Navigation und Service

Direkt zu:

Hauptmenü

Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege"

Bild: Ratgeberforum "Wohnen, Betreuung und Pflege" Unter welchen Voraussetzungen können Demenzkranke in den eigenen vier Wänden leben? Wann ist ein Pflegeheim, eine Demenz-WG oder betreutes Wohnen angesagt? Zwei Experten auf diesem Gebiet moderieren das Internetforum "Wohnen, Betreuung und Pflege". Martin Hamborg engagiert sich seit 1998 im Vorstand der Deutschen Expertengruppe Dementenbetreuung und kennt sich mit Pflegeheimen und Einrichtungen des Betreuten Wohnens aus. Klaus-W. Pawletko, Geschäftsführer des Vereins "Freunde alter Menschen", ist auf Demenz-Wohngemeinschaften und die ambulante Versorgung Betroffener spezialisiert.

Autor Pflegeheim und Arztbesuche
11.09.2020 | 19:15
Mirabai

Ich habe schon zum Thema "Mutter allein zu Haus" von meiner Situation berichtet. Mein Anliegen hier ist der Umgang mit Arztbesuchen. Konkret: Meine Mutter hat eine kleine, entzündete, schmerzfreie "Geschwulst" in der Nähe des Brustbeins. Nun rief mich das Pflegeheim an, dass der "Heim-Hausarzt", der zunächst Antibiotika verschrieben hatte, die Vorstellung beim Frauenarzt empfiehlt/anordnet. Sprich, ich solle mit meiner Mutter zu einem Frauenarzt gehen. Ich habe dazu noch keine Haltung. Ist es üblich, dass Angehörige dies tun? Ich weiß gar nicht, wann meine Mutter (78) das letzte Mal beim Frauenarzt war. Sie würde vsl. mit mir das tun, aber ich bin wirklich aus verschiedenen Gründen unschlüssig, ob ich das machen soll. Ich freue mich über inspirierende Gedanken dazu!

13.09.2020 | 09:41
martinhamborg

Hallo Mirabai, mir ist nicht ganz klar geworden, was Sie unschlüssig macht.

Ist es die Frage, ob das Heim verpflichtet ist, diese Arztbegleitung zu übernehmen, müssen Sie in den Heimvertrag schauen. In jedem Fall wäre es eine Entlastung und würde die Zusammenarbeit und das Vertrauen stärken können. Zudem wäre eine Vorsorgeuntersuchung und eine fachärztliche Einschätzung bezüglich einer (mögl.) Inkontinenz oder eine Ausschaltung von Schmerzursachen in jedem Fall sinnvoll.

Ist es die Überlegung, ob eine solche Abklärung und die entsprechende Belastung notwendig ist, wäre m.E. das Gespräch mit dem Hausarzt wichtig.

Insoweit einige Spekulationen zu Ihrer Frage, Ihr Martin Hamborg

15.09.2020 | 18:51
Mirabai

Lieber Herr Hamborg,

herzlichen Dank für Ihre hilfreichen"Spekulationen"! Durch Ihre Antwort habe ich herausgefunden, was Inhalt meiner Unschlüssigkeit war. Es ging in erster Linie um die Zuständigkeit. Ich bin im Heimvertrag fündig geworden, vielen Dank! Zweitens habe ich festgestellt, dass ich mich durch den Anruf der Mitarbeiterin (eine religiöse Schwester; das wäre noch mal ein Nebenthema, da ja Sonderstellung) völlig überrumpelt gefühlt habe. Heute habe ich den diensthabenden Pfleger angesprochen; alles super. Auch er fand das Vorgehen der "Kollegin" etwas merkwürdig... Sie haben mir also sehr geholfen, nochmals danke!



Grafik FacebookGrafik TwitterRSS-Feed:Grafik RSS-SymbolAbonnieren: Grafik Facebook Grafik Twitter Grafik YoutubeDrucken:Grafik Drucker