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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Finanz. Unterstützung der Pflegeperson bei Heimbewohner
16.01.2020 | 17:40
SabineN

Ich habe trotz Recherche im Internet keine Antwort gefunden: Meine Mutter (PG II, GdB 100 mit G, B u. RF) musste aufgrund ihrer Demenz 2017 stat. im Heim untergebracht werden. Sie erhält hierzu Sozialleistungen, Wohn- u. Kleidergeld. Mit ihrem wenigen monatl. Taschengeld (116 Euro, übrig v. der eingezogenen kleinen Rente) kommt sie ganz gut hin. Jedoch bleibe ich als pfleg. Angehörige auf meinen eig. Kosten sitzen, für Waschmittel z. Wäsche waschen, Benzin f. Fahrdienste (z.B. Arzt, Friseur, Behandlungen, Restaurantbes. etc.). Es kostet alles Geld, was auch ich nicht habe (EM-Rente). Das Heim erhält Wohngeld, Sozialhilfe etc., ich erhalte nichts. Gibt es eine Möglichkeit, sich die eigenen Aufwendungen erstatten zu lassen? Bei Heimbewohnern greift leider auch keine Verhinderungspflege etc. Auch wurde vom MDK gemeint, dass ich nicht mehr als Pflegeperson und/oder Betreuerin im Gutachten hinterlegt werde. Ist das rechtens? Es geht ja auch um meine Ansprüche, nicht nur um die pflegebedüftige Mutter alleine. Danke für eine baldige Antwort.

20.01.2020 | 07:26
renategascho

Guten Tag Sabine,

dazu gibt es auch leider keine gesetzliche Grundlage. Ihre Mutter befindet sich in einer stationären Einrichtung und hat somit eine tägliche rundum Versorgung. Sie könnten wenn Sie wollen, in dem Heim auch ihre Wäsche waschen lassen. Befindet sich ein Elternteil oder ein anderer Angehöriger/Freund den man vorher zuhause gepflegt und versorgt hat in einem Pflegeheim, gilt man auch nicht mehr als seine Pflegeperson sondern als Angehöriger, Kind oder Freund – je nachdem. Das Pflegepersonal vor Ort sind nun die Pflegepersonen Ihrer Mutter.

Mit der Verhinderungspflege haben Sie natürlich recht. Die greift nur im ambulanten Bereich.

Haben Sie als ehrenamtliche Betreuerin (über das Amtsgericht) oder als Bevollmächtigte Ihrer Mutter die Gesundheitssorge? Dann sollte es auch kein Problem bei der Einsicht in ein Gutachten vom MDK geben.

Aber natürlich verstehe ich Ihren Ärger über die enge finanzielle Situation. Vielleicht sollte Ihre Mutter in Zukunft ihre Fußpflege, Friseur oder Hygieneartikel von ihrem Taschengeld selbst bezahlen und Sie als Tochter beglücken Ihre Mutter weiterhin mit Ihrer Anwesenheit und bringen vielleicht ab und an einen selbstgemachten Kuchen mit. Persönliche Zuwendung z.B. in Form von Gesprächen, vorlesen, Spazieren gehen, Füße massieren oder einfach nur da sein, ist oft das wichtigste für einen Menschen im Pflegeheim.

Alles Gute für Sie und Ihre Mutter wünscht
mit freundlichen Grüßen
R. Gascho



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