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Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte"

Bild: Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte" Im Laufe einer Demenz ändern sich Kommunikationsfähigkeit und Verhaltensweisen. Das ist für alle Beteiligten oft belastend. Der Wegweiser Demenz hat zwei Experten auf diesem Gebiet als Moderatoren für das Internetforum gewonnen: Jochen Gust hat als Altenpfleger Menschen mit Demenz betreut. Heute schult er unter anderem Klinikpersonal im Umgang mit Demenzkranken, berät Angehörige und schreibt Bücher. Dr. Svenja Sachweh bietet Kommunikationstrainings für Pflegepersonen an und ist Autorin diverser Lehr- und Ratgeberbücher zur Verständigung mit Demenzkranken.

Autor Zwei pflegebedürftige Menschen
02.11.2019 | 05:16
Angehöriger

Doch, Rosina,
es gibt jemanden, der/die Ihnen helfen kann: Sie selber!

Indem Sie Ihren Verstand gebrauchen und abwägen, was Sie selber tun oder lassen und was Sie zu delegieren versuchen. Und danach handeln bzw. es lassen!!!

Sie sind keine schlechte Tochter, wenn Sie nicht täglich für Ihre Eltern kochen. Dafür gibt es z. B. Essen auf Rädern und wenn Ihe Eltern permanent alles ablehnen außer dem, was Sie tun (sollen), sind es eher schlechte Eltern. Jedenfalls solange da noch so etwas wie ein Begreifen ihrerseits stattfindet. Und selbst wenn das weg ist, gilt immer noch: wer nicht rechtzeitig die Weichen in die richtige Richtung seines Altwerdens gestellt hat, trägt erhebliche Mitschuld an der Situation!

Ich will Ihnen ein Beispiel geben: für gestern (Allerheiligen) hatte ich mir viele Gedanken gemacht, wie ich meine Mutter zur Messe bekommen könnte, wo sie gerne hingeht (was sie mir vorab auch telefonisch bestätigte). Mit viel Überredungskunst habe ich schließlich eine Nachbarin dazu bewegt bekommen, sie mit hinzunehmen, obwohl sie (die Nachbarin) das eigentlich nicht wollte. Als ich später telefonisch nachfragte, hieß es, meine Mutter habe dankend abgelehnt, weil ihr nicht danach gewesen sei. Stattdessen wollte sie, daß ich bei ihr vorbeikomme. So geht das grundsätzlich. Sie ist total auf mich fixiert und würde wie ein Säugling am liebsten vierundzwanzig Stunden täglich mich um sich rum haben, was natürlich unvereinbar ist mit einem eigenen Leben von mir.

02.11.2019 | 09:15
sarahf

Guten Morgen Rosina,

Ich muss mich dem anschliessen, was "Angehoeriger" geschrieben hat. Sie schreiben von Schlafstoerungen. Auch die hatte ich ewig und bin nicht zum Arzt gekommen, weil sich alles um meine Mutter drehte. Habe dann beruhigende und schlaffoerdernde Mittel bekommen, die gut helfen und mit mehr Schlaf hat man auch wieder einen klareren Kopf.

Fuer jeden hier im Forum ist die Lage anders schwierig. Aus der Reihe bekloppte Tipps habe ich zu bieten: 1) Einmischen von Nachbarn/Bekannten (ihre Mutter ist nicht krank, Polizeianruf als sie eingewiesen werden musste!); 2) Schon mal an einen anderen Arzt/Heim gedacht (nein, noch nie, der Artztmarathon am Anfgang war fantastisch, jede einzelne unklare Diagnose hab ich genossen ... grrrrrrr); 3) du musst auch an dich denken (klar, nachdem ich Stunden zu meiner Mutter geflogen bin mache ich noch schnell ein Wellnesswochenende mit meiner Familie, und wenn meine Mutter mal wieder denkt dass sie vergast wird, dann zucke ich mit den Schultern und lese weiter mein Buch .... grrrr).

