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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Corona-Besuchsverbote-Briefe ins Heim!
25.03.2020 | 22:37
hanne63

Hallo in die Runde,
Vielleicht ist mein Vorschlag/Idee auch etwas für andere Betroffene, deren Angehörige bereits im Heim leben und derzeit ja nicht besucht werden dürfen.
Ich habe meine Eltern je einen kurzen(sehr kurz!) Brief ins Heim geschrieben und eine hübsche Karte dazu gelegt.
Ich habe Ihnen geschrieben, dass ich erst nach der schlimmen Grippewelle wieder zu Besuch kommen kann und ich froh bin, dass sie im Heim gut versorgt werden...diesen Brief können sie dann immer wieder von neuem anschauen...
Damit habe ich versucht, sie zu beruhigen...weil: ich habe mir ganz einfach mal vorgestellt, ich wäre in ihrer Lage: kein Besuch kommt mehr durch, auch zu anderen Bewohnern nicht...und alle Pfleger laufen nur noch mit Gesichtsmasken herum...wie wird das wohl auf einen Demenzkranken wirken?...ich würde mich fürchten und ängstigen..denke ich mal...zumal meine Eltern schon vor ihrer Erkrankung immer sehr skeptisch und mißtrauisch waren...
Also dachte ich...das ist vielleicht eine gute Idee...sozusagen von außen, also von Angehörigen eine Botschaft zu erhalten..dass alles soweit ok und in Ordnung ist...
Telefonieren ist leider nicht mehr möglich mit den Eltern..das schaffen sie nicht mehr.

viele Grüße
hanne63

[Dieser Beitrag wurde 2mal bearbeitet, zuletzt am 25.03.2020 um 22:38.]

26.03.2020 | 14:44
River

Hallo Hanne,

das ist im Grunde eine schöne Idee, hab ich vor zwei Wochen auch gemacht, aber vergessen, den Pflegern zu sagen, dass sie den Brief öffnen (Briefgeheimnis) und vorlesen können, was mit Sicherheit auch nicht funktioniert hätte, die sind ja schon mit dem Handy überfordert. Zum Glück kam meine Freundin zwei Tage später und hat ihn ihr dann vorgelesen.
Grüße
River

28.03.2020 | 09:55
martinhamborg

Hallo Hanne63, danke für die gute Idee! Mit Briefen und Postkarten haben die älteren Menschen etwas in der Hand, sie können die Liebe der Angehörigen wortwörtlich begreifen. Und das schöne ist, sie verblühen nicht wie Blumen.
Ihr Martin Hamborg

28.03.2020 | 21:58
hanne63

Hallo Herr Hamborg und an all die anderen hier,
ja...das scheint wirklich eine gute Idee..
ich sah heute an einem Pflegeheim in meiner Wohnnähe, wie eine Angehörige vor dem Heim stand und telefonierte..ich sah näher hin...auf einem Balkon stand "der Pflegling" und telfonierte ebenfalls..sie winkten sich zu..ich war sehr berührt...meine Eltern können leider nicht mehr telefonieren, skypen etc..aber evtl ist das eine Idee für anderen??
Eine Freundin aus Österreich, die Altenpflegerin ist, berichtet mir, dass sie aus dem Heim Videos oder Facebooknachrichten mit Fotos von den Heimbewohnern an die Angehörigen schicken...das finde ich total gut...obwohl dann hier wieder der Datenschutz ruft...aber in solchen Zeiten...?...
Also kreaktiv sein..und alle Möglickeiten und Fantasien nutzen...

liebe Grüße an alle hier, Ihr habt mir sehr geholfen

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 28.03.2020 um 21:59.]



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