Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor uneinsichtig und unbehlehrbar
02.07.2019 | 15:05
Ulili

Hallo.
Ich bin verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Weg. Meine Mutter, 76, wird in den letzten 2 Jahren sichtbar verwirrter. Es begann mit schweren Wortfindungsstörungen, Ängsten und großem Misstrauen allen Menschen und Institutionen gegenüber. Dann kam Vergessen von Namen, Daten und Begebenheiten. Inzwischen ist sie auch teilweise zeitlich desorientiert und hat wahnhafte Gedanken. Sie kann Traum und Wachzustand nicht mehr auseinander halten.
Das große Problem aber ist, dass sie keinen Hausarzt hat und auch keinem Arzt vertraut. Sie nimmt die Realität nicht wahr und wenn man sie vorsichtig darauf aufmerksam macht, reagiert sie böse. Sie meint, man möchte sie für verrückt erklären um an ihr Geld zu kommen. Sie verweigert strickt jede Vorsorge, Patientenverfügung oder Vollmachten. Sie führt aber ein Inkasso-Unternehmen !! Dieses führt sie allein, hat also keine Mitarbeiter, die Fehler finden oder abwenden könnten.
Ich darf ihr nicht helfen, weil ich ja nur an ihr Geld will. Sie lebt allein und hat nur mich als einzige Verwandte.
Nebenbei erwähnt hatte sie vor 7 Jahren Darmkrebs und vor 2 Jahren Darmverschluss. Sie verträgt ganz wenige Lebensmittel aber sie sucht keinen Arzt auf.
Meine Frage: wo gibt es Beratungsstellen für Angehörige wie mich, wo ich mich hinwenden kann und wo ich Handlungsmöglichkeiten erfahren kann?
Ich habe mich schon an ihre Krankenkasse und ihren Steuerberater gewandt, aber beide dürfen mir keine Auskunft erteilen und beide Stellen haben auch keine 'Befugnis zu handeln, wenn ihre Kundschaft verwirrt ist.
Versteht mich wer? Und weiß jemand Hilfe im niederbayrischen passauer Umland?

Danke fürs lesen!

07.07.2019 | 08:46
elmarkaiser

Sehr geehrte Fragenstellerin,

ich empfehle Ihnen in dieser Situation die Kontaktaufnahme mit dem zuständigen Amtsarzt (Gesundheitsamt) des Wohnortes Ihrer Mutter. Ein Amtsarzt ist in bestimmten Fällen berechtigt, eine medizinische Untersuchung anzuordnen, um die Ursache der Auffälligkeiten abzuklären und angemessene therapeutische Maßnahmen einzuleiten. In diesem Zusammenhang wird meist auch die Frage nach einer gesetzlichen Betreuung der betroffenen Person zu klären sein.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker