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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Dement und schizophren
13.01.2020 | 14:01
Ulli62

Mein Bruder ist seit Jahrzehnten in psych. Einrichtungen aufgrund schwerer Psychosen. Seit einigen Jahren hat er auch zusätzlich die Diagnose Demenz und die Krankheit schreitet schnell voran. Die Einrichtung, in der er lebt wurde im Hinblick darauf ausgesucht, dass er dort auch, wenn es so weit ist, pflegerisch versorgt werden kann. Allerdings wird die Betreuung in meinen Augen ziemlich vernachlässigt.
Gibt es Einrichtungen für Demenzkranke, wo die Betreuer auch Erfahrung mit Patienten mit langjährigen Psychosen haben? Er ist jetzt 64 Jahre alt und gehört in meinen Augen nicht so recht in ein Altersheim, denn er braucht noch keine Pflege.

13.01.2020 | 16:14
klauspawletko

Hallo Ulli62,
falls Ihr Bruder in Berlin wohnt, könnte es unter dem folgenden link passende Angebote geben.
https://www.hilfelotse-berlin.de/bereich/institutionen/db/liste/522/sortierung/name/pos/1/anz/10/

Ansonsten müssten die Pflegestützpunkte oder der ortsansässige sozialpsychiatrische Dienst über entsprechende Angebote aufklären können.

Viel Erfolg wünscht Ihnen

Klaus-W. Pawletko

14.01.2020 | 10:30
Ulli62

Danke für die schnelle Reaktion. Leider sind wir nicht in Berlin. Ich habe mich inzwischen an die Angehörigenberatung in Nürnberg gewandt, aber noch keine Antwort. Der Tip mit dem sozialpsych. Dienst ist gut, denn die Angehörigenberatung ist einfach ein privater Verein, keine Ahnung, wie groß die Unterstützung von dieser Seite überhaupt sein kann.
Ansonsten muss ich den gerichtl. bestellten Betreuer eben ohne vorherige Informationen überzeugen.

15.01.2020 | 11:30
martinhamborg

Hallo Ulli62, in einer großen Stadt wie Nürnberg sollte das Problem eigentlich bekannt sein, ansonsten haben wir für Menschen wie Ihren Bruder oft eine Versorgungslücke: Eigentlich sind psychiatrische Einrichtungen und Tagesstätten zuständig und sollten Verantwortung übernehmen, wenn Pflege und Demenz hinzukommt. Je nach dem wie hoch der Problemdruck und die herausfordernden Verhaltensweisen sind, wären sehr unterschiedliche Versorgungsformen denkbar. Also fragen Sie bitte auch bei den Trägern nach, die Ihren Bruder bisher versorgt haben.
Viel Erfolg, Ihr Martin Hamborg



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