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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Anspruch auf Pflegebett
04.03.2019 | 10:51
Jamaikaente

Guten Tag,
meine Mutter lebt seit knapp 2 Jahren in einer Demenz-WG. Vor zwei Jahren haben wir versucht, über die Pflegekasse ein Pflegebett für meine Mutter zu bekommen. Das wurde vor zwei Jahren abgelehnt, da die Pflegekasse der Ansicht war, dass so ein Bett nicht nötig wäre. Daraufhin haben wir ein Pflegebett für zwei Jahre gemietet.
Inzwischen hat sich der Zustand meiner Mutter gravierend verschlechtert - seit Januar 2019 ist sie von Pflegegrad 2 auf Pflegegrad 4 hochgestuft worden. Sie ist inzwischen teilweise inkontinent und benötigt Hilfe und Pflege, die auch teilweise im Bett vollzogen wird. Natürlich ist sie nicht komplett bettlägrig. Im Zuge der Höherstufung haben wir erneut die Kostenübernahme für ein Pflegebett beantragt und leider wieder eine Ablehnung erhalten mit dem Hinweis ein seniorengerechtes Bett wäre ausreichend. Hat jemand Erfahrung in einem ähnlichen Fall und lohnt sich ein erneuter Widerspruch bei der Pflegekasse? Der Gutachter vom MDK hat das Pflegebett überhaupt nicht in Frage gestellt. Ich habe eher den Eindruck, dass die Pflegekasse hier einfach nur Geld einsparen will.
Danke für eine kurze Rückmeldung.

05.03.2019 | 13:46
renategascho

Guten Tag,
ein Pflegebett ist ein sogenanntes Pflegehilfsmittel. Es dient der Erleichterung der Pflege, es kann zur Linderung von Beschwerden des Pflegebedürftigen beitragen oder auch dem Pflegebedürftigen eine selbstständigere Lebensführung ermöglichen. Ein Widerspruch in Ihrem geschilderten Fall ist dringend anzuraten. Lassen Sie sich eine sogenannte Verordnung für ein Pflegebett vom Arzt Ihrer Mutter ausstellen und auch vom Pflegedienst eine Empfehlung aus der die Notwendigkeit eines solchen Bettes hervorgeht. Bei etwaigen Formulierungsunsicherheiten bezüglich des Widerspruches kann der Pflegedienst oder eine entsprechende Beratungsstelle helfen. Viel Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
R. Gascho



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