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Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen"

Bild: Ratgeberforum "Gesetzliche Leistungen" Menschen mit Demenz haben Anspruch auf Leistungen der Kranken- und Pflegeversicherung, um ihre medizinische Versorgung, Betreuung und Pflege zu finanzieren. Manchen steht auch ergänzende Sozialhilfe zu. Die Sozialarbeiterinnen Renate Gascho und Birgit Spengemann verfügen gemeinsam über mehr als 45 Jahre Berufserfahrung in der Betreuung und Beratung älterer und demenzkranker Menschen. Sie wissen, was Betroffenen zusteht und beraten im Internetforum kompetent zu leistungsrechtlichen Fragen. Bitte beachten Sie dabei, dass die Auskünfte allgemein gehalten sind. Auskünfte zu landesspezifischen Sonderleistungen wie z. B. Pflegewohngelder sowie das Errechnen von Leistungen im Einzelfall können bei der Beantwortung der Anfragen nicht berücksichtigt werden. Bitte wenden Sie sich hierzu an Ihre zuständige Behörde.

Autor Pflege- Neuausrichtungsgesetz (PNG)
21.05.2012 | 20:40
birgitspengemann

Bezug nehmend auf die Anfrage vom 14. 5. 2012 zu den verbesserten Betreuungsleistungen ab 2013 möchte ich auf weitere geplante Verbesserungen für die Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen hinweisen. Hier zwei Beispiele, die in nächster Zeit sicher noch ergänzt werden:

Mehr Wahlmöglichkeiten bei Pflegeleistungen
Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können künftig neben den heutigen, verrichtungsbezogenen Leistungskomplexen für Grundpflege und hauswirtschaftliche Hilfe dann auch bestimmte Zeitvolumen mit den Pflegediensten vereinbaren, die zusätzlich Betreuungsleistungen wie Vorlesen und andere Beschäftigungen beinhalten. Gemeinsam mit Pflegediensten können sie entscheiden, welche Leistungen in diesem Zeitkontingent erbracht werden sollen.
Geplant sind auch Modellvorhaben, in denen überprüft wird, ob neben den ambulanten Pflegediensten auch spezialisierte Betreuungsdienste den besonderen Bedürfnissen Demenzkranker Rechnung tragen können. Bisher sind, wie erwähnt, die niedrigschwelligen Betreuungsangebote und grundpflegerischen Leistungen nur getrennt zu leisten, was häufig nicht oder nur schwer praktikabel ist.
Diese Modellvorhaben können dafür über den Spitzenverband Bund der Pflegekassen in den Jahren 2013 und 2014 aus Mitteln des Ausgleichfonds der Pflegeversicherung bis zu fünf Millionen Euro Fördermittel erhalten.
Es ist jedoch zu erwarten, dass eine neue Gruppe von Leistungserbringern sicher auch zu einem Mehr an Bürokratie durch die Einführung neuer Zulassungsverfahren, Vergütungs- sowie Vertragsverhandlungen führen.

Entlastung pflegender Angehörige
Der Gesetzentwurf sieht auch Maßnahmen vor, die pflegende Angehörige entlasten sollen. So ist zum Beispiel vorgesehen, dass das Pflegegeld während einer Kurzzeit- oder Verhinderungspflege zur Hälfte weiter gezahlt wird.
Auch der Zugang zur Rehabilitation soll für pflegende Angehörige einfacher werden. Die Krankenversicherung der pflegenden Angehörigen soll bei anstehenden Rehabilitationsmaßnahmen deren besondere Belange bzw. Belastung entsprechend berücksichtigen.

Dies ist übrigens der voraussichtliche Zeitplan, für die Verabschiedung des Gesetzes:
26.04.2012 1. Lesung im Bundestag
11.05.2012 1. Durchgang im Bundesrat
21.05.2012 Anhörung
29.06.2012 2./3. Lesung im Bundestag
21.09.2012 2. Durchgang im Bundesrat
Bereits ab 1. Oktober 2012 soll die geplante Pflegereform in weiten Teilen in Kraft treten.

Mit freundlichen Grüßen
Birgit Spengemann



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