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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Muss mein Schwiegervater das Haus verkaufen
02.08.2019 | 12:26
Gundel08

Hallo, herzlichen Dank im vorhinein, für das Interesse an unserem Problem.
Folgende Situation ist bei uns eingetreten. Meine Schwiegermutter ist dement und hat mittlerweile Pflegegrad 3. Mein Schwiegervater betreut meine Schwiegermutter seit 2 Jahren zu Hause. Haushalt, Wäsche usw. habe ich übernommen. Nun war es so , dass mein Schwiegervater mit Verdacht auf Schlaganfall im Krankenhaus war, Schwiegermutter kam da zu uns . Doch da meine Schwiegermutter nicht alleine bleibt, da sie Angst hat konnten wir sie nur ein paar Tage bei uns behalten, da wir noch voll im Berufsleben stehen. Schwiegervater ist wieder zu Hause, doch fühlt er sich überfordert, sich ständig um seine Frau zu kümmern. Jetzt ist sie in Kurzzeitpflege. Erst mal für 23 Tage. Nun geht es aber um die Zukunft. Wen die Mutter ins Pflegeheim muss, muss dann der Vater das gemeinsame Haus verkaufen und selber auch umziehen. Überall steht angemessener Wohnraum. Was ist bei einem Haus aber angemessen. Er ist 84 und sie 83 Jahre. Er hat Angst, wo er dann landet. Es gibt betreutes wohnen, ja , aber in unserer Region NRW Ballungsgebiet, kaum was zu bekommen . Der Kurzzeitpflegeplatz war schon schwer zu bekommen. Und eine Wohnung mit Pflege kann man das überhaupt bezahlen? Das wichtigste aber ist, könnte der Vater im Haus bleiben und die Mutter ins Pflegeheim. Der Vater bekommt um die 1600 Euro Rente (genau will er es nicht sagen) Mutter hat keine Rente. Wie wird das Pflegeheim dann bezahlt? Entschuldigung, dass es so lang geworden ist. Aber es sind so viele Fragen in meinem Kopf.

02.08.2019 | 14:17
martinhamborg

Hallo Gundel08, an dieser Stelle möchte ich nur allgemein antworten, weil unser Forum keine individuelle Beratung durch einen Pflegestützpunkt oder einen Juristen ersetzen kann.
Wie Sie schon schreiben wird grundsätzlich das Vermögen herangezogen, wenn staatliche Hilfen fließen. Es wird ja auch immer darauf hingewiesen, dass wir aus diesem Grund private Vorsorge treffen und Wohneigentum ist wohl die sicherste Form. Das ist für viele traurig, die gern ihr Haus an die Kinder und Enkel vererben würden.
Können Sie einen Termin mit dem zuständigen Pflegestützpunkt machen? Die Mitarbeiter*innen könnten z.B. für das Heim Ihrer Mutter durchrechnen, welche Zuzahlungen erfordlich sind und welche Möglichkeiten es ggf. mit dem Haus gibt.
Weitere Informationen finden Sie bestimmt auch in dem Formu zu "gesetzlichen Leistungen".
Viel Glück, Ihr Martin Hamborg

02.08.2019 | 15:05
Gundel08

Danke . Dann werde ich mal einen Termin bei so einem Pflegestützpunkt ausmachen.

03.08.2019 | 10:05
klauspawletko

Hallo Gundel08,
Wenn die (gemeinsame) Rente nicht für die Finanzierung des Pflegeheims ausreicht, muss das gemeinsame Vermögen eingesetzt werden. Dazu gehören in erster Linie Ersparnisse oder Einnahmen aus Vermietung oder ähnliches.
Immobillienbesitz gehört grundsätzlich auch dazu.
Das muss nicht zwangsläufig durch Verkauf eingesetzt werden. Manche Sozialämter fordern auch die Beleihung der Immobilie.
Ob das alles für das Haus Ihres Schwiegervaters zutrifft, kann ich pauschal nicht beantworten. Lassen Sie sich beraten und warten Sie die Stellungnahme des Sozialamts ab. Sie können dagegen Einspruch erheben und notfalls - kostenfrei - vor dem Sozialgericht klagen.
Beste Grüße von Klaus Pawletko

06.08.2019 | 07:15
Gundel08

Danke, habe Donnerstag einen Termin beim Pflegestützpunkt. Da werde ich vielleicht mehr erfahren.



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