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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Schlafmangel
23.07.2019 | 07:26
Angsthase

Hallo,
leider habe ich es immer noch nicht geschafft die Angst hinter mir zu lassen. Bin seit Samstag mit meiner Familie in Urlaub und habe jetzt die zweite komplett schlaflose Nacht hinter mir. Das lässt meine Angst noch größer werden, da ich mehrfach gelesen habe ,dass Schlafmangel Alzheimer triggert, besonders wenn man genetisch vorbelastet ist. Meine Schlafstörungen bestehen jetzt seit der Alzheimer-Diagnose meiner Mutter ,also seit knapp vier Monaten.In dieser Zeit gab es immer wieder schlaflose Nächte, der Rekord waren vier Nächte. Kann ich die Krankheit jetzt selbst ausgelöst haben? Leider habe ich auf meinen Beitrag „Panische Angst „ keine Antwort erhalten. Über Ihre Einschätzung wäre ich sehr dankbar!
Mit freundlichen Grüssen
Angsthase

28.07.2019 | 17:33
marclaesser

Sehr geehrter Angsthase,

solch ein direkter Zusammenhang zwischen einer akuten Schlafstörung und dem Beginn einer Demenzerkrankung ist äußerst unwahrscheinlich. Dass aber persönliche Belastungssituationen, sorgvolle Gedanken und/oder Stress einem im wahrsten Sinne des Wortes "den Schlaf rauben" können, wäre da z.B. schon deutlich plausibler. Wie so viele Symptome sind aber auch Schlafstörungen recht unspezifisch und es wäre auf jeden Fall wichtig die Schlafstörung ärztlich abklären zu lassen. In der Regel kann die Ursache rasch eingegrenzt und in der Mehrzahl der Fälle gut behandelt werden.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie vorerst alles Gute,
für Folgefragen stehen wir gerne zur Verfügung,

Marc M. Lässer

30.07.2019 | 23:15
Angsthase

Guten Abend,
vielen Dank für die Einschätzung zum „Risikofaktor“ Schlafmangel. Wie schon erwähnt und auch im unbeantworteten Beitrag „Große Angst“ vom 23.05.19 beschrieben besteht die Schlafstörung seit der Alzheimer-Diagnose meiner Mutter (67) Anfang April. Seitdem lässt mich das Thema nicht mehr los, vor Allem, ob es mich selbst treffen könnte oder es schon in mir schlummert?!
Meine Oma ist 92 Jahre alt und leidet seit ca. 7-10 Jahren an Alzheimer.
Meine Mutter zeigte im Nachhinein betrachtet schon vor zweieinhalb Jahren, also mit 64 Jahren Symptome. Mir erscheint das noch so jung.
In der Literatur ist ja immer wieder zu lesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Erkrankungsalter und genetischer Belastung gibt,d. h. je früher jemand erkrankt um so höher ist das Erkrankungsrisiko für Angehörige?! Dieses ist doch für Angehörige ersten Grades vierfach erhöht bzw. liegt bei fast 20% oder nicht?! Muss die Erkrankung meiner Oma mit der meiner Mutter zusammenhängen?! Ich selbst,35,Mutter von einer vierjährigen Tochter und einem 19 Monate alten Sohn, habe mich mit dem Thema vorher nicht beschäftigt. Als ich dann damit anfing, fielen mir Dinge bei mir selbst auf,z. B. „Was wollte ich jetzt im Keller“,“Wo hast du geparkt?“, gelegentliches Suchen nach Wörtern....
Darüber habe ich vorher nie nachgedacht und es als „Mütterdemenz“ abgetan. Seit der Diagnose habe ich das Gefühl man hat mir den Boden unter den Füßen weggezogen und ich bin nicht mehr ich selbst.
Ich leide seit meinem 18. Lebensjahr immer wieder unter depressiven Episoden mit Hang zur Hypochondrie , welche immer noch psychotherapeutisch behandelt werden.
Die beobachteten Symptome haben sich „verschlimmert“,so dass ich abends oft“ graben“muss, was am Tag/Vortag alles passiert ist, ich nach dem Tag/ Datum suchen muss, ich z. B. nicht mehr weiß ob ich schon Zöhne geputzt hab oder nicht.....etc. Zudem gehören ja Depressionen auch zu den Risikofaktoren, wo. ich dann auch denke, bist du selbst schuld,wenn du es dann bekommst.
Hausarzt und behandelnder Neurologe sagen meine Psyche macht das?!
Ist es denn möglich in meinem Alter Alzheimer entwickelt zu haben, aufgrund von Depression,langanhaltendem Stress und Schlafmangel ?!
Wäre nochmals dankbar für eine Einschätzung meiner Situation und für einen Tip für den Umgang damit!
Vielen Dank im Voraus!
Viele Grüße
Angsthase



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