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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Wohnungsräumung...laßt Euch Zeit!
21.03.2020 | 15:57
sonnenblümchen

Hallo Herr Hamborg,
Ihre Worte waren schön und auch wohl nett gemeint, aber irgendwie kann ich da jetzt gar nichts mit anfangen. Ich räume seit mehr als 1 1/2 Jahren mein Elternhaus auf. Wer Dokumentationen im Internet über Messiehaushalte oder wie ,,alte Menschen" oft leben sich angeschaut hat,der weiß wovon ich rede. Ich bin momentan nur sauer und mir tut es gut,wenn keine Essenssachen oder Fäkalien mehr in Schränke versteckt werden können. Wenn ich sauer bin baue ich Schränke ab. Meine Mama denkt alle ,,verdreckten" -alten Möbel hätten noch einen Wert. Ich finde es eine Zumutung,wenn man nicht rechtzeitig sich verkleinert und wegräumt / aufräumt und es den Kindern übrig läßt. So nach dem Motto :,, Wenn ich tot bin....können die aufräumen!" Ich hätte meine Person wertgeschätzt gefühlt,wenn ich irgendwo eine Ecke gefunden hätte, wo ich festgestellt hätte, dass meine Eltern auch mal an mich gedacht hätten. Ich mache jetzt die ,,Drecksarbeit" für meine Eltern. Ach irgendwie passen Ihre gutgemeinten Worte nicht zu meiner Stimmung,aber trotzdem DANKE.

21.03.2020 | 21:16
hanne63

Hallo Sonnenblümchen,
ich kann mich grad richtig gut in Dich reindenken...laß Dich mal drücken von mir...
Manchmal ist es so, dass Beratende sich nicht real vorstellen können, was man tatsächlich selbst erlebt...und von ihrer Sichtweise her dann einen Rat geben.....
...wenn man selbst merkt, dass das an der eigenen Realität ziemlich vorbei geht....steht man trauriger und ratloser da, als zuvor.....bei mir hat das sogar dazu geführt, dass ich Angehörigen-Beratungsstellen letztlich nicht mehr um Rat gefragt habe...meine Realtität war wohl einfach zu krass für die Vorstellungskraft der Betreffenden...und es hat mich jeweils zuviel Kraft und Energie gekostet....anfangs war deren Rat hilfreich...mit weiterer Zuspitzung der Lage dann nicht mehr so...
Hier im Forum habe ich mich fast immer gut aufgehoben gefühlt und Herrn Hamborg's Hinweise und Antworten schätze ich sehr....
Aber nicht immer können sich Außenstehende die Lage vor Ort bei einem selbst richtig klar vorstellen....und manchmal redet man halt aneinander vorbei...das kann vorkommen ;-)

deshalb: nehme es nicht persönlich...mache einfach Dein Ding weiter.....und natürlich dürfen auch gerade wir auch sauer auf unsere Eltern sein...warum auch nicht...? Sie wurden doch nicht zu Heiligen, seitdem sie an Demenz erkrankten ;-)......

liebe Grüße
hanne63

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 21.03.2020 um 21:22.]

23.03.2020 | 07:34
sonnenblümchen

..danke Hanne für dein Mitgefühl....ich bin nicht persönlich angegriffen...meine Stimmung ist nur momentan ,,schwarz" gefärbt ...danke ! LG



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