und dem Umfang des Hilfe- bzw. Unterstützungsbedarfes.

Wenn Sie also das Vorliegen einer Demenzerkrankung bei Ihrer Mutter geltend machen wollen, muss die Diagnose durch einen niedergelassenen Facharzt (Neurologe/Psychiater) oder einer entsprechenden Fachambulanz (Gedächtnissprechstunden in Krankenhäusern) gestellt werden. Die Ergebnisse der medizinischen Untersuchungen und Beschreibungen der kognitiven Einschränkungen durch die untersuchenden Ärzte sollte dann von dem MDK-Gutachter berücksichtigt werden.

Mit freundlichem Gruß
Birgit Spengemann



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