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Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie"

Bild: Ratgeberforum "Prävention, Diagnose und Therapie" Die Diagnose Demenz wirft viele Fragen auf. Hätte die Erkrankung verhindert werden können? Ist sie therapierbar? Und worauf sollte man bei der Behandlung achten? Im Ratgeberforum „Prävention, Diagnose und Therapie“ geben zwei Experten Antworten: Dr. Marc Lässer, Neuropsychologe und assoziierter wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Sektion Gerontopsychiatrie der psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg, moderiert das Forum zusammen mit Dr. Elmar Kaiser. Als Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie leitete er bis Anfang 2012 die Gedächtnisambulanz der Psychiatrischen Universitätsklinik Heidelberg.

Autor Delir bei frontotemp. Demenz
10.09.2020 | 21:40
Schindlegger

Pat mit schweren hyper und hypoaktiven Delir seit 10 Tagen
Benperidol über einige tage
Jetzt niedrig dosiertes (1,5mg/d) risperidon. Z.n. Opioidgaben intermitt
(Vendal 10-15mg/d).
Quetialan hatte keine wirkung
Pat nunmehr immobilisiert, praktisch keine orale Einfuhr, zusätzl. Seit 2 tagen bakteriämie
Wer hat Erfahrung mit solch einer Konstellation?
Alles „zentral wirksame“ ex.?
Bitte um Einige Ideen
Ein ratloser alter Geriater

12.09.2020 | 10:19
elmarkaiser

Sehr geehrter Fragensteller, sehr geehrter Herr Kollege,

ad Bakteriämie: vorrangig Erregerfeststellung, Focussuche, Antibiotikasensibilität des Keims bestimmen, spezifische Behandlung in alters- und körpergewichtsadaptierter Dosierung. Ciprofloxacine vermeiden (psychotische NW möglich). Falls möglich, Ein / Ausfuhrprotokoll, ggfs. Flüssigkeitssubstitution per Infusion. Elektrolytkontrolle Na / Ka. CRP als Verlaufsparameter.

Falls der Pat. in einer geschützten Umgebung und medizinischen Betreuung ist, kann ein vorübergehendes langsames Ausschleichen der noch bestehenden fixen psychotorpen Medikation im Sinne einer Medikationspause erwogen werden. Antihistaminerge Substanzen zur Sedierung als Alternative (off-label) zu klassischen Strategien (antipsychotische Medikation hoch- oder niederpotent) möglich. Aktuell Vermeidung einer Eindosierung von Acetylcholinesterasehemmern oder Alternativen (längere Wirklatenz, mögliches NW-Spektrum in Zusammenhang mit derzeit bestehender Bakteriämie / möglichem Infektgeschehen.

Mit kollegialen Grüßen,

Dr. E. Kaiser



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