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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Beginnende Alzheimer Demenz?
19.10.2019 | 12:18
Yessin01

Hallo, mein Opa ist 83. und seid ca. 3 Jahren hat er eine starke Schlafstörung er schläft nachts viel zu wenig(meistens nicht mehr als 3 Stunden) und ist tagsüber extrem müde, sodass er sogar manchmal im stehen einschläft. Wir waren schon mehrmals beim Arzt deswegen unter anderem weil er sich deshalb schon mal die Rippen und einem Wirbel gebrochen hat, da er im stehen eingeschlafen ist. Aber der Arzt konnte uns auch nicht wirklich weiterhelfen. Könnten dies eventuell erste Anzeichen für eine Demenz sein? Vor ein paar Jahren hatte mein Opa mal einen dement Test, da er Gedächtnis Problem hat, was ja keine Seltenheit in seinem Alter ist. Er konnte alle Fragen richtig beantworten und die Ärzte versicherten ihm dass er nicht an Demenz leidet. Die Vergesslichkeit hat sich auch nicht verschlimmert soweit ich weiß. Aber könnte diese ständige tagesschläfrigkeit eventuell ein erstes Symptom einer Demenz darstellen?

20.10.2019 | 11:27
marclaesser

Sehr geehrter Fragensteller,

aufgrund der von Ihnen bei ihrem Großvater beschriebenen Schlafstörung muss nicht gleich auf eine mögliche Demenz geschlossen werden.

Grundsätzlich nehmen Schlafstörungen im Alter zu, die Übergänge zwischen altersbedingten Prozessen und krankheitswertigen Veränderungen sind dabei oft fließend. Ein veränderter Tag-Nacht-Rhythmus, eine unzureichende Schlafhygiene, Symptome anderer alterstypischer Erkrankungen (z.B. häufiges nächtliches Wasserlösen, Schmerzen, internistische Probleme, etc...) oder auch der Einfluss von Medikamenten können die Schlafqualität erheblich beeinflussen. So werden mit zunehmenden Alter dann auch sich häufende Durchschlafstörungen, eine sich reduzierende Gesamtschlafzeit, eine erhöhte Einschlafneigung tagsüber und ein zunehmender Gebrauch von Schlafmitteln fast studienübergreifend berichtet.

Im Falle ihres Großvaters würde ich aber gerade deshalb nicht locker lassen und gegebenenfalls auch einen Spezialisten für Schlafstörungen aufsuchen.

Freundliche Grüsse und alles Gute,

Marc Lässer



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