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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Befundaufklärung
19.05.2020 | 09:56
KarlB



Hallo,

ich hätte gerne gewußt, was der Befund bedeutet:" Eine Mikroangiopathie mit kleineren postischämischen Gliosenarben."
Insbesondere auch, ob daraus etwas für die Zukunft abzuleiten ist.


Für eine Antwort möchte ich mich im voraus herzlich bedanken.

22.05.2020 | 12:05
elmarkaiser

Sehr geehrter Fragesteller,

Mikroangiopathie bedeutet, dass sehr kleine Veränderungen von Gefäßen im Gehirn im MRT sichtbar sind. Postischämisch bedeutet "nach einer Durchblutungsminderung bzw. -störung". Kleine Gliosenarben sind bleibende, räumlich eng umschriebene Defektzustände in Gehirnarealen, die zeitweise nicht oder sehr schlecht durchblutet wurden (s.a. "postischämisch"). Zusammenfassend liegen also kleinere, umschriebene Areale im Gehirn vor, die aufgrund (früherer) Durchblutungsstörungen in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Typische Risikofaktoren für mikroangiopathische Hirnveränderungen sind neben dem höheren Lebensalter an sich Bluthochdruck, Diabetes mellitus, bestimmte Fettstoffwechselstörungen oder Störungen der Blutgerinnung. Eine internistische Abklärung und ggfs. medikamentöse Behandlung der genannten Risikofaktoren ist also im Sinne einer Prävention weiterer Veränderungen sehr sinnvoll. Vielfach werden Riskikopatienten mit ausgeprägten mikroangiopathischen Patienten auch in gewissen zeitlichen Abständen - z.B. jährlich - mittels MRT-Schädel auf weitere Veränderungen untersucht.

Mit freundlichen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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