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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Wie geht es Euch denn so ?
19.07.2020 | 12:51
Teuteburger

Hallo Herr Hamborg,

danke für Ihre ausführliche Antwort. Sie sprechen die Depression meiner Schwiegermutter an. Und Sie geben mir den Tipp, wie ich mich verhalten könnte. Dafür danke. Das bestärkt auch mich.

Das Depressionen gut behandelbar sind, das kann einerseits so sein, wenn jemand sich helfen lassen will und wenn er die Einsicht über sein Krankheitsbild hat. Meine Schwiegermutter schiebt aber ihre unbefriedigten und unbearbeiteten Lebensinhalte immer vor sich her und sie verteilt entsprechend schuld und das auch lange vor der Demenz.

Das sie neben der Depression noch dement ist, dass sieht man an ihrem Kurzzeitgedächtnis, da sie Essen und Trinken oftmals vergisst und dass sie zu duschen vergisst und behauptet sie hätte es getan und genauso weiß sie manchmal nicht mehr, ob sie Eltern gehabt hat und wer das gewesen sein könnte. Sie hat auch manchmal Schwierigkeiten, ihre Söhne richtig einzuordnen usw.

Ich persönlich glaube auch nicht an die starre Trennung von Depression und Demenz, aber dass mal das ein oder das andere mehr in den Vordergrund tritt, dass ist denke ich, bei ihr der Fall.

Liebe Grüße an Sie und an alle, die hier mitlesen

Und wie geht es Euch im Einzelnen so, seit der letzten Woche?




[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 19.07.2020 um 12:57.]

20.07.2020 | 11:17
Lulu

Liebe alle,

zum Thema "Einpackwahn": meine Mutter hatte es gar nicht. Meine Schwiemu um so mehr. Ihr könnt euch das Chaos nicht vorstellen, was wir beim Ausräumen ihres Hauses erlebt haben. Wohlgemerkt: geordnetes Chaos, jahrzentealter Kram ordentlich in Plastiktüten und Zeitungspapier verpackt. Davon waren MASSEN im Keller und auf dem Dachboden vorhanden. Man konnte auch nicht alles einfach wegwerfen, denn manchmal waren auch wertvolle Dinge darunter, z.B. ein echtes Silberbesteck.
Im Heim dann das gleiche Spiel: Unterwäsche, auch schmutzige, wurde im Zimmer, in Handtaschen, in Schrankecken versteckt. Die Hörgeräte wurden in Taschentücher gewickelt und von uns bei jedem Besuch gesucht, um sie dann erneut eingewickelt vorzufinden. Mittlerweile sind sie verschwunden, vielleicht von der Putzfrau entsorgt?
Meine Schwiemu war eine sehr ordentliche Frau. Neue Dinge wurden oft jahrelang "geschont" und nicht gebraucht. Die Spülmaschine wurde nie angeworfen, um sie zu schonen, hatte sich dann natürlich kaputtgestanden und musste entsorgt werden. Das gleiche mit neuer Kleidung und Wäsche, mit dem Inhalt ihrer Kleiderschränke hätte man eine Kleinstadt versorgen können.
Deswegen Sonnenblümchen: vielleicht gelingt es Ihnen doch, den Einpackwahn mit Humor zu nehmen. Früher sinnvolle Verhaltensweisen (Ordnung, pflegsamer Umgang mit Gegenständen, Vorratshaltung,...) gleiten bei der Demenz oft ins Absurde ab. Ich denke nicht, dass Ihre Mama Sie ärgern will. Ich kann mir aber vorstellenb, dass es zu Konflikten führt, wenn Sie gegen ihren Willen aufräumen wollen.
Bei meine Schwiemu bin ich einmal gehörig ins Fettnäpfchen getreten, als ich die kleinen Teppiche und Stolperfallen zwecks Gangsicherheit ihrerseits entsorgen wollte. Ganz entrüstet wurde mir entgegengehalten: "die habe ich alle SELBST geknüpft!!!" Na, wenn das kein Argument für den nächsten Oberschenkelhalsbruch ist!

