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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Alzheimer heratibilität
01.06.2019 | 17:26
Bayern03

Ich habe diese Frage bereits gestellt, allerdings ist es mir wichtig das ich Klarheit habe und deswegen wollte ich sie fragen ob sie wissen was genau mit heritabilität gemeint ist, denn ich hab gehört die Heritabilität bei Alzheimer soll um die 70% sein und bei der frühen Alzheimer Form sogar über 90% ist damit auch gemeint das die erbwahrscheinlichkeit dementsprechend hoch ist, denn dort stand ebenfalls das die Konkordanz der Nachkommen nur 10% ist und unter Geschwistern 10-30% könnten sie mir die Begriffe erklären?

01.06.2019 | 20:44
elmarkaiser

Sehr geehrter Fragensteller,


Heritabilität bezeichnet als Begriff ein Maß für die Erblichkeit von bestimmten Eigenschaften (z.B. biologische). Der Begriff ist somit nicht exakt identisch mit dem Begriff der Erbwahrscheinlichkeit, etwa für bestimmte Erkrankungen.
Heritabilität läßt sich in statistischen Modellen unter Einbeziehung verschiedener Faktoren grundsätzlich berechnen. Bei der Alzheimer-Demenz ist dies jedoch meines Wissens aufgrund der immer noch nicht klaren Pathogenese (Entstehung) der Erkrankung sehr ungenau, da auch die krankheitsrelevanten Faktoren sehr variabel bzw. noch nicht vollständig bekannt sind.

Konkordanz kommt von lateinisch concordare (übereinstimmen). In der Genetik bezeichnet es die Identität von 2 Partnern (beim Menschen z.B. von Zwillingen) in Bezug auf quantitativ oder qualitativ erfassbare Eigenschaften oder Merkmale. Ein Beispiel sind die Haar- oder Augenfarbe.

Weitergehende Einschätzungen Ihres individuellen Erkrankungsrisikos kann ich in diesem Forum leider nicht treffen. Über eine Gedächtnisambulanz könnten Sie aber bei Bedarf ggfs. eine humangenetische Beratung durchführen lassen, die Ihnen weitere Klarheit verschafft.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser

01.06.2019 | 22:14
Bayern03

Danke für die Antwort, wenn dort steht die Heritabilität beträgt 70%, bedeutet dies nicht das die Krankheit zu 70% weitervererbt wird, dass wäre ja dann höher als bei der autosomal dominanter Form oder nicht?

07.06.2019 | 10:08
elmarkaiser

Sehr geehrter Fragensteller,

Heritabilität ist ein Maß für die Erblichkeit bestimmter Eigenschaften, was nicht exakt gleichbedeutend ist mit dem Begriff der Erbwahrscheinlichkeit, z.B. bei autosomal dominanten Erbgängen. Näheres dazu finden Sie beispielsweise auch im Internet, z.B. bereits unter Wikipedia. Danke für Ihr Verständnis.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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