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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Risperidon Aristo 1 mg
08.01.2020 | 14:18
Edelweiss2020

Liebes Team,
ich benötige dringend Ihre Hilfe.
Meine Mutter ist nun seit August letzten Jahres im Pflegeheim. Demez. Es gibt leider innerfamiliär sehr starke Probleme. D. h. meine Stiefschwester und MEIN Vater behandeln unsere Mutter/Frau leider aus meiner Sicht nicht zu Ihrem Wohle. Sie hat eine sehr schwierige Ehe über jahrzehnte hinter sich.
Jetzt hat meine Halbschwester (an mir vorbei) mit dem Hausarzt die Medikamente eingestellt.
Folgendes bekommt Sie derzeit:
Alendron Aristo 70 mg, Vigantol, Memantin ABDI 10 mg. Im August 2018 Risperidon Mylan 2mg, dann ab Sept 2018 Risperidon Aristo 1 mg, ab Nov 2018 noch zusätzlich Melperon Aristo.

Meine Sorge ist jetzt Risperidon, daß ja wohl nicht länger als 6 Wochen eingenommen werden soll. Die Gefahr eines Schlaganfalls ist auch hoch.

Jetzt kommt morgen dier Psychiater ins Heim und ich wollte vorbereitet sein.

Meine Mum ist wohl sehr Nachaktiv. Wiegt nur noch 46 kg und wirkt auch manchmal sediert. Klagte schon über Schwindel und hat auch N.pilz.. Rückenschmerzen hat Sie auch schon gesagt.

Ich möchte vermeiden, dass Ihre Lebenserwartung verkürzt wird. Möchte nur, dass die letzen Jahre für Sie noch etwas angenehm sind.

Über Ihre Hilfe bin ich sehr, sehr DANKBAR.

08.01.2020 | 15:18
Edelweiss2020

Vielen lieben DANK.
Ich habe aber Bedenken wegen dem Risperidon. Sie nimmt es nun schon seit August.

Liebe Grüße zurück.

13.01.2020 | 15:03
elmarkaiser

Sehr geehrte Fragenstellerin, sehr geehrter Fragensteller!

Es stimmt, das bezüglich der Anwendung von Risperidon gerade bei älteren Menschen - zumal mit Demenzerkrankungen - besondere Vorsicht geboten ist. Warnhinweise bei Vorliegen von kardiovaskulären Erkrankungen, z.B. Bluthochdruck und frühere Schlaganfälle oder deren Vorboten - sollten unbedingt ernstgenommen werden. Aus dem Bereich der sogenannten Antipsychotika (zu denen auch Risperidon zählt) gibt es mittlerweile zahlreiche Alternativen. Atypische Antipsychotika (d.h. neuere Produktklassen der Antipsychotika) haben teilweise weniger Nebenwirkungen und sind ähnlich effektiv. Die Entscheidung bezüglich einer möglichen Umstellung von Risperidon auf ein solches atypisches Antipsychotikum trifft aber immer der behandelnde Arzt. Grundsätzlich ist Risperidon als Substanz im Rahmen der Behandlung nicht-kognitiver Störungen bei Demenzerkrankungen gut etabliert, wenngleich auf Limitierungen und mögliche Kontraindikationen geachtet werden muss.

Ich wünsche Ihrer Mutter und auch Ihnen alles Gute!

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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