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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Aufenthalt nach Krankenhaus
10.07.2019 | 12:05
Cheerie

Hallo, ich bin froh das ich dieses Forums gefunden habe und vielleicht hier einen Ratschlag zu bekommen.Mein Mann ist 61 Jahre alt und Alkoholkrank. Er war viele Jahre nicht bei einem Arzt.Bis zu 10 Flaschen Bier trinkt er täglich.Vor 2 Wochen bekam er Schmerzen in den Beinen und konnte nur schlecht laufen.Danach ist er mehrmals in der Wohnung gestürzt.Mit Mühe und Not brachte ich ihn zum Arzt und er bekam die Einweisung ins Krankenhaus. Die Diagnose dort hieß das er Zuckerkrank ist und in den Beinen und im Kopf Nerven geschädigt sind, darum kann er schlecht laufen.Die Nervenkrankheit heilt Polyneuro...? Er bekommt viele Tabletten und auch solche damit er keine Entzugserscheinungen dort bekommt.Täglich besuche ich ihn und stelle fest das er im Kopf völlig wirr geworden ist und nicht mehr weiß was er erzählt.Die Ärzte sagen das es auch vielleicht nicht besser wird mit den Nerven durch den vielen Alkohol.Er wird morgen in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt.Ich bin voller Sorge und weiß nicht wie es weitergehen soll.Ich bin berufstätig und wir haben unseren Hund der täglich auch Gassi gehen muss. Ich denke das er in diesem Zustand doch nicht alleine zu hause bleiben kann, da ich ja arbeiten gehe.Wie soll es weiter gehen mit ihm? Muss er dann in ein Heim???

10.07.2019 | 17:27
klauspawletko

Hallo Cheerie,
Ihr Mann ist momentan sicher in einer Phase, in der schwer abzusehen ist, wie sich der Krankheitsverlauf entwickelt. Ich vermute, dass er ein Krankheitsbild hat, dass man "Korsakov-Syndrom" nennt.
Das kann bestenfalls dazu führen, dass er vergisst, dass er eigentlich Alkoholiker ist.
Es gibt mittlerweile spezielle Angebote für Menschen mit diesem Krankheitsbild, sowohl in Einrichtungen als auch in Wohngemeinschaften. Es wäre also nicht schlecht, wenn Sie sich schon einmal schlau machen, was es denn in Ihrer Nähe gibt. Wenn Sie es am Ende nicht brauchen - auch gut.
Das muss ja nicht zu einem Kontaktabbruch führen, aber über kurz oder lang müssen Sie auch an sich und Ihre Gesundheit denken.
Viel Kraft und Erfolg wünscht Ihnen

Klaus-W. Pawletko



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