Also, wenn niemand in ihrer Familie Ihnen hilft, dann klappern Sie bitte die lokalen Organisationen selbst ab. Ich weiss nicht wo Sie wohnen, vielleicht gibt es da Selbsthilfegruppen? Was Sie beschreiben ist ja nicht so selten.

Viel Kraft!!

03.11.2019 | 09:37
Rosina

Lieber Angehöriger,sie schreiben immer sehr gute aufmunternde Zeilen und haben auch vollkommen Recht.Ich muss einfach auch ein dickeres Fell bekommen,bin leider zu sensibel und denke zu viel nach.Vorgestern war wieder ein schlimmer Tag,würde zu meiner Mutter gerufen,weil sich mein Vater im Keller verschanzt,hatte und nicht mehr hochkam in die Stube,er hatte sich im Keller Kerzen angezündet und wollte meine Mutter nicht mehr sehen.Es war wieder Geld verschwunden.Da hat meine Mutter wieder vollkommen durchgedreht,sie waren wieder da und in der Wohnung und Vater hätte die Tür offen gehabt.Ich habe dann alle beruhigt,wir suchen morgen,es ist nicht so schlimm usw.Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen,am nächsten Tag meine Mutter wohl auf ,als wäre nichts gewesen.Ich kann diese Krankheit nicht verstehen.Furchtbar!Ich werde auch den Rat befolgen,nur noch das zu tun,was ich gut leisten kann.Der Rat von Sarah Selbsthilfegruppe ist auch nicht schlecht.Es ist ja schon gut,wenn man mal darüber reden kann mit Gleichgesinnten.Sie schreiben ja auch,dass ihre Mutter sehr auf sie fixiert ist.Am besten den ganzen Tag bei ihr sein wäre gut. So ist es bei mir auch,ich hatte wirklich liebe Eltern und ein gutes Verhältnis zu ihnen,jetzt klammern sie sich sehr an mich,halten mich am Arm fest,wenn ich gehen will.Es ist alles nicht geht, was ich tue.Aber ihnen geht es ja auch so.Nun ,heute ist Sonntag,also Zeit abzuschalten.Schönen Tag,Rosine.

06.11.2019 | 20:03
Angehöriger

Guten Abend Rosina,

schön, daß Sie das so sehen - manche anderen sind da ganz anderer Meinung :-).

Ich schreibe Ihnen einfach, was mir geholfen hat; vielleicht können Sie daraus Nutzen für sich und Ihre Eltern ziehen:

Ein dickeres Fell bekommen in dem Sinne, daß Sie sich nicht mehr alles so zu Herzen nehmen, ist schon mal sehr gut. Verstehen müssen Sie die Krankheit gar nicht; es genügt, wenn Sie wissen, wie Sie es schaffen, eine Hilfe und eine Bereicherung für Ihre Eltern darzustellen und dabei trotzdem selber bei guter Gesundheit zu bleiben.

"Zu viel " nachdenken können Sie eigentlich nicht; versuchen Sie aber, KONSTRUKTIV, also lösungsorientiert zu denken. Nicht verzweifeln, nicht hadern, sondern darüber nachdenken, wie Sie die Situation für sich und die Eltern VERBESSERN. Und wenn Sie genug gedacht haben, dann sagen Sie sich ganz bewußt und entschieden "Schluß für heute" und machen etwas, was Ihnen gut tut. Disziplin ist wichtig!

Dabei muß man bescheiden sein. Die Eltern werden nicht mehr wie neu und je eher Sie akzeptiert bekommen, daß es ist, wie es ist, und nur noch schlechter wird, um so besser wird es Ihnen damit gehen.

Achten Sie darauf, daß Sie selbst nicht mehr als unvermeidlich in das "Chaos" hineingezogen werden, so daß Sie sich innerlich genügend (emotionalen) Abstand bewahren, um immer noch gelassen, freundlich und deeskalierend Ihren Eltern gegenübertreten zu können. Im Idealfall haben Sie immer noch ein echtes Lächeln für Ihre Eltern auf den Lippen und können freundlich und humorvoll mit ihnen umgehen. Das hilft meiner Meinung nach tausend mal mehr, selbst wenn Sie nur relativ wenig Zeit vor Ort verbringen, als wenn Sie ständig bei ihnen sind und das aber zu Tode genervt, wodurch zwangsläufig Konflikte entstehen. Rational verstehen die Eltern Sie nicht mehr, wohl aber merken Sie, wenn Sie entspannt, fröhlich und freundlich sind. Das sollte auch auf die Eltern abfärben (wie Sie umgekehrt die Situation erschweren würden mit Genervtheit, Angespanntsein, Zeitdruck usw.).

Mir scheint das ziemlich dramatisch bei Ihnen zu sein bei gleich zwei schwierigen Personen, die sich gegenseitig in ihrem Wahn verstärken; um so wichtiger ist es, daß Sie als einzig normal Funktionierende die nötige Gelassenheit aufgebracht bekommen. Muten Sie sich also immer nur solche Portionen an Anwesenheit und Belastung zu, die Ihnen im notwendigen Maß erholsamen Schlaf und Ablenkung und Gelassenheit ermöglichen.

Denn Ihre Beobachtung "Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen,am nächsten Tag war meine Mutter wohl auf ,als wäre nichts gewesen." habe ich auch schon gemacht und das zeigt doch sehr deutlich, daß wir, egal wie sehr wir uns einsetzen, nicht mehr bewirkt bekommen bei den Dementen als wenn wir es entspannter und dafür erholter angehen.

Ich bin höchstens einmal pro Woche und dann auch nur für vielleicht zwei Stunden bei meiner Mutter, dafür aber dann tiefenentspannt, umgänglich, fröhlich, konfliktvermeidend. So ist es für sie immer eine Bereicherung, wenn ich sie besuche. Den Rest mache ich über's Telefon und versuche zu delegieren, was geht. Es gibt schließlich noch andere Menschen auf dieser Welt, die sich zum Teil sogar gerne im sozialen Berufsfeld betätigen und daher ganz gut geeignet sind für die anstehenden Aufgaben. Meine Aufgaben sind andere und solange man das den jeweiligen Fähigkeiten und Neigungen entsprechend aufgeteilt bekommt, ist es das beste für alle Beteiligten.

Wie Sie zum Schluß schreiben:"Heute ist Sonntag, Zeit abzuschalten" ist genau der richtige Ansatz! Achten Sie auf Ihr Wohlergehen, damit tun Sie das Beste für Ihre Eltern!!

07.11.2019 | 12:30
Rosina

Guten Tag,Angehöriger,ich habe den kleinen Streit im Internet verfolgt und wollte schon gar nicht mehr schreiben,es kann ja nicht sein,dass wir uns jetzt noch mehr Probleme schaffen,indem wir jetzt im Internet uns anfeinden. Man sollte jede Meinung akzeptieren.Wir können ja nicht alle die gleiche Meinung haben,es sollte doch ein Erfahrungsaustausch sein,ich möchte erfahren,wie andere damit umgehen oder wie sie es besser machen.Auf Streitereien habe ich keine Lust.Denn ich schreibe ja nur,weil ich selbst manchmal ratlos bin.

07.11.2019 | 12:53
Rosina

Ich bin leider unterbrochen worden.Jetzt zum Thema,sie haben ja Recht,die Arbeit verteilen,wäre eine Option.Ich gege alle zwei Tage zu meinen Eltern,muss Einkaufen,da es im Ort keine Einkaufsmöglichkeit gibt.Auf einem Dorf ticken die Uhren anders,keine Kaufhalle ,kein Arzt,keine Apotheke,kein Friseur,keine Ansprechpartner,Augenarzt,Urologe ,alles muss gefahren werden,und fahren kann nur noch ich.Vieles habe ich schon organisiert,weil ich einfach überfordert war und es nur noch Streit gab,z.B.meinen Vater rasieren und baden,das setzt aber voraus,dass dies auch gewollt wird.Tablettengabe wurde auch übernommen und trotzdem bleiben noch genügend Arbeiten übrig.Mit 2 Stunden ist da nichts.Ich will ja auch,dass es ihnen gut geht.Aber ich verstehe schon,was sie mir sagen wollen,man darf dabei nicht selbst auf der Strecke bleiben. Und da haben sie Recht.Ich werde mich bemühen,noch weitere Überzeugungsarbeit leisten ,um noch weitere Aufgaben an soziale Dienste abzugeben.Vielen Dank für die gutgemeinten Ratschläge.Rosina

09.11.2019 | 18:16
Angehöriger

Hallo Rosina,

auch wenn Ihre Situation schwieriger ist als meine, schreibe ich Ihnen noch etwas von meinen Erfahrungen; vielleicht können Sie ja daraus Nutzen ziehen.

Aus Ihren Schilderungen geht hervor, daß Sie entgegen Ihrer Gewohnheit, sich täglich um die Eltern zu kümmern, mal drei Tage weg waren bei ihrem Sohn. Offensichtlich haben Ihre Eltern auch das überlebt, womit bewiesen ist, daß Sie gar nicht ständig da sein und sich kümmern müssen. Damit hätten Sie schon mal etwas mehr Freiraum für sich und würden hoffentlich aus der Gedankenspirale ausbrechen können.

Ich renne ja auch seit eh und je gegen Widerstände bei meinen Eltern an und habe irgendwann die Konsequenz daraus gezogen, mir das nicht mehr anzutun. Worauf es mir prompt wesentlich besser ging.

Außerdem habe ich keinerlei Streit oder Disput mehr, anders als was Sie schildern. Unser Verhältnis ist (mit zunehmendem geistigem Abbau meiner Mutter) besser denn je!

Vor vielleicht einem halben Jahr habe ich mit manngifaltiger Unterstützung versucht, eine 24h-Kraft bei ihr zu installieren. Aber das hat sie genauso blockiert wie Teilzeit-Hilfskräfte.
Mittlerweile hat sie so weit abgebaut, daß auch die Essensversorgung kaum noch klappt und sie fast nicht mehr aus dem Haus kommt, weil die Orientierung immer eingeschränkter ist. Nun habe ich über Inserate drei Damen gefunden, die bereit sind, sich gelegentlich um sie zu kümmern, sie zum Friedhof und in die Kirche zu begleiten, mal mit ihr zu kochen, im Haushalt zu helfen etc. . Das versuchen wir ab nächster Woche als Dauerlösung zu etablieren. Denn mit zunehmender Unfähigkeit reduziert sich der Widerstand bei meiner Mutter, so daß ich zuversichtlich bin, dieses mal mehr Erfolg zu haben als bei all den vergeblichen Versuchen in der Vergangenheit.

Fazit für Sie: mit weniger idealen Ergebnissen bei Ihren Eltern zufrieden sein und darauf vertrauen, daß mit der Zeit Veränderungen möglich werden. Derweil Ihre Kräfte schonen. Bei dem Alter Ihres Vaters kann natürlich auch der Tod ein Ausweg aus dem Dilemma sein; mitunter geht das ganz schnell, wie ich bei einigen Leuten (u. a. bei meinem Vater und Schwiegervater) gesehen habe.

Versuchen Sie jedenfalls den Spagat zwischen genug Distanz und trotzdem für-sie-da-sein, so daß Sie selber einsatzfähig bleiben. Möglicherweise können Sie ja für die von Ihnen erwähnten Fahrten, Einkäufe usw. ja doch Unterstützung bekommen, sei es von Ihren Kindern oder Ihrem Ehemann oder Nachbarn oder Ehrenamtlern der Kirche oder Leuten, die sich ein Taschengeld dazuverdienen wollen oder .... . Auch wenn die Rente Ihrer Eltern klein ist, wie Sie schrieben, werden sie ja vermutlich so wie meine Eltern Pflegegelder erhalten und damit läßt sich schon was anfangen, solange kein Heimplatz bezahlt werden muß.

16.11.2019 | 00:54
Rosina

Hallo an alle ,ich habe viele Beiträge gelesen und weiß auch,dass mir niemand wirklich helfen kann,Hilfe habe ich mir geholt,der Pflegedienst übernimmt jetzt 2 mal inder Woche das Rasieren und 1 mal das Duschen,mehr ist da im Moment nicht zu machen, und die Tablettengabe früh und abends ist auch organisiert,das ist schon eine enorme Hilfe,ohne Frage.
Eigentlich dachte ich die Lage wieder besser im Griff zu haben, ich lasse mich nicht mehr auf Streitgespräche ein.Gebe immer nach und versuche alles der Krankheit zuzuschreiben.Mein Bruder hat jetzt einen Besuch beim Neurologen zu bekommen und wir haben auch einen Termin.Heute war die Hausärztin da,ich habe mir nicht getraut zu sagen,dass wir einen Neurologen aufsuchen wollen,da meine Mutter heute total freundlich die Ärztin empfangen hat und richtig gute Gespräche führte.Alles war in Ordnung.Nun ist mein Bruder sauer,weil ich nichts gesagt habe ,In der vergangenen Woche ging es meiner Mutter schlecht,sie rief früh um sieben an ,ich müsse kommen. Sie könne nicht aufstehen.Scheinbar hatte sie Tabletten von meinem Vater genommen ?Ich habe Tee gekocht,Süppchen gemacht, Mittag war alles wieder fast in Ordnung.Dann war der Nachteimer umgefallen. Ich musste alles wischen. Ich weiß nicht,ob ich das aushalte.Heute meinte einer meiner Angehörigen,dass sie zu wenig isst,sie ist so dünn geworden,ja beide essen wenig,bei dem Essen auf Rädern essen sie zusammen eine Portion,jeder Versuch zwei Essen zu bestellen ,schlug fehl. Nun bin ich vielleicht auch noch daran schuld? ICH MUSSTE MIR DAS HEUTE von der Seele schreiben,morgen werde ich es bestimmt löschen.

16.11.2019 | 07:23
hanne63

Liebe Rosina,
ich kann Sie gut verstehen.....und manchmal tut es einfach gut, sich hier etwas von der Seele schreiben zu können.....und auch ich habe hinterher dann Beträge wieder gelöscht ;-)....

Inzwischen glaube und erlebe ich: Demenz ist vor allen Dingen das Leid der Angehörigen.......und um die kümmert sich leider niemand.

Viele liebe Grüße

16.11.2019 | 15:48
Barbara66

Liebe Rosina,
Wir alle hier in diesem Forum verstehen Dich sehr gut.
Du brauchst keine Beiträge löschen - Du kannst hier schreiben was Du willst! !!!!
Wenn man sich mal wieder alles von der Seele geschrieben hat,geht's einem vielleicht kurzzeitig besser.
Wir haben alle die gleichen Probleme - auch ich denke sehr oft,daß ich das alles nicht mehr schaffe und durchhalte.
Wenn ich wollte,könnte ich mich jeden Tag mit meinen Eltern streiten (Mutter dement und Vater begreift die Krankheit nicht und glaubt ihr alles,was sie sagt!!??)
Aber ich merke,daß ich daran kaputtgehe.
So versuche ich nun ihre erfundenen Geschichten und Behauptungen zu akzeptieren und die Sachen nicht mehr so an mich ran zu lassen.
Wenn mich die Leute im Dorf fragen was meine Mutter macht,möchte ich manchmal laut schreien :Frag doch mal,wie es mir geht!!!!!
Wer so etwas noch nicht hautnah miterlebt hat,kann nicht nachempfinden, was wir Angehörige durchmachen.
Die Leute denken,der Demenzkranke vergisst halt viel und das War es.
Mit welchen Belastungen, (gerade was die psychischen Veränderungen mit sich bringen,) wir zu kämpfen haben,ahnt niemand.
Selbst die Verwandtschaft ruft nicht einmal an und fragt,ob ich das alles schaffe usw.
Es liegt auch an der Krankheit Demenz - da wollen viele nichts mit zu tun haben.
Ich freue mich immer von Dir zu hören.
LG
Barbara



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