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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Weg- bzw Hinlaufen
05.03.2020 | 10:15
sonnenblümchen

Hallo Andydreas,
ich habe gerade die Nachricht gelesen,dass Deine Mama im KH ist. War bestimmt wieder viel Aufregung für Euch ! Ich hoffe für Euch, dass du jetzt einem Platz im Altersheim für Deine Mama bekommst und dass es ihr bald besser geht.
LG ..halt die Ohren steif !

05.03.2020 | 11:58
Teuteburger

Hallo Andydreas,

ich habe Ihren weiteren Weg mitverfolgt. Dass Ihre Mutter jetzt im Krankenhaus liegt, führt hoffentlich zu einer Entlastung für Sie.
Vielleicht können jetzt auch die Medikamente ihrer Mutter neu eingestellt werden. Da sie Hausarztbesuche immer abgelehnt hat, ist da das ein oder andere sicher veränderbar, so dass es ihr etwas besser gehen kann als jetzt.

Zum Beispiel gehört das Neuroeleptikum, welches Ihre Mutter verschrieben bekommen hat, zur ersten Generation und hat schwerere Nebenwirkungen, als die der zweiten und dritten Generation. Vielleicht kann man hier etwas verbessern.

Ich wünsche Ihnen alles Gute und drücke Ihnen fest die Daumen

06.03.2020 | 09:48
Andydreas

Jetzt stehe ich wieder am Anfang und bin so schlau wie vorher.
Ich habe meinen Termin beim Sozialdienst wahrgenommen. Ich habe kurz meine Situation geschildert. Die Dame hat daraufhin 5 Einrichtungen angerufen und natürlich nur Absagen erhalten.
Sie gab mir eine Liste von Einrichtungen und emfahl mir meine Suche auszudehnen und teilte mir mit, dass sie mir nicht weiterhelfen könne.
Anschließend besuchte ich meine Mutter auf der Station und konnte beobachten wie die Krankenschwestern mit ihr kämpfen mussten. Ich konnte mit dem Stationsarzt sprechen, der mir mitteilte, dass eine Lymphdrainage vorgesehen sei. Er sagte aber auch, dass sie nicht lange da sein würde.
Ich war gerade 2 Stunden zu Hause als der Arzt anrief und mich aufforderte meine Muttr sofort abzuholen. Man wäre dort nicht in der Lage sie weiter zu behandeln, da sie extrem störrisch sei, alles ablehnen und weglaufen würde.
Ich machte mich auf den Weg.
Als ich im Krankenhaus ankam hatte man sie in einen Stuhl verfrachtet aus dem sie nicht aufstehen konnte und auf den Flur gestellt.
Ich musste dann eine Stunde auf den Entlassungsbericht warten und konnte mir ein Bild von der Station machen. Es waren zu dem Zeitpunkt 4 stattliche Männer, von denen einer ein sehr muskulöser, midestens 2 Meter großer Mann war.
Alsich dann endlich den Bericht bekam durften wir noch eine weitere Stunde mit ihr auf dem Flur warten bis sie endlich aus dem Stuhl befreit wurde und wir gehen konnte.
Mir ist wieder einmal klar geworden, dass es für meine Mutter keine Heimlösung geben kann, da wenn selbst ein Krankenhaus, das ja wohl mit renitenten Patienten Erfahrung haben müsste in der Lage ist sie mehr als einen Tag zu versorgen eine entsprechende Einrichtung auch scheitern würde.
Die Möglichkeit einer Zwangseinweisung in eine geschlossene Einrichtung durch das Betreuunsgericht hatte ich ja auch bereits versucht und bin gescheitert. Die Richterin sah keine Notwendigkeit.
Ich denke ich habe alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Ich lasse sie jetzt einfach machen was sie will, wasche täglich 3 x ihre Bettwäsche, gebe ihr ihre Tabletten und den Beruhigungssaft, versuche ihr Nahrung und Getränke einzutrichtern und lasse sie weglaufen, wenn sie will. Ich finde sie mit meinem GPS-Tracker immer wieder.
Irgendwann wird sie nicht mehr können.
Wenigstens ist nun mein Gewissen beruhigt, denn ich habe alles versucht.
Sehr frustierend.

06.03.2020 | 10:46
hanne63

Hallo Andydreas,
normale Krankenhäuser sind überfordert mit Demenzpatienten...deshalb wollen sie die so schnell als möglich wieder loswerden....
das habe ich mehrmals bei meinen Eltern miterleben müssen....
jetzt im Heim (beide sind in einem)...ist die Situation ganz anders...die Pflegekräfte können mit Demenzkranken umgehen und meine Eltern sind "händelbar".....
allerdings war in beiden Fällen eine richterliche Genehmigung zur Zwangseinweisung nötig....und bis die erfolgte.....mußte leider erst etliches passieren.....
liebe Grüße

P.S.: manchmal ist "Laufen lassen"....im wahrsten Sinne des Wortes.....das Beste, was man tun kann



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