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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Partnerwohnung?
18.05.2020 | 13:34
GerhardII

Guten Tag,
zunächst: Ich bin hier neu und nicht direkt betroffen, kümmere aber zeitweise um ein Ehepaar, beide um die 80 Jahre, das noch in der gemeinsamen Wohnung zusammenlebt. Der Mann ist Demenzkrank und dabei ein freidlicher, immer noch humorvoller Typ mit scheinbar hellem Verstand, aber einem fast nicht mehr vorhandenen Kurzzeitgedächtnis. Die Frau, geistig sehr fit, kümmert sich liebevoll, ist aber selber auch altersbedingt kränkelnd (Arthrose). Neulich musste sie kurzfristig für 3 tage in ein Krankenhaus, wodurch ich in die Lage kam, mit dem Mann in der Wohnung zu bleiben, da dieser nicht alleine sein kann. Dass ich das terminlich gerade einrichten konnte war ein Zufall.
Auf die Schnelle ließ sich, auch über die bereits involvierte Diakonie (Bis dato nur Hilfe im Haushalt) keine Kurzzeitpflege finden.

Um dies in Zukunft zu vermeiden, möchte ich fragen, was man da tun kann (ungeplanter, plötzlicher Ausfall eines pflegenden Partners).

Dann eine weitere Frage.
Gibt es in Berlin empfehlenserte Einrichtungen, in denen "Gemischte Paare" d.h. ein Demenzkranker und ein geistig rüstiger Partner zusammen unterkommen und doch eine Pflege des Kranken gewährleistet ist.? Eine Wohnung mit einem Umfeld, dass der geistig gesunden Person nicht das Gefühl gibt, isoliert in einem Krankenhaus zu leben? Die eigene Haushaltsführung ist weitgehend noch selbständig möglich. Kochen, Wäsche etc.

Vielen Dank für Geduld und Interesse.
Gerhard

18.05.2020 | 14:40
klauspawletko

Hallo Gerhard,
der plötzliche Ausfall einer Pflegeperson ist eine Situation, für die das Pflegesystem keine passenden Antworten bereit hält.
Wenn ein Hausarzt schnell erreichbar ist, bleibt immer noch die Möglichkeit der Einweisung in ein geriatrisches Krankenhaus. Sicher keine optimale Lösung, aber wahrscheinlich besser als ein unversorgter Zustand.
Für das - hoffentlich schnelle - Finden einer Kurzzeit-Pflege bieten sich die Pflegestützpunkte an, die in jedem Berliner Bezirk vorhanden sind.

Zu Ihrer zweiten Frage:
Die Stiftung Schönholzer Heide bietet eine Kombination aus einer "Demenz-Wohngemeinschaft" und einer Wohnmöglichkeit für den pflegenden Partner. Die ist zwar in einem anderen Gebäude, aber doch in unmittelbarer Nähe. Ob dort aktuell Kapazitäten sind, kann ich Ihnen allerdings nicht sagen. Auc hier kann ein Pflegestützpunkt sicher behilflich sein. https://www.pflegestuetzpunkteberlin.de/
Viel Erfolg wünscht Ihnen

Klaus-W. Pawletko

18.05.2020 | 14:49
GerhardII

Herzlichen Dank für die schnelle und sicherlich hilfreiche Beantwortung meiner Fragen.
Beste Grüße
Gerhard



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