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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Verstärkte Parkinsonsymptome
23.11.2019 | 21:22
Barbara66

Hallo Herr Dr.Kaiser und Herr Dr.Laesser,
das Zittern meiner Mutter (LBD)wird immer schlimmer.
Sie bekommt 3xtgl.Levodopa/Benserazid 50/12,5 mg- diese Dosis greift überhaupt nicht.
Bei höherer Dosierung besteht ja die Gefahr vermehrter Halluzinationen.
Ich befürchte,daß keine Hilfe möglich ist,da es sich um sekundaeres Parkinson und nicht um idiopathisches Parkinson handelt.
Hier greift der Wirkstoff einfach nicht.
Es ist ja bekannt,daß LBD Patienten ganz schlecht auf Levodopa ansprechen und die erwünschte Wirkung ausbleibt.
Was soll ich mit meiner Mutter machen?
Wäre ein Krankenhaus Aufenthalt eine Lösung ,um Sie dort neu einzustellen?
Sie hat vorwiegend Wahnideen und Wahnvorstellungen.
Optische Halluzinationen gar nicht,sondern akustische in Form von Stimmen (sehr oft meine und die meines Bruders).
Ich wäre Ihnen für eine Rückmeldung sehr dankbar.
MfG
Barbara

Liebes Expertenteam,
Bekomme ich auch eine Antwort auf meine dringenden Fragen?
Barbara

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 27.11.2019 um 16:35.]

01.12.2019 | 16:43
elmarkaiser

Sehr geehrte Fragenstellerin,

das ist eine wirklich schwierige Situation. Ja - höhere Dosierungen von Dopaminagonisten können Halluzinationen auslösen / verstärken. Zu geringe Dosierungen können Bewegungsstörungen bei EPS wiederum verstärken. Evtl. kann aber auch eine ergänzende niedrigdosierte Gabe von Clozapin, einem sehr starken Antipsychotikum, erwogen werden. Bei LBD und Bestehen von EPS (sekundärem Parkinson) kann im Einzelfall unter Weitergabe von L-Dopa damit das Auftreten von halluzinatorischem Erleben abgefangen oder verhindert werden. Die medizinischen Voraussetzungen müssen aber sehr genau abgeklärt werden. Ich persönlich kann mich nur an Patienten erinnern, bei denen dies im Rahmen einer stationären Behandlung erfolgt ist. Dies wäre also meine Empfehlung, z.B. im Rahmen einer gerontopsychiatrischen Station.

Ich wünsche Ihrer Mutter und auch Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser


01.12.2019 | 18:22
Barbara66

Vielen Dank ,Herr Dr.Kaiser
Wir haben Ende März mal mit Clozapin gearbeitet ,aber die erwünschte antipsychotische Wirkung blieb aus.
Zum anderen waren die wöchentlichen Blutuntersuchungen zu anstrengend für meine Mutter.
Anfangs hatten wir aber tatsaechlich das Gefühl, daß der Tremor weniger geworden war.
Kommt denn das Levodopa überhaupt dort an,wo es wirken soll?
Bei idiopathischem Parkinson sicher, aber bei Parkinsonsymptomen der LBD eben nicht.
Wuerden wir etwas falsch machen,wenn wir überhaupt kein Levodopa geben würden? ???
Danke
Barbara

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 01.12.2019 um 18:22.]



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