Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Nu is es soweit
12.09.2019 | 08:57
Jutta60

Hallo Andydreas,
lassen Sie mal den Mut nicht sinken. Meine Mutter hat von fremden Menschen in einer neuen Umgebung viele Dinge besser akzeptiert als zu der Zeit, in der sie sich noch in ihrer Wohnung befunden hat. Irgendwie hatte das für sie den Charakter einer Hilfestellung, die außerhalb ihrer direkten Einflußsphäre stand. Sie konnte da tatsächlich loslassen. Vielleicht lässt sich Ihre Mutter von einer Frau eher helfen als von Ihnen als Sohn. Da würde ich erstmal drauf hoffen.
Bei den Ärzten weiß ich nicht so richtig. Eigentlich wäre ein Neurologe doch notwendig, wenn Ihre Mutter Medikamente wie Antidrepressiva oder so braucht. Auch bei einem (neuen) Hausarzt müssen Sie darauf achten, dass der ohne Murren zu Hausbesuchen bereit ist. Das ist nicht mehr selbstverständlich. Vielleicht fragen Sie im Heim mal nach, wenn Ihre Mutter umgezogen ist. Die wissen ja, welche Ärzte ins Haus kommen. Neurologen sind leider sehr schwer zu bekommen, aber auch da müsste das Heim Adressen kennen, an die Sie sich wenden können. Ob ich den Mut gehabt hätte, meiner Mutter eigenverantwortlich Medikamente zu geben, weiß ich nicht. Sie wurde in einer psychiatrischen Klinik eingestellt.
Das Heim müsste mit Aggressionen umgehen können, das ist bei dementen Menschen ja nicht ungewöhnlich.
Sie machen sich über viele Dinge Sorgen, die gar nicht eintreten müssen. Ich weiß, wie das ist, wenn man eine lange Zeit der Pflege hinter sich hat. Man verliert so sehr das Vertrauen, noch an eine gute Zukunft zu glauben. Das wird dann später auch lange brauchen, bis Sie sich wieder etwas gefangen haben. Bei mir war es jedenfalls so. Aber Sie werden das schaffen, liebe Grüße!


12.09.2019 | 21:08
sonnenblümchen

Hallo Andydreas,
ich glaube,wenn Ihre Mama endlich im Heim ist, ist die Chance, dass sie zu einer Pflegekraft Kontakt knüpft / sich helfen läßt groß. Die Belastung verteilt sich auf mehrere Schultern. An dem einen Tag kann die eine Pflegekraft besser mit Ihrer Mama, an dem nächsten Tag vielleicht die andere. Ich glaube, dass die Pflegekräfte schon ihre Mama gewaschen bekommen. Das Sie Wochen auf einen Pflegeplatz warten müssen scheint leider auch normal zu sein. Dieses habe ich schon öfters gehört.
LG



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker