Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Wir wissen nicht mehr weiter!
16.07.2019 | 09:25
kimhelga

Meine Schwester (ich und meine Tochter kümmern uns um sie) ist seit drei Jahren in einem Pflegeheim. Ihr Zustand ist katastrophal. Sie ist nur noch Haut und Knochen. Sie kann nicht mehr reden. Sie sitzt im Rollstuhl ab und zu, sonst liegt sie nur noch im Bett und brabbelt vor sich hin.
Meine Frage, ist sie im Hospiz besser aufgehoben?
Wir sind wirklich soweit, wenn wir wieder weinend nach Hause fahren, lieber Gott erlöse Sie.
Was kann man tun?

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 16.07.2019 um 09:27.]

19.07.2019 | 07:36
Jutta60

Hallo Kimhelga,
Sie beschreiben eine sehr schwer auszuhaltende Situation. Ich gehe davon aus, dass Ihre Schwester bzw. die Tante Ihrer Tochter an einer weit fortgeschrittenen Demenz leidet. Bei meiner Mutter war der Zustand am Ende ihres Lebens genauso. Sie konnte nichts mehr tun, nicht mehr reden, gehen, stehen ... lag fast nur noch im Bett oder im Rollstuhl. Das Schlucken wurde auch immer schwerer, so dass sie auch sehr dünn wurde. Wir hatten aber schriftlich niedergelegt, dass es keine künstliche Ernährung geben sollte, um das Sterben nicht hinauszuzögern. Diese Entscheidung war richtig. Meine Mutter ist im Pflegeheim geblieben und wurde dort bis zu ihrem Tod betreut. Ich glaube nicht, dass ein Hospiz da etwas anders machen würde. Ein Ortswechsel ist für Demente oft schwer zu verkraften. Ich würde die Tante im Heim lassen. Oder haben Sie das Gefühl, dass sie nicht gut betreut wird? Zeigt Ihre Schwester denn Anzeichen, dass sie leidet? Vielleicht Anzeichen von Schmerzen, im Gesicht oder so? Wenn das nicht der Fall ist, dann bleibt Ihnen wohl nur, das auszuhalten. Auch wenn sie Ihnen nicht mehr antworten kann, wird sie sicher merken, wenn Sie sie besuchen. Sie haben sie 3 Jahre lang begleitet, ein ganz schwerer Weg, weil man so machtlos gegenüber dieser Krankheit ist. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Schwester nicht sterben kann, weil sie vielleicht etwas unerledigt zurücklässt. Ich habe meiner Mutter in den letzten Tagen, die sie hatte, immer gesagt, dass sie gehen kann, wenn sie möchte. Versuchen Sie, Ihre Schwester mit guten Gedanken zu besuchen, damit sie nichts belastet. Bei meiner Mutter, da bin ich fest überzeugt, hat das geholfen. Sie konnte friedlich sterben. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!

19.07.2019 | 07:48
Jutta60

@Sonnenblümchen danke!



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker