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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Diagnose vaskuläre Demenz?
18.03.2019 | 18:48
monikamenzel

Guten Tag,
ich wende mich heute mit folgender Frage an Sie:
nachdem mein 84jähriger Vater kurzzeitig auf einem Auge blind war (ca. 10 Minuten), wurde er vom Augenarzt zur Abklärung ins Krankenhaus überwiesen und dort gründlich durchgecheckt. U.a. wurde auch die MRT angewandt. Im Entlassungbericht schreiben die Ärzte nun, sie hätten eine "ausgeprägte vaskuläre Enzephalopathie" gesehen, und zwar "im periventrikulären supratentoriellen Marklager". Ansonsten schien alles unauffällig und in Ordnung. Kann diese Formulierung ein Hinweis auf eine beginnende oder zumindest wahrscheinliche vaskuläre Demenz sein? Vielen Dank für Ihre Hilfe!

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 18.03.2019 um 18:49.]

18.03.2019 | 22:18
marclaesser

Sehr geehrte Fragenstellerin,

im höheren Lebensalter ist eine vaskuläre Enzephalopathie kein seltener Zufallsbefund, häufig auch ohne unmittelbar wirklich symptomatisch zu werden. Dennoch sind solchen Veränderungen als krankheitswertig anzusehen und es bedarf auf jeden Fall einer noch nachdrücklicheren Behandlung der die Gefäße schädigenden Grunderkrankung. Die Behandlung vaskulärer Risikofaktoren kann das Fortschreiten der vaskulären Schädigungen und somit in weiterer Folge auch einen möglichen Übergang in eine vaskuläre Demenz verzögern bzw. verlangsamen. Die Diagnose einer beginnenden vaskulären Demenz wir in der Regel auch erst dann gestellt, wenn ein Verlust geistiger Fähigkeiten nachweisbar ist und sich deutliche Einschränkungen in der Alltagsbewältigung zeigen.

Ihnen und Ihrem Vater vorerst alles Gute,

freundliche Grüsse,

Marc M . Lässer

19.03.2019 | 14:22
monikamenzel

Sehr geehrter Herr Dr. Lässer, vielen Dank für Ihre schnelle Antwort, die mir den ersten Schrecken genommen hat. Die Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen werden behandelt, und ich hoffe sehr, dass mein Vater noch einige Jahre ein "normales" Leben führen kann.
Mit freundlichem Gruß
M. Menzel-Oortmann



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