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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Buchtipp "Bis zum Schluss"
24.01.2020 | 01:27
hanne63

Guten Abend in die Runde,
vor einiger Zeit habe ich hier einen Buchtipp erhalten und das Buch zum Glück auch rechtzeitig gelesen.
"Bis zum Schluss" von Oliver Uschmann und Sylvia Witt.
Insbesondere enthält es auch unbezahlbare Ratschläge und Hinweise, wie man den Haushalt der Eltern nach Pflegeheim oder Tod dann auflöst und verkauft etc...und vor allem, wie man sich nicht über den Tisch ziehen läßt.....
Hätte ich das Buch nicht gelesen und manche Dinge sogar 2-3 x, wäre ich heute noch gnadenloser über den Tisch gezogen worden.....
Ich wohne ja nicht vor Ort und habe von daher Zeitdruck, wenn ich einmal einen ganzen Tag dort bin...also etliche Termine dann.....die anderen sind die Profis und wissen das...und nutzen es auch aus oder versuchen es....also bitte nicht überumpeln lassen....und wirklich mit allem rechnen....auch ich bin natürlich in einige Fallen getappt...aber jedenfalls dank dem Buch nicht in alle :-)......

Unbedingte Kauf- und vor allen Dingen Lese-Empfehlung....außerdem auch gute Ratschläge, wie man den Angehörigen während Pflege, Heim und Sterben beistehen kann und sich selbst dabei auch nicht vergißt.

liebe Grüße

P.S.: Ich bin nach wie vor der Ansicht, dass ein Demenzkranken in gewisser Weise ein Selbstbedienungsladen ist .....leider....und kaum kontrollierbar, wenn man nicht immer danebensteht.

24.01.2020 | 12:27
sonnenblümchen

Liebe Hanne,
ich kann mich erinnern,dass der Buchtipp von mir kam. Ich fand das Buch auch gut. Vor allem auch der Rat,wann man wen in die Wohnung lassen soll.
Dein Beitrag, ruft bei mir noch mal in die Erinnerung, dass ich den Schriftpapier noch mal weiter ordnen und sortieren kann. Ich werde einen Karton mitnehmen.
Magst du schreiben,was dir wiederfahren ist ?
LG

24.01.2020 | 13:39
hanne63

Hallo Sonnenblümchen,
dann geht mein Dank 100 fach an Dich wegen dem Buch.
Ich werde es in ein paar Wochen berichten.....
Wichtig ist, dass man möglichst alle Wertsachen, Schmuck, Geld (Geldverstecke) und wichtige Urkunden möglichst schon vorher gesichert hat und bei sich selbst aufbewahrt.

Mein Vater gab z.B. gern Trinkgeld, mal da 5.-- oder 10.-- oder sogar auch mal mehr...schon 5 Minuten später hatte er es vergessen und wollte erneut Trinkgeld oder Spritkostenersatz geben.....das kann gut ausgenutzt werden und ergibt dann tolle Stundenlöhne.....

Viele ist für mich nicht mehr nachvollziehbar, weil meine Eltern ja alles sofort wieder vergessen haben....also haben sie teuere Haushaltsgeräte etc verschenkt? sind sie ihnen abgeschwatzt worden...oder sind sie von selbst weggelaufen?? wer weiß....es macht mich nur sehr wütend.....

der Gegenstand, den man zuerst verkauft.....den hätte man mindestens für das doppelte verkaufen können :-).....

möglichst niemanden in die Wohnung lassen, solange man noch die persönlichen Dinge und Schriftstücke rausholt.....da ist man nämlich gut mit beschäftigt....und wird dann durch plötzliche Kaufanfragen, die postwendend erfolgen!!!! überrumpelt.....das konnte ich nicht so ganz durchhalten...aber ich war gewappnet..... und man sollte von manchen Teilen schon eine Preisvorstellung haben.....sonst geht es wirklich unverschämt gnadenlos zu...wenn das Gegenüber aber merkt, dass Ihr vorbereitet seid....ist es weniger schlimm ;-)

da auch unendlich viele Haustürschlüssel im Umlauf waren....direkt unkontrollierbar viele.....ist natürlich niemand zur Verantwortung zu ziehen.......also unbedingt aufpassen, wenn man es selbst in der Hand hat...nicht zu viele Schlüssel rauszugeben und auch an wen man sie gibt.....allerdings haben ja evtl sogar meine Eltern selbst Schlüssel rausgegeben....es ist jedenfalls jetzt eine Vielzahl von Schlüsseln vorhanden.....

weitere Einzelheiten möchte ich jetzt noch nicht schreiben.....kommen evtl später....

Paßt nicht nur gut auf Euch selbst auf......paßt auch auf Euer evtl. zukünftiges Erbe gut auf....und bedenkt: es ist auch keine Schande etwas zu erben (diesen Rat habe ich vor einiger Zeit in der Angehörigenberatung erhalten).

Liebe Grüße an alle


[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 24.01.2020 um 13:42.]

24.01.2020 | 19:36
Rosina

Liebe Hanne,als ich Ihre Artikel gelesen habe,war es mitten i n der Nacht.Uns hat verbunden,dass Sie genau so wach waren wie ich.Ich möchte Ihnen heute auch einmal sagen wie toll Sie das alles meistern.Sie sind scheinbar eine sehr starke Frau.Sie haben vieles schon getan,mir steht das alles noch bevor.Danke für die Buchempfehlung,ansonsten ist es wie immer,wenn's ums Geld geht.Manche Leute kennen da keine Freunde.Aber ich bin mir sicher,Sie schaffen das schon.Ich selbst denke sehr oft an Sie u d Ihre Worte,passen Sie auf sich auf. Zur Zeit Kämpfe ich wieder,Vater macht die Nächte zum Tag,Mutter ist auch am Ende.Haustür zu,Pflegedienst kam nicht rein,Schlüssel weg,.Pflegeheime habe ich abgeklappert,stehen auf einer Warteliste,habe aber noch keine Zusage,dass sie such dorthin gehen werden.Die Kosten sind auch enorm,wir müssten das Haus verkaufen, ungemeine Eltern wohnen.Alle Dienste habe ich mittlerweile mobilisiert.Hilft enorm.Ansonsten ist jeden Tag eine andere Überraschung,wir müssen stark sein.Viel Glück ,es grüßt Rosina

25.01.2020 | 10:00
hanne63

Hallo Rosina,
Ihr Zuspruch tut mir gut. Danke.
Ich sehe mich selbst im Grunde auch als relativ starke Frau, aber ich komme immer wieder an meine Grenzen derzeit....und ich frage mich auch, wie eventuell "schwächere" Menschen das durchstehen können, ohne selbst viel Schaden zu nehmen....

wenn nur ein Elternteil ins Heim kommt, muß evtl das Haus doch gar nicht verkauft werden, weil der andere Ehegatte in der Regel darin wohnen bleiben darf...Weil Umzug unzumutbar etc....Falls das Sozialamt beteiligt ist...dort nochmal besprechen...ich habe insoweit Ihre Situation nicht mehr ganz in Erinnerung...
ja die Kosten für Pflegeplätze sind enorm.....und wer gespart hat ist im Grunde der "Dumme" ;-).......

ich wünsche Ihnen auch viel Glück und weiterhin Stärke, die Sie bestimmt auch haben....Sie haben ja auch schon einiges erreicht.

liebe Grüße
Hanne63



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