21.07.2020 | 11:32
Teuteburger

Hallo in die Runde,

dann kann ich auch mal antworten. Mein Computer war gestern sozusagen beim Arzt und ich konnte hier nur mitlesen, aber nicht schreiben. *smile*

@Sonnenblümchen,

danke für deine Rückmeldung. Ich mag ja deinen Humor, den du zumindest schriftlich hast. (Papierkunst / Demenz) *smile*

Zwischen den Zeilen klingt es resignierend und ich verstehe das gut.

Das Murmeltier lässt auch bei mir grüßen. Es ist ein Tanz auf dem Vulkan / Pulverfass. Anbieten / Ablehnen / Ablenken (klappt nicht immer) / Resignieren und Abwarten, während ich immer versuche, neue Lösungen zu finden, die ihre Bedürfnisse befriedigen könnten.

Zudem erfahre ich immer wieder, dass in familiären Angelegenheiten, alte Verletzungen auch heute noch das Leben bestimmen und dass auch die jüngere Generation der Anverwandten (nicht die Söhne) hier oftmals kein Verständnis aufbringen. Dann gerate ich hier automatisch ungewollt in die Schusslinie und ich wünsche mich nicht nur einmal auf eine einsame Insel.

Der letzte Satz von Lulu, könnte auch von meiner Schwiegermutter kommen.

Liebe Grüße an alle Mitleser








[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.2020 um 11:41.]

21.07.2020 | 13:19
Teuteburger

@Sonnenblümchen

*lach* Sonnenblümchen. Deckenlampe/Toilettenpapier und der Betreuer für dich. Ja, so kommt man sich manchmal vor.

Das man in alte Muster verfällt, ja, das meinte ich indirekt. Ich habe es aber nicht ausführlich genug beschrieben.

Bei uns ist es eher so, dass verwandtschaftlich gewisse Eifersuchtsszenarien immer wieder auftauchen, so nach dem Motto, der sollte aber heute bei mir sein, weil . . . Und der andere meint, der oder diejenige sollte aber heute bei mir sein, weil . . . Und natürlich spricht man nicht darüber, was die gegenteiligen Beweggründe und Bedürfnisse sind. Stattdessen verteilt man schuld, sowohl der Demenzkranke als auch andere, die irgendwie mitbeteiligt sind. Jeder meint, ein Recht auf die Anwesenheit des jeweiligen Verwandten zu haben.

Und indirekt liegen dahinter kindheitliche Verletzungen und Vernachlässigungen. Und wenn ich dann von allen Seiten bombardiert werde und von mir "ein Standpunkt/Parteiergreifung" eingefordert wird, dann ertappe ich mich dabei, dass ich mir ebenfalls nicht mehr treu bleibe und ich mich schlecht fühle, obwohl ich nichts damit zu tun habe.

Ich hoffe, ich habe es jetzt verständlicher ausgedrückt.

Aber zu der Sache, dass du das Messiehaus nach und nach entrümpelt hast und es so gut es geht auf Vordermann gebracht hast, was schon eine beachtliche Leistung ist, neben der Betreuung der Mama. Entschuldige, wenn ich naiver Weise frage, ist es vielleicht irgendwann möglich, dass doch mal jemand anderer nach deiner Mama schauen könnte? Oder ist ihr Widerstand hier vehement? Kann man nicht tricksen?

Du hast, glaube ich, auch Probleme gehabt, jemanden zu finden. Bei einer voll Demenzkranken ist das ja noch mal eine andere Hausnummer. Und ich verstehe, dass man nach einigen Fehlversuchen einfach keine Lust mehr hat.
Mir tut es nur so leid, dass du das alles alleine stemmen musst. Ich finde es mit Hilfe schon schwer.

Liebe Grüße an Dich



[Dieser Beitrag wurde 3mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.2020 um 13:36.]

21.07.2020 | 16:11
Rosina

Hallo in die Runde,Hallo,Sonnenblümchen,du bist ja auch kernig,habe lange über deine Überlegungen mit dem Toilettenpapier u d der Karnevallsmusik gelacht,ja solange man noch lachen kann,aber ich weiß schon,wie es gemeint ist,es ist die pure Verzweiflung.Liebes Sonnenblümchen,wir schreiben uns schon lange,du weißt,ich hatte zwei alte Leutchens mit Demenz ,mit Angst ,mit Inkontinent,eigentlich das volle Programm.Und ich gebe dir wirklich den Rat,hole dir Hilfe.Ob sie es wollen oder nicht,es geht nicht mehr nach Wollen, du machst dich fertig.Mein Vater ist ja nun verstorben,meine Mutter total zusammengebrochen,Klinik,Kurzzeitpflege,jetzt Vollzeitpflege.Und glaube mir,es ist für mich viel leichter geworden,keine morgendlichen Anrufe mehr,du musst kommen,....nicht mehr Betten abziehen,nicht mehr Sch...wegmachen,nicht mehr anziehen ,versorgen ,sauber machen....usw.Und vor allem nicht mehr den ganzen Unsinn ,der mich verrückt gemacht hat....Es ist zwar nicht alles, wie ich es wünsche,aber es ist leichter geworden,für mich!!,,,Meine Mutter ist natürlich nicht gerne dort,Demenzstation ist natürlich krass,aber sie kann nicht mehr nach Hause,werde auch versuchen ,einen Umzug auf eine andere Station noch hinzubekommen,jetzt hat sie auch jemanden aus ihrem Ort dort getroffen,Vielleicht gewöhnt sie sich ja doch ein,die Schwestern sind total nett,sie machen auch Beschäftigung ,auch Gymnastik,meine Mutter läuft wieder ein paar Schritte am Rollwagen,sie wird gut versorgt,.....
Für mich eine totale Erleichterung,ich fange jetzt erst an ,wieder ein bisschen zu leben, ich rate dir Sonnenblümchen,hole Dir Hilfe,du machst dich kaputt,ich habe jetzt nur noch geheult,lass dir etwas einfallen,dann bist du eben selbst krank...ich hatte natürlich Glück,dass meine Mutter so krank geworden ist und ins Krankenhaus kam,die Ärzte sagten,sie kann nicht allein in das Haus zurück. Es ist alles nicht so einfach.Behalte deinen Humor,ich denke an dich. GRUß ROSINA

[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 21.07.2020 um 16:14.]

22.07.2020 | 10:14
Andydreas

Hallo Rosina und Sonnenblümchen,

das mit dem Hilfe suchen ist leicht gesagt. Ich habe nichts unversucht gelassen um mir einen Pflegedienst und eine Alltagsbegleitung zu organisieren. Natürlich musste ich gegen die Abwehrhaltung meiner Mutter ankämpfen. Aber letztendlich hatte ich sogar einen Pflegedienst und auch eine Alltagsbetreuung gefunden. Der Pflegedienst hat sich meine Mutter angeschaut und sich dann nie wieder gemeldet. Das Gleiche geschah mit der Alltagsbetreuung, so dass ich letztendlich aufgeben musste und sie über das Krankenhaus in ein Heim kam. Ist mir unendlich schwer gefallen. Nichtsdestotrotz war es für mich eine große Erleichterung sie versorgt zu sehen und gleichzeitig mein eigenes Leben wieder in Fahrt bringen zu können.
Nach einer gewissen Anfangseuphorie geht es mir jetzt tatsächlich nicht viel besser. Ich besuche sie jeden Sonntag und muss feststellen, dass sie dort in gewisser Hinsicht gut versorgt wird, aber gegen die Demenz ist man dort natürlich genauso ratlos. Der neue Arzt, der mit dem Heim zusammenarbeitet wollte schon auf Palliativmedizin umschalten und ihr Morphium verabreichen. Da sie sich wieder ein wenig erholt hat, wurde vorerst davon abgesehen.
Ich habe nach der "Befreiung" sofort angefangen mein Leben umzugestalten und wollte mir eine kleinere Wohnung suchen und habe wieder angefangen zu arbeiten.
mir ist jedoch sehr schnell klar geworden, dass ich wohl erst mal die Vergangenheit aufzuarbeiten habe und beschlossen erst mal in meiner (unserer) riesigen Wohnung zu bleiben und in aller Ruhe aufzuräumen. Da gibt es viel zu tun.
Die Sonntagsbesuche sind für mich schwer zu ertragen. Ich sehe dort nur noch meine verbitterte und hilflose Mutter, die mich nicht mehr erkennt und nicht mehr spricht. Ich verbringe dann 1 Stunde bei ihr und versuche sie zum trinken zu animieren. Gelingt so einigermaßen. Essen will sie aber nicht.
Aber eines kann ich Sonnenblümchen aus meiner Erfahrung berichten. Es wird einfacher und wir brauchen auch kein schlechtes Gewissen zu haben, denn wir haben alles getan was wir konnten. Vielleicht sogar mehr als das.

22.07.2020 | 11:51
sonnenblümchen

Hallo Andydreas,
schön von Dir zu hören. Wie so geht es Dir nicht besser ? Du schreibst, dass die Sonntagsbesuche nur schwer für Dich zu ertragen sind ! ABER Du hast doch einen Teil Deines ,,alten Lebens" wieder zurück.....Du kannst wieder arbeiten gehen...bist alleine in der Wohnung...kannst nachts jetzt schlafen ohne nach Deiner Mama schauen zu müssen ! Warum kehrt bei Dir nicht etwas Ruhe ein? Du konntes doch Deine Mama nicht mehr versorgen...warum kommst Du obwohl Du wirklich viel für Deine Mama gemacht hast nicht zur Ruhe ? Ist es die Angst ,dass sie jetzt sterben könnte ? Kannst Du nicht loslassen?
Sei mal gedrückt!


22.07.2020 | 12:23
Lulu

Hallo Andydreas,

ich kann das so gut nachvollziehen, wie Sie sich nun fühlen, wenn auch nicht aus eigener Erfahrung, denn ich habe meine Mama ja nicht selbst gepflegt. Das wäre über meine Kräfte gegangen, denn ich hatte eher ein immer angespanntes Verhältnis zu ihr. Zu sehen, wie sie unter der Demenz gelitten hat, hat mir trotzdem sehr weh getan.
In dem Pflegeheim meiner Mutter gab es aber eine Angehörigen-Gruppe. Hier war eine ältere Dame, die über 15 (!) Jahre ihren dementen Ehemann gepflegt hatte, bevor sie ihn ins Heim geben musste, da er mit einem Beil auf sie losgegangen und sie schwer verletzt hatte. Sie hatte alles für ihn aufgegeben, Beruf, Freunde, Hobbies. Der Ehemann ist 2 Wochen später gestorben und sie gab sich die Schuld daran. Außerdem ist sie in ein tiefes Loch gefallen, da sie jahrelang keinen anderen Lebensinhalt hatte. Das macht was mit einem!
Die Pflege eines Demenzkranken ist für Angehörige so umfassend, dass sie sich selbst verlieren.
Andydreas: Sie werden wieder ein eigenes Leben haben, haben Sie Geduld. Es kommt aber nicht "automatisch". Vielleicht ist professionelle Hilfe nötig, um alles zu verarbeiten? Was ich von Ihnen gelesen habe, lässt mich vermuten, dass Sie ausgebrannt sind.
Sonnenblümchen: lassen Sie fremde Hilfe zu, auch wenn andere es nicht so gut machen, wie Sie. Dann sind eben die Schränke innen nicht picobello oder die Mama liegt mal den ganzen Tag im Bett. Oder aber das Heim ist weiter weg und Sie können Sie nur selten besuchen. Das muss nicht unbedingt schlimm sein, aber man muss als Angehöriger auch einfach lernen, Verantwortung abzugeben.
Meine Schwiemu will auch jedes Mal nach Hause, wenn mein Mann sie besucht. Er hat dann ein ganz schlechtes Gewissen und der weitere Tag ist gelaufen, da er sich Vorwürfe macht. Neulich fragte er die Alltagsbegleiterin in dem Heim, wie sich Schwiemu so verhält, wenn er nicht da ist. Und siehe: sie hat durchaus Gespräche mit anderen und nimmt auch manchmal an den Aktivitäten teil. Wir müssen davon ausgehen, dass unsere Angehörigen erwachsene Menschen sind, die sich trotz Demenz auch in einer fremden Umgebung durchaus zurechtfinden können. Das haben sie schiesslich, anders als ein Kleinkind, mal gelernt in ihrem früheren Leben. Allen: Kopf hoch und alles Gute!!

22.07.2020 | 12:51
Teuteburger

Hallo in die Runde,

schön, auch von den anderen etwas zu hören.

@Elisabetha

leider habe ich auch keinen besseren Vorschlag zu machen, als Herr Hamborg. Nichts desto trotz ist das eine Entscheidung für die es, so denke ich mir, kein absolutes richtig oder falsch geben kann. Es wird wohl immer etwas in der Mitte sein. So erlebe ich das bei meiner Schwiegermutter auch. Und ich sage leider. Ich gehe auch bei allem gerne Kompromisse ein, aber wenn der andere so gar keine Verantwortung mehr für sich übernehmen will oder kann, dann ist alles was man tun wird, zweischneidig, von vornherein.

Sei gedrückt

@Sonnenblümchen

ich verstehe dich gut. Und wenn ich um die Ecke denke, *smile* dann ist da ganz viel Verantwortung. Das kenne ich bei mir auch. Ich drücke fest die Daumen, dass du für Euch beide den richtigen Weg findest. Es muss in deinen Augen stimmig sein. Und du kennst dich und deine Mama am Besten.

Sei auch du gedrückt.

@Andydreas,

das, was du beschreibst, kenne ich von mir auch. Es ist aber unterschiedlich. Mal kann ich leicht loslassen und mal braucht es eine Aufarbeitung bei mir selbst. Das eigene Gefühl sagt einem hier, wo es langgeht. Und hier würde ich der anfänglichen Euphorie auch nicht nachtrauern. Nach und nach stellt sich ein dauerhaftes neutraleres Gefühl ein, aber bis dahin geht man seinen eigenen Weg. Ich habe festgestellt, dass ich in solchen Fällen einige innere Fragen, an mich selbst habe, die ich mir nach und nach beantworten kann. Und hinter jeder Frage liegt ein Gefühl, dass in meinen Augen immer eine Berechtigung hat.

Sei auch du gedrückt

Rosina und Lulu

ich danke Euch für eure persönlichen Erfahrungsberichte und was ihr für Lösungen daraus gezogen habt.

Seid auch gedrückt

und liebe Grüße an alle anderen.



[Dieser Beitrag wurde 1mal bearbeitet, zuletzt am 22.07.2020 um 12:53.]

23.07.2020 | 10:59
Lulu

Sorry Sonnenblümchen, ich wollte nicht bevormundend wirken. Natürlich muss jede für sich selbst sehen, wie sie/er mit dieser schwierigen Situation zurechtkommt ohne selbst unter die Räder zu kommen oder sein Leben völlig aufzugeben. Das Beispiel Andydreas, der sich ja wirklich sehr um seine Mutter gekümmert hat, zeigt, dass es nicht vorbei ist, wenn die Angehörige dann (endlich) im Heim ist. Es ist nicht sofort Friede, Freude, Eierkuchen. Man kann nicht sofort wieder sein altes Leben aufnehmen. Das meinte ich mit meinem Beispiel von der Ehefrau aus meiner Angehörigengruppe.
Ich denke, langjährige Pflege eines dementen Angehörigen macht auch etwas mit der Pflegeperson. Möglicherweise geht auch diese nicht ganz unbeschadet aus dem ganzen Drama hervor. Das war meine Sorge, auch wenn Sie sich als Stehaufmännchen beschreiben.
1,5 Jahre nach dem Tod meiner Mutter beschäftigt mich das Thema noch immer. Ich träume oft nachts davon und die Träume sind nicht angenehm. Mit meiner Schwiemu machen wir nun das gleiche durch und so beschäftigt uns das Thema wohl noch lange Zeit. Bleiben Sie gesund!



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