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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor starkes Zittern
14.08.2019 | 19:40
vongoessel

mein Vater hat Alzheimer Typ 1.
Nach einem Treppensturz ist sein Allgemeinzustand sehr schlecht.
Diagnosen waren Subduralhämatom links frontal mit subarachnoiden Blutungsanteilen links temporal
Fokale epileptische Anfälle der rechten Hand.
Im Krankenhaus hat er noch mit uns gesprochen doch jetzt im Heim schläft er nur noch redet nicht mehr und möchte auch nichts essen,zittert und schwitzt sehr stark.

Im Krankenhaus haben sie ihm Amlodipin Tbl und Ramipiril und Kepra 750 mg gegeben.
zusätzlich nimmt er auch Memantin 10mgSertarlin 50 mg
Er hatte früher kein Problem mit dem Blutdruck.

Kann es evt. sein das das Zittern und die Müdigkeit Nebenwirkungen von den Blutdrucksenkern sind.


Viele Grüße
Claudia von Goessel


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 14.08.2019 um 19:41.]

25.08.2019 | 14:12
elmarkaiser

Sehr geehrte Frau v. Goessel,

zunächst bitte ich Sie um Verständnis, wenn im Rahmen dieses Forums keine genauen diagnostischen Einschätzungen, etwa im Sinne einer Zweitmeinung, erfolgen können. Grundsätzlich können sowohl das Zittern, als auch die Müdigkeit Ihres Vaters verschiedene Ursachen haben. Mit hoher Wahrscheinlichkeit ist aber die neurologische Ursache (Subduralhämatom mit den von Ihnen genannten Symptomen) eine maßgebliche Ursache. Natürlich können auch (über)dosierte Blutdrucksenker Müdigkeit hervorrufen, allerdings muss dies hier als unwahrscheinlichere Ursache eingestuft werden. Wichtig ist auch eine Kontrolle des Medikamentenspiegels von Levetiracetam (Wirkstoff des Medikamentes Keppra) im Blut, um auch hier eine evtl. Überdosierung mit der Nebenwirkung einer starken Sedierung auszuschließen. Weiterhin werden die behandelnden Ärzte vermutlich bereits eine Verlaufskontrolle (MRT-Schädel bzw. CT-Schädel) durchgeführt haben, um die Entwicklung / Rückbildung des Subduralhämatoms zu beobachten. Blutdrucksenker werden meist benötigt, um eine weitere Einblutung bzw. das Risiko eines Gefäßrisses etc. zu senken.


Ich wünsche Ihrem Vater und auch Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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