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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Besuchszeit
02.03.2020 | 23:35
Seppi6366

Hallo Leute.
Meine Mutter ist seit über 2 Jahren in einem Pflegeheim untergebracht. Sie ist jetzt im letzten Stadium der Demenz angekommen und kann selber nicht mehr Essen,trinken kaum noch sprechen, ist Bettlägerig und ruft immer nach ihren Eltern.
Das Heim in dem sie ist hat wegen dem Corona Virus eine Präventionsmaßnahmen getroffen, und ich darf sie nun abends nicht mehr besuchen. Nur noch von 11.30-16.00 Uhr. Ich wäre aber gerne abends bei ihr, da sie in dieser Zeit am meisten Angst hat.
Meine Frage: Kann ich mich gegen diese Maßnahme wehren? Bin für jeden Tipp dankbar.
Gruß euer neues Mitglied Seppi

04.03.2020 | 11:05
martinhamborg

Hallo Seppi, die Einschränkung der Besuchszeiten ist mir auch nicht ganz nachvollziehbar. Haben Sie mit der Heimleitung gesprochen, üblicherweise gibt es bei Infektionen individuelle Regeln. An den Zimmern ist da ein neutrales Schild - bitte melden Sie sich vor dem Besuch im Pflegezimmer...
Dort werden Sie informiert, was zu beachten ist. Vielleicht finden Sie ja eine gute Regelung.

Sollten Sie nicht weiterkommen, können Sie sich im Gesundheitsamt erkundigen, ob diese Maßnahme angemessen oder etwas über-vorsichtig ist. Grundsätzlich werden bei Infektionen Persönlichkeitsrechte gegen die Schutzinteressen abgewogen, deshalb sollten m.E. immer offizielle Stellen einbezogen werden, auch um eine unangemessene Hysterie zu vermeiden. Was den Coronavirus angeht, betreffen die Schutzmaßnahmen in erste Linie die Händedesinfektion, also wenn noch kein Desinfektionsspender im Eingangsbereich ist, wäre das der nächste Schritt.

Eine weitere Möglichkeit ist, wenn Sie mit dem Heimbeirrat sprechen und ggf. die Heimaufsicht beratend hinzuziehen. Viel Erfolg, Ihr Martin Hamborg



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