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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Nach Nierenstein plötzlich dement?
25.02.2020 | 15:32
KeFro

Vor ca einem Monat fand ich meine Mutter (64) fast unansprechbar in ihrem Bett liegend vor. Es war kaum möglich mit ihr zu kommunizieren und schon ein Wunder dass ich es überhaupt geschafft habe sie anzuziehen und ins Wohnzimmer zu bringen, wo sie der Rettungsdienst dann abgeholt und ins Krankenhaus gebracht hat.

Die Diagnose die gestellt wurde war ein Nierenstein. Sie wurde 10 Tage dort behalten, hatte eine Dialyse und ihr wurden Antibiotika verabreicht. Während dieser Zeit habe ich sie fast jeden Tag besucht, und sie schien mir fast völlig normal, abgesehen davon dass ihr ab und zu ein Wort nicht einfiel.

Danach war sie 10 Tage Zuhause weil wir auf einen Termin zur Nierensteinzertrümmerung warten mussten. In dieser Zeit fiel mir schon auf dass sie extrem viel schlief und auch ab und zu etwas wirr im Kopf war, aber ich dachte mir das würde sich nachdem der Stein weg ist wieder bessern, schließlich war sie lange im Krankenhaus und es wurde nichts anderes bei ihr festgestellt.

Nun ist der Nierenstein weg und sie ist schon wieder seit einer Woche daheim. Ihr Zustand hat sich stark verschlechert, sie hat sehr starke Wortfindungsstörungen, kann oft nicht mehr selbst die Fernedienung benutzen weil ihr die Programme nicht mehr einfallen, bringt Uhrzeiten durcheinander, zittert oft stark an den Händen, vergisst ständig wann und wie oft sie welche Medikamente nehmen muss, und fragt mich teilweise alle 30 Sekunden erneut nach diesen. Außerdem schläft sie jetzt fast 16 Stunden am Tag.

Zusätzlich leidet meine Mutter schon seit über 10 Jahren an einer Angststörung mit Zwängen , weshalb sie jeden Tag eine Zyprexa und zwei Temesta nimmt.

Meine Hoffnung ist, aufgrund der Tatsache dass die Symptome mit einem deliranten Zustand und einer Harnwegsinfektion begonnen haben, dass sie eventuell nur ein reversibles persistierendes Delirium und keine Demenz hat.

Leider ist der früheste Termin den ich bei einem Neurologen bekommen konnte in 4 Monaten. Ich habe Angst, dass momentan noch zu behebende Schäden zu der Zeit schon irreversibel sein könnten, vorallem weil sie eben auch starke Psychopharmaka nimmt.

Ihr Hausarzt ist schon wochenlang nicht in der Praxis, und meine Mutter sagt auch dass sie da gar nicht hin möchte. Ich weiß nicht was ich machen soll außer jetzt 4 Monate zu warten und auf's beste zu hoffen. Gibt es vielleicht Alternativen an die ich mich wenden könnte?


25.02.2020 | 16:08
Barbara66

Hallo KeFro,
Ich verstehe Deine Sorgen und Ängste und vermute auch,daß es sich um ein Delir handelt,welches umgehend behandelt werden sollte.
Habt ihr bei Euch eine Psychiatrie?
Wenn ja,wuerde ich sofort mit ihr dorthin.
LG
Barbara



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