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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Krampanfälle
08.07.2019 | 20:58
Bayern03

Guten Tag,
Meine Oma hat eine wahrscheinliche Alzheimer Demenz. Seid einiger Zeit hat sie oft krampanfälle und reißt dabei die Augen weitauf und gibt laute von sich wie zum bespielen schreie oder sie stöhnt als hätte sie schmerzen. Meine Familie denkt es liegt an den Nebenwirkungen der Medikamente, aber könnte es auch psychisch bedingt sein und wäre dies typisch für eine Alzheimer Demenz? Sie hat ebenfalls viele Vaskuläre Erkrankungen zb. Diabetes könnte es eventuell auch daran liegen? Ich frage mich ob dies typisch für eine Demenz ist und ob man sich sorgen machen muss.

08.07.2019 | 22:31
marclaesser

Sehr geehrter Fragensteller,

ohne genaue Kenntnis der Befundlage und der Krankengeschichte ist es schwierig die von Ihnen genannten Verhaltensauffälligkeiten richtig einzuordnen. Epileptische Anfälle sind z.B. bei einer Alzheimer-Demenz eher seltener, jedoch nicht unmöglich, bei einer Mischdemenz mit auch nachweisbaren vaskulären Schädigungen unter Umständen durchaus eine häufigere Erscheinung. Auch eine psychische Ursache ist bei einem solchen Anfall grundsätzlich nie ausschliessbar, eine tolerierbare Nebenwirkung eines Medikamentes scheinen solche Anfälle aber eher nicht zu sein.

Wir raten auf jedem Fall diese Anfälle mit dem behandelnden Arzt/Ärztin zu besprechen, damit ggf. notwendige diagnostische und therapeutische Maßnahmen veranlasst werden können.

Alles gute und freundliche Grüße,

Marc M. Lässer

09.07.2019 | 21:49
Bayern03

Danke für die Antwort, wir haben uns nochmal das EEG von damals angeschaut, wo drauf stand dass keine Anzeichen für eine erhöhte cerebrale Anfallsbereitschaft vorhanden sind und der diabetologe meinte, dass Diabetes ebenfalls Krampfanfälle auslösen kann. Da sie früher( vor ihrer Demenz) diese Anfälle noch nicht hatte frag ich mich, ob es sein könnte dass Diabetes und eine Demenz das Anfalls Risiko noch stärker erhöhen wenn beide Krankheiten vorhanden sind.



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