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Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte"

Bild: Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte" Im Laufe einer Demenz ändern sich Kommunikationsfähigkeit und Verhaltensweisen. Das ist für alle Beteiligten oft belastend. Der Wegweiser Demenz hat zwei Experten auf diesem Gebiet als Moderatoren für das Internetforum gewonnen: Jochen Gust hat als Altenpfleger Menschen mit Demenz betreut. Heute schult er unter anderem Klinikpersonal im Umgang mit Demenzkranken, berät Angehörige und schreibt Bücher. Dr. Svenja Sachweh bietet Kommunikationstrainings für Pflegepersonen an und ist Autorin diverser Lehr- und Ratgeberbücher zur Verständigung mit Demenzkranken.

Autor Ich zerbreche an der Krankheit meiner Mutter
12.11.2019 | 16:50
sarahf

Hallo!! Vielen Dank der Nachfrage.

Wie geht es Dir? Mir geht es momentan recht gut, die Verzweiflung und Trauer kommt bei mir ja so in Wellen. Meine Mutter sollte bald aus der Psychiatrie entlassen werden. Die genaue neue Medikation weiss ich nicht auswendig, da warte ich auf den Entlassungsbrief. Ich finde, sie wurde ganz gut eingestellt.

Der Plan ist: ab nach Hause mit Pflegedienst, und durchmurkeln bis zum Heimplatz. Dieser soll bitte bitte endlich freiwerden!! Ich rufe das Heim oft an ... bislang gab es nur ein Doppelzimmer, das moechten wir nicht.

Liebe Gruesse!

12.11.2019 | 18:21
Angehöriger

Hallo Sarah,

wenn die Ansprüche noch so hoch sind, kann der Leidensdruck nicht groß sein!

Als mein Vater nach einem Sturz wegen einer starken Prellung mit großen Schmerzen nahezu bewegungsunfähig war und ich eine Rund-um-die-Uhr-Schicht bei ihm eingelegt habe ohne Aussicht darauf, der Sache Herr zu werden, war ich mehr als froh und dankbar, daß ich mit einem Anruf eine Unterbringung im örtlichen Heim erreichte.
Er kam in ein Doppelzimmer und hat - zugegebenermaßen - damit einen Glückstreffer gelandet. Es war eine Bereicherung für beide Zimmergenossen.

Aber ich hätte auch einer Unterbringung im Mannschaftssaal zugestimmt (wenn uns so etwas angeboten worden wäre), damit er adäquat versorgt wurde; zu Hause ging es definitiv gar nicht.

Mein Vater hat Krieg und Gefangenschaft hinter sich und ist nach eigenen Angaben mit 46 kG Körpergewicht heimgekehrt, so daß sein eigener Vater ihn nicht mehr erkannt hat; dagegen ist ein Zwei-Bett-Zimmer im Heim ein unvorstellbarer Luxus.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.11.2019 um 18:39.]

12.11.2019 | 19:59
hanne63

Hallo Angehöriger und Hallo an alle anderen hier,
natürlich ist es so, dass wenn der Leidensdruck hoch genug ist, man mit quasi jeder (!!!) Möglichkeit zufrieden ist.
Allerdings leben wir nicht mehr in der Nachkriegszeit und außerdem zahlen wir sehr viel für einen Heimplatz....
Man dürfte eigentlich gewisse Gegenleistungen erwarten.....
Allerdings bin ich selbst inzwischen in einem Stadium, dass ich lieber alles hinnehme...weil mir auch die Energie und die Kraft für Widerspruch fehlt und ich auch schon mehrfach in Fettnäpfchen und Fettnäpfe getappt bin...es besteht ein großer Mangel an Heimplätzen....und deshalb ist quasi mehr oder weniger alles möglich...leider....

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 12.11.2019 um 20:00.]

19.11.2019 | 10:41
Grunella

Mit der Haltung "Ich will nur ein Einzelzimmer" habe ich mich damals selber aus allen Wartelisten katapultiert. Die Einrichtung hatte angerufen und ein Zimmer in der normalen Demenzstation "für den Übergang" angeboten, das ging allerdings wirklich nicht. Danach hatte sie Doppelzimmer in der geschlossenen anzubieten, das habe ich abgelehnt, weil meine Mutter absolut nicht für ein Doppelzimmer geeignet ist. Dann haben sie sich nicht mehr gemeldet und als es dann wirklich ultradringend war, habe ich ein Doppelzimmer in einer anderen Einrichtung mit Handkuss genommen. Es gibt ohnehin viel zu wenig Plätze, da wartet man ewig auf ein Einzelzimmer und leider ist man als wartender Angehöriger nicht gerade in der Position, Forderungen zu stellen. Da warten noch zig andere auf diesen Platz.



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