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Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte"

Bild: Ratgeberforum "Kommunikation und Konflikte" Im Laufe einer Demenz ändern sich Kommunikationsfähigkeit und Verhaltensweisen. Das ist für alle Beteiligten oft belastend. Der Wegweiser Demenz hat zwei Experten auf diesem Gebiet als Moderatoren für das Internetforum gewonnen: Jochen Gust hat als Altenpfleger Menschen mit Demenz betreut. Heute schult er unter anderem Klinikpersonal im Umgang mit Demenzkranken, berät Angehörige und schreibt Bücher. Dr. Svenja Sachweh bietet Kommunikationstrainings für Pflegepersonen an und ist Autorin diverser Lehr- und Ratgeberbücher zur Verständigung mit Demenzkranken.

Autor Zwei pflegebedürftige Menschen
13.03.2020 | 13:41
Rosina

Vielen Dank an alle,die mir geantwortet haben,ja,ich sehe ,es geht euch auch nicht besser ,Sonnenblümchen,ich denke oft an deine Worte,die du mal in einem anderen Artikel geschrieben hast,Ärmel hochkrempeln und los geht's,die Mäuse tanzen auf dem Tisch.Ich mache es auch,Tag für Tag,aber einige Dinge gehen eben schlecht,weil i h mich so ekelte.Ich habe auch ein schlechtes Gewissen,meine Eltern in ein Heim zu geben ,es bricht mir das Herz,aber ich weiß nicht,wie lange i ch es noch ohne Depressionen zu bekommen, aushalte.Und da bin ich bei dir ,liebe Barbara ,Depressionen sind schlimmer als jede andere Krankheit man sieht sie nicht,der Mensch hat keine Freude mehr am Leben,funktioniert nur noch und man verstellt sich vor den anderen,gibt dich lustig,damit es keiner merkt,aber die Wahrheit sieht anders aus.Ich hoffe für dich und deinen Mann,dass es nicht Corona ist,und wenn,dass du dies überwinden wirst.Denke oft an deine guten Ratschläge,habe nicht damit gerechnet,dass es dir selbst so schlecht geht und du solche Gedanken hast.Bitte werde wieder gesund,wir brauchen dich. Ja, ich muss mich wieder in den Griff bekommen.Ich habe mir heute früh gesagt,jeder der Eltern hat,muss das aushalten,jetzt bin ich halt dran.Hoffentlich kommt bald das Frühjahr,dass ich draußen arbeiten kann.Das lenkt ab.Liebe Jutta,auch du hast Recht..Ich werde mich erst einmal zurückziehen und wieder Kräfte sammeln.Heimüberlegungen sage ich manchmal,das wird aber noch ein langer Weg,glaube ich,ist nicht so schnell machbar.Ich drehe mich im Kreis,da sie nicht wollen.Gut,dass ihr mir geantwortet habt, es geht schon etwas leichter.Bis bald Rosina

25.03.2020 | 15:46
sonnenblümchen

Hallo Rosina,
wie geht es Dir ?

25.03.2020 | 23:47
Rosina

Hallo,Sonnenblümchen,vielen Dank,dass du an mich denkst,bei mir gibt es keine wesentlichen Veränderungen,es ist ein ständiges Auf und Ab.Ich versuche,nicht mehr so oft zu meinen Eltern zu fahren und das ist ihnen auch aufgefallen,dann betteln sie,dass ich sie doch besuchen soll oder wenigstens anrufen.Das tut mir dann wieder so leid,dass ich auch hinfahre.Ich schaue in wirre ,ängstliche Augen und weiß , dass ich sie nicht alleine lassen kann.Dann denke ich an deine Worte,der Geist ist krank,sie wissen nicht,was sie sagen u nd tun.Neulich kam die Nachbarin in den Garten,sie hat mir dann von meiner Mutter erzählt,was sie so alles ihr berichtet hat,da habe ich mich wieder so geärgert,weil meine Mutter ihr nur Unwahrheiten erzählt.Aber die Nachbarin sieht ja,was ich alles mache.Sie sagte,deine Mutter weiß gar nicht wie gut es ihr geht.Trotzdem habe ich mich geärgert.Aber es ist immer der gleiche Mist,ich mache mich fertig und sie merken es nicht.Ich weiß,dass es für mich keinen anderen Weg gibt,ich muss abwarten.Ich hoffe nur,dass der Pflegedienst weiter kommt,sonst wird es ganz bitter.Im Moment habe ich mich ganz gut im Griff.Ich denke auch oft an dich und Barbara.Bleibt standhaft,es wird auch wieder besser.Es grüßt Rosina

26.03.2020 | 13:40
Barbara66

Liebe Rosina,
Auch ich denke oft an Dich.
Meine Gefuehlswelt ähnelt gerade einer Achterbahnfahrt-das liegt an den starken Schwankungen der Lewykörper Demenz.
In einem Moment relativ klar und 15 Minuten später völlig verwirrt und wahnhaft.
Seit über 1 Woche packt Sie täglich ihre Tasche um nun endlich aus dem Leben scheiden zu koennen und sich die Todesspritze "die heiße Nadel"geben zu lassen.
Als sie vorgestern mit meinem Vater hier oben war und nur wirres Zeug geredet hat,bin ich fast im Wohnzimmer umgekippt.
Ich musste raus an die frische Luft.
Ich schaue sie an und denke:Wer bist du psychotisches Wesen, was aber auch gar nichts mehr mit meiner Mutter zu tun hat.?
Das Schlimmste ist,daß sie davon überzeugt ist,keine Demenz zu haben und giftig und frech wird,wenn man dann doch wieder versucht ihr zu erklären, was die Krankheit mit ihr macht.
Die Demenz ist so weit fortgeschritten, daß man nicht mehr an sie herankommt.
Sie begreift gar nichts mehr.
Ich merke dann für mich,daß ich wieder Abstand brauche und bleibe erst mal von meinen Eltern fern.
Heute morgen sind mein Mann und ich dann wieder vorbeigejoggt und ich sehe dann wieder,wie hilflos sie ist.
Das bricht auch mir wieder das Herz .
Ich hätte sie gerne in die Psychiatrie getan um sie dort nochmal neu medikamentös einstellen zu lassen.
Aber sie weigert sich,da sie auch dort vergiftet wurde.
Also lassen wir alles so wie es ist und werden bei Eskalation der Lage die Polizei rufen.
Anders geht es nicht.
Alles GUTE für Dich
Barbara

27.03.2020 | 13:46
Rosina

Liebe Barbara,ich verstehe dich sehr gut weiß genau,wie du dich fühlst,diese Wahnvorstellungen sind das Schlimmste.Wir waren ja mit meiner Mutter beim Neurologen ,weil sie auch immer solche Wahnvorstellungen hatte,ich muss sagen,unter den neuen Medikamenten haben sich gerade diese Wahnvorstellungen reduziert,das macht es wirklich etwas leichter im Umgang.Ich habe gesagt,ich muss wegen meiner Migräne dorthin und ich nehme dich mal mit,soll noch einmal ein anderer Arzt nach dir schauen,sie hatte ja ihren Mantel und ihre Microwelle nicht mehr erkannt,das ist jetzt alles besser,auch mit dem Klauen.Aber sie steht jetzt halt fast nicht mehr auf und Inkontinenz ist ein großes Problem geworden.Jetzt haben wir reduziert,da kommen natürlich die Angstzustände zurück,meine Mutter hat auch immer behauptet,sie haben ihr Gift ins Schlafzimmer gespritzt,weil sie beim Stöbern nachts in alten Schränken ihre Diabetikerspritze gefunden hatte.Vielleicht ist der Weg zum Neurologen noch einen Versuch wert.Vielleicht?.ES ist jetzt wieder anders schwierig.Meine Mutter hat zu dieser Demenz noch schwere Depressionen.Vor allem Angst,Angst davor,dass mein Vater stirbt,er schläft fast den ganzen Tag,auch im Sitzen,der Unterkiefer klappt nach unten und es sieht aus wie der Tod,der Anblick ist schrecklich,steht er dann auf ,macht er nur Unsinn und vor allem die Nacht zum Tag,er steht immer nachts auf.Ich habe ja schon geschrieben,was er anstellt.Er weiß nichts mehr.KANN KAUM LAUFEN,MERKT NICHT,DASS ER ON DIE Hose macht,aber ins Heim geht nicht.Ich bin so froh,dass der Pflegedienst kommt und ihn anzieht und wäscht,die Tabletten gibt.Sonst ginge es gar nicht .Aber die Gesprä che über Heimunterkunft laufen ins Leere.Angemeldet habe ich sie,aber das wird noch ein langer Weg.Also,gib nicht auf,vielleicht mit Trick zum Neurologen.Ansonsten weiß ich auch nicht weiter ,geh joggen ,wenn du das noch kannst,das ist ein guter Ausgleich,jetzt bin ich 65 ,i ch habe das früher auch immer gemacht,leider kann ich das jetzt nicht mehr.Aber das hilft dir ganz bestimmt.Tschüß bis bald Rosina

27.03.2020 | 19:17
Barbara66

Liebe Rosina,
Wir waren von Jan.2019-Jan.2020 in Behandlung beim Neurologen.
Unfähig, absolut unfähig.
Ich habe ihm im Januar gesagt,daß wir nicht mehr kommen.
Seit einem Jahr faselt der was von Psychose????!!!
Ich kann den Ärzten mittlerweile mehr über die meiner Meinung nach klar feststehende Diagnose Lewykörper-Erkrankung erzählen.
Wir sind jetzt wieder bei dem Psychiater und Psychotherapeuten, dessen Praxis an die Psychiatrie angrenzt, in der meine Mutter bereits 3 mal war.
Das Vertrauen in Ärzte habe ich verloren.
Bei Eskalation muss ich den Weg mit ihr in die Psychiatrie gehen,obwohl ich auch dort kein Vertrauen in die Ärzte habe.
Aber was bleibt mir anderes übrig? !
Leider ist die medikamentöse Therapie bei LewykörperDemenz mehr als schwierig,da die Medikamente die Parkinsonsymptome verstärken.
Nur irgendwann werden wir die Dosis erhöhen müssen-auch wenn sie dann möglicherweise durch die verstärkten Parkinsonsymptome gar nicht mehr laufen kann und im Rollstuhl landet.
Ich halte mich jetzt zurück, da sie ja nicht in die Psychiatrie will und lasse alles so weiter laufen.
Sollte Sie irgendwann gegen mich oder meinen Vater handgreiflich werden,rufe ich die Polizei und dann wird sie von denen in die Klinik gebracht.
LG Barbara

27.03.2020 | 23:27
Rosina

Liebe Barbara,du hast alles getan,was in deiner Macht liegt,mehr kannst du nicht tun.Mach das so,wie du das vorhast,anders geht es nicht mehr,ich weiß auch keine andere Lösung.Bleib gesund ,liebe Grüße Rosina



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