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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor demenz? und dann?
25.01.2020 | 03:06
eva88

ich war nochmal beim Amtsgericht u da wurde mir gesagt, ich soll alles schriftlich darlegen per mail u dann wird es einem richter vorgelegt. habe ich gemacht.

25.01.2020 | 09:52
hanne63

Hallo Eva88,
ich habe oft an Sie gedacht.
Halten Sie noch weiter durch. Der Richter wird vermutlich Ihren Vater entweder vor Ort aufsuchen oder zu sich laden, um sich selbst ein Bild zu machen. Evtl gibt er auch ein psychiatrisches Gutachten noch in Auftrag, falls ihm die Aussage des sozialpsychiatrischen Dienstes nicht ausreicht. Dann werden vermutlich Sie selbst vom Richter gefragt werden, ob Sie die rechtliche Betreuung selbst übernehmen möchten als Angehörige (davon würde ich abraten in so schwierigen Fällen).....und dann kommt vermutlich die Entscheidung des Richters und er setzt einen rechtlichen Betreuer ein....und wenn Sie Glück haben, setzt der sich mit Ihnen in Verbindung....oder Sie fragen dann beim Gericht nach, wer die Betreuung übernommen hat etc....
In Eilfällen, kann so ein Verfahren sehr schnell gehen......oder wenn der Richter es nicht so eilig sieht....dauert es noch ein paar Wochen.
Aber Sie haben bis jetzt alles richtig gemacht....das schon mal zum Trost.
Liebe Grüße

P.S.: ich rate das alles so, wie es in meiner Familie abgelaufen ist und wie ich es in unzähligen Beratungsgesprächen ebenfalls so erklärt bekam. Falls eine Info oder Tipp fehlt, schreiben bitte andere noch was dazu.....Eva88 muß wirklich viel ertragen....

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 25.01.2020 um 09:53.]

03.02.2020 | 19:04
eva88

unser gemeinsamer Anwalt hat mich heute kontaktiert, dass mein Vater ihn kontaktiert hat. Unser gemeinsamer Anwalt kann weder ihn, noch mich, gegeneinander vertreten.
Mein Vater hat ihm gesagt, "dass jemand da war, der ihn für unzurechnungsfähig erklären sollte und dass der gesagt hat, dass er da aber keine Sorge haben muss."

ja, so wie es aussieht, erhält mein Vater keine Hilfe. Es wird kein psychiatrisches Gutachten erstellt.

Für mich ist es sehr gefährlich und daher unmöglich nach Hause zurückzukehren!

03.02.2020 | 19:40
hanne63

Hallo Eva88,

ich vermute, dass ein Amtsarzt bei Ihrem Vater war....die sagen oftmals zu den Betroffenen (wie auch die Richter), dass sie sich keine Sorgen machen müssen....um die Kranken zu beruhigen und ihr Vertrauen zu gewinnen.

Das Verfahren läuft offenbar ja noch....an Ihrer Stelle würde ich erneut bei den jeweiligen Stellen anrufen und nach dem Sachstand fragen.....

Wenn es gefährlich ist, gehen Sie nicht nach Hause zurück. Sie haben ja große Angst. Schildern Sie auch das erneut den beteiligten Behörden und Stellen.

Vielleicht läuft das Verfahren aber auch nur einfach seinen gewöhnlichen Gang und Sie müssen weiter abwarten und geduldig sein?...ich würde aber trotzdem anrufen und nachfragen.

liebe Grüße

08.02.2020 | 14:26
martinhamborg

Hallo Eva88, auch ich möchte Ihnen Mut machen, die Geduld und das Vertrauen in das rechtliche System nicht zu verlieren. Sie können dem Herrn vom Landratsamt regelmäßig Emails mit dem aktuellen Stand zukommen lassen, auch mit den Gesprächsvermerken, die Sie aus den Telefonaten gemacht haben.
Es kann auch helfen, wenn Sie regelmäßig zu Ihrem Vater gehen und sich ein eigenes Bild über die Gefahrenlage machen. Dabei geht es nur um Ihren Vater und um die Selbst- oder Fremdgefährdung.
Für den Richter ist es möglicherweise nachrangig, wie es Ihnen geht und ob Sie im Hotel wohnen müssen. Je häufiger Sie dabei die Polizei einschalten müssen um so besser. Aber bitte denken Sie daran, dass in allen kritischen Situationen das Prinzip gilt: Selbstschutz vor Fremdschutz&Hilfe!
Ihnen wünsche sehr, dass Ihr Vater endlich die Hilfe erhält die er braucht!
Ihr Martin Hamborg



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