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Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Pflege zu Hause / Hilfe zur Pflege
23.07.2020 | 15:08
Andreas24

Guten Tag,
zur Pflege meiner beiden Eltern (Pflegestude 4 bzw. 3) setzen wir Grundpflege und eine 24h-Pflegerin über einen Dienstleister ein.
Da wir für die 24h-Pflege nur das Pflegegeld erhalten, ist das für uns teurer aber die Pflege zuhause ist so offensichtlich besser als eine Heimunterbringung.
Eine Pflege im Heim wäre für uns etwas billiger, obwohl insgesamt deutlich teurer, jedoch über die Pflegesachleistung deutlich besser gefördert.
(Eine private Pflege kann keines der Kinder leisten).

Da demnächst das Ersparte verbraucht sein wird, bereite ich einen Antrag auf Hilfe zur Pflege vor.

Meine Fragen heute:
Kann das Sozialamt eine Kostenübernahme für die 24h-Pflege verweigern?
Kann das Sozialamt dann eine Pflege im Heim einfordern (für das Sozialamt wäre dies deutlich günstiger)?

Vielen Dank vorab für Ihre Mühe!

Mit Besten Grüßen,
Andreas

23.07.2020 | 15:38
klauspawletko

Hallo Andreas24,
die Sozialämter übernehmen nach meiner Kenntnis niemals die Kostenübernahme für eine 24-Stunden Betreuung.
Die laufen nämlich offiziell als "Haushaltshilfen" - dürfen demnach eigentlich gar keine Pflegeleistungen erbringen.
Die Versorgung in einem Heim ist keine "Unterbringung", zu der man gezwungen werden kann. Man schließt dort einen Vertrag mit einem zugelassenen Träger. Wenn allerdings die Versorgung zu Hause nicht gewährleistet ist, werden Sie selbst gezwungen sein, über diese Versorgungsmöglichkeit nachzudenken. Die Anbieter von 24-Stunden-Versorgung haben allesamt keine Verträge mit den Kostenträgern (Pflegekassen und Sozialämter). Ausnahme bilden spezielle (deutsche) Pflegedienste, die dann allerdings auch sehr teuer sind. Hierbei fallen Kosten von weit über 5.000 € im Monat an.
Es tut mir leid, dass ich Ihnen nur diese enttäuschende Antwort bieten kann und hoffe, dass es Ihnen doch gelingt, weiterhin die Versorgung zu Hause sicher zu stellen.
Beste Grüße von
Klaus-W. Pawletko




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