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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Vollzeitpflege - Zuzahlung durch Ehepartner
30.09.2019 | 12:59
areidel

Situation:
Ein an Demenz erkrankter Patient kann nicht mehr zu Hause versorgt werden.
Die Rente des Pflegebedürftigen reicht nicht um den Eigenanteil der Heimkosten zu decken.
Die Rente der Ehefrau beträgt ca. 550,- netto.
Das Ehepaar hat Barvermögen in Höhe von z.B. ca. 40.000,- und ein gemeinsames kleines EFRH, das von der Ehefrau bewohnt ist.

Frage:
Das Barvermögen gehört beiden Ehepartnern zur Hälfte. Muss die Ehefrau ihren Anteil am Ersparten für die Zuzahlung zum Pflegeheim aufbrauchen?
Wird die Ehefrau zum Hausverkauf gezwungen, wenn das Barvermögen aufgebraucht ist?

Vielen Dank vorab.

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 30.09.2019 um 13:00.]

01.10.2019 | 10:03
birgitspengemann

Guten Tag,

das Schonvermögen für ein Ehepaar beträgt aktuell 10.000 Euro (5.000 Euro pro Person). In dem von Ihnen geschilderten Fall müsste das Ehepaar die restlichen 30.000 Euro für den Eigenanteil der Heimkosten einsetzen.

Ist das Vermögen aufgebraucht, kann Hilfe zur Pflege in stationären Einrichtungen beim zuständigen Sozialamt beantragt werden. Dabei wird dann auch der Unterhaltsanspruch der Ehefrau gegenüber ihrem Ehemann berücksichtigt, damit sie weiterhin ein ausreichendes Auskommen hat.

Die Ehefrau kann in der Regel zunächst in dem Eigenheim wohnen bleiben. Das Sozialamt wird sich dann aber einen Anspruch auf das Haus sichern und nach dem Auszug oder Ableben der Ehefrau den Verkauf des Hauses und den daraus hervorgehenden Verkaufserlös einfordern.

Mit freundlichem Gruß
Birgit Spengemann